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Grüner Rasen oder Grüner Tisch? VfL Wahrenholz strebt Spitze an

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Von: Ingo Barrenscheen

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Eine Spielerin dribbelt mit dem Ball auf eine Verteidigerin zu.
Spitzenposition voraus: Die Wahrenholzer Fußball-Frauen (Jil Pieper) wollen auf Platz eins überwintern. © Marvin Scholz

Mit leichtem Argwohn blickt Trainer Michael Alms auf den potenziellen Jahresausklang am kommenden Sonntag (11 Uhr) in der Frauenfußball-Bezirksliga. Wird der VfL Wahrenholz die Punkte im Nachholspiel beim Schlusslicht STV Holzland auf dem grünen Rasen ausfechten? Oder gibt’s die Punkte am Grünen Tisch?

Wahrenholz – Das Fragezeichen ist berechtigt, trat doch der Gegner in der Vorwoche zu seiner Partie gegen Fallersleben/Isenbüttel/Meine II nicht an und brach wiederum das Match davor gegen den TSV Barmke II beim Stand von 0:6 ab. Angeblich, weil nur noch acht Spielerinnen auf dem Feld standen, hat Alms aufgeschnappt. „Die Personaldecke bei Holzland ist wohl seit Saisonbeginn unheimlich dünn“, hat der Wahrenholzer Coach gehört. Das STV-Team war 2021 massiv ausgeblutet, hatte viele Leistungsträgerinnen wie die Ex-Bundesliga-Spielerin Martina Müller verloren und hatte sich deshalb – genau wie Wahrenholz ein Jahr zuvor – freiwillig aus der Landesliga zurückgezogen. Der Aderlass ist bis jetzt augenscheinlich noch nicht aufgefangen.

Wenngleich der VfL nach drei Wochen Spielpause zwar aus dem Rhythmus gekommen ist, will das Taterbusch-Team aber unbedingt noch einmal kicken und auf reguläre Weise „die Halbserie zu Ende bringen“, verdeutlicht Alms. Auf einen abermaligen Aufschub des Anpfiffs würde sich der Klub jedoch nicht einlassen – dann gäbe es die Punkte eben doch geschenkt.

So oder so würden die Wahrenholzerinnen im Falle eines Sieges „über die Winterpause dort oben stehen, wo es am Schönsten ist“, verdeutlicht Alms. Sprich an der Tabellenspitze. Ob ein möglicher Wiederaufstieg überhaupt in Frage käme für den Kader, soll dann über den Jahreswechsel intern besprochen werden. „Es bringt nichts, wenn du Erster wirst und am Ende will keiner“, betont der VfL-Coach.

Bei den Überlegungen wird auch die eigene Personaldecke eine Rolle spielen. Mit Maxima Schulze aus Hankensbüttel, die im Februar 2023 15 Jahre alt wird und dann spielberechtigt ist, hat Schwarz-Gelb bereits einen Zugang fix. Ein Juwel, das zwischenzeitlich bei den Juniorinnen des VfL Wolfsburg ausgebildet wurde. Zudem sei man an weiteren Verstärkungen dran, so Alms.

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