SVW zeichnet beim Kommers Männer der ersten Stunde aus und blickt in Chronik

Grün-gelbe Gründungsväter

Herbert Falk (2. v. l.) und Udo Bödecker (1. v. r.) gratulieren den Gründungsmitgliedern vom SV Wagenhoff für 50 jährige Vereinstreue. Fotos: Frankewitsch

max Wagenhoff. Alles andere als ein Himmelfahrts-Kommando. . . Als Kommunalpolitiker und Sportfreunde am Himmelfahrtstag anno 1962 den Sportverein Wagenhoff aus der Taufe hoben, ahnten sie noch nicht, welche Erfolgsgeschichte sie in Gang gesetzt hatten.

50 Jahre später feierte der SVW am zurückliegenden Wochenende mit einem gelungenen Fest den besonderen Jahrestag!.

Die SV-Vorstandsmitglieder unter der Leitung von Herbert Falk und Stellvertreter Udo Bödecker überreichten am Freitag beim Kommers den noch lebenden Gründungsmitgliedern jeweils die goldene Ehrennadel und Urkunde sowie schmucke Trophäen aus Glas für ihre Wohnzimmervitrinen – signiert mit dem Vereinswappen. Dazu zählten Heinz Adam, Adolf Baden, Horst Ebel, Reinhard Falk, Herbert Garms, Egon Hillebrecht, Hermann Knecht, Heinz Propfe, Gerhard Peters, Horst Ringleb, Herbert Werner Klaus Rudnik, Hans-Jürgen Schneider und in Abwesenheit Kurt Siegel. Außerdem bekam Andrea Junges für 20-jährige Übungsleitertätigkeit (Gymnastik) Blumen und Präsente.

Zuvor erinnerte das Führungsduo an die lebendige Vereinshistorie. Ein halbes Jahrhundert erfolgreicher Vereinsgeschichte sei ein gegebener Anlass, das Jubiläum würdig mit Mitgliedern sowie Sportfreunden aus nah und fern zu feiern. „50 Jahre Sportverein bedeutet aber auch gesellschaftliche Integration mit Kindern, Jugendlichen, Erziehung zu sportlicher Fairness, Teamgeist, Toleranz und Respekt vor seinen Mitmenschen sowie ehrenamtliches, soziales und kulturelles Engagement“, erklärte Falk.

Sein Stellvertreter Bödecker resümierte in der Chronik die Anfänge: „In Wagenhoff genoss der Fußball bei den heimischen Kindern und Jugendlichen einen großen Stellenwert. Doch es gab bis zum 31. Mai 1962 noch keine sportliche Organisation für Breitensport im noch jungen Ort an der Bundesstraße 4.“ Dann kam der besagte Himmelfahrtstag – und der SVW nahm seinen Anfang. Gründungsvorsitzender wurde Otto Bödecker. Er übte das Amt erstmals bis 1969 sowie später nochmal von 1982 bis 1985 aus. Als seine jeweiligen Nachfolger gestalteten Hans-Jochim Dörr (1970-1977), Armin Petzel (1978-1981), Udo Bödecker (1986-1995) Uwe Hoffmann (1996-2001), Olaf Leese (2002-2003), Kai Jurkoweit (2004-2007) und Herbert Falk (2008 bis dato) die Vereinsgeschicke. Udo Bödecker, ein Sohn des Vereinsgründers, erinnerte aber auch, dass bereits 1929 die ersten Bemühungen entstanden waren, einen Sportverein SV Eintracht Wagenhoff in der ehemaligen Hestenmoorsiedlung entstehen zu lassen. Doch es fehlte der sportlich motivierten Zweckgemeinschaft an Geld und der ideellen Unterstützung durch die anderen Einwohner.

In den 50 Jahren SV Wagenhoff gab es Höhen und Tiefen wie Auf- und Abstiege der Fußballer. Absoluter Höhepunkt war ohne Frage das Mitwirken ehemaliger Wagenhoffer Fußballjunioren vor großer Kulisse beim Eröffnungsspiel des damaligen Bundesligisten Eintracht Braunschweig im Meisterjahr 1966/67 gegen den 1. FC Kaiserslautern. „Ein unvergessliches Erlebnis für diejenigen, die dabei waren“, so Bödecker.

Mit Beginn der Saison 1996/97 weihten die Wagenhoffer den neuen A-Platz mit Drainage feierlich ein. Allerdings richteten Wildschweine beziehungsweise Maulwürfe sechs beziehungsweise sieben Jahre später an den Plätzen Schäden in Höhe von 13 000 und 12 000 Euro an!

Die Vereinschronik nennt aber auch noch weitere interessante Eckdaten. Wie dem Start der Sparte Damen-Gymnastik 1975 oder der Eröffnung der Tennis-Abteilung 1982. Erstmals in der Samtgemeinde Wesendorf wurden im Zuge des Becker & Graf-Booms gleich zwei Courts eingerichtet. Im selben Jahr überreichte Dolly Hein die in Filigranarbeit selbst gefertigte gelb-grüne Vereinsfahne an den damaligen Vorsitzenden Otto Bödecker. Der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses am Heidberg ermöglichte alsbald auch den Kinder- und Seniorenturnern witterungsunabhängigen Sportbetrieb.

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