Fußball – Kreisliga: Hopp-Team sammelt sechs Zähler / Wilsche macht Titel klar / Bromes Erfolgsfaden reißt

WSC der große Gewinner – Wittingen lebt noch

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Ausgebremst: Der SV Groß Oesingen (l. Heiko Dreier) konnte Wilsches Meisterstück nicht verhindern. 

ib/ks. Mit 66 Punkten, da fängt die Party an. . . Der VfR Wilsche-Neubokel hat an Pfingsten sein langersehntes Meisterstück in der Fußball-Kreisliga durch einen 4:1-Sieg in Groß Oesingen gefeiert und läutete damit den Feier-Marathon bis Saisonende ein.

Der VfL Wittingen/Suderwittingen dagegen wittert nach dem 2:3-Erfolg in Leiferde plötzlich doch wieder Morgenluft. Selbige ist für Wasbüttel und Vorhop nach ihren Niederlagen wieder etwas dünner geworden. Der große Gewinner an Pfingsten war der Wesendorfer SC.

Spiele von Pfingstsamstag

Wesendorfer SC – SV Meinersen 3:1 (1:0)

Die erste halbe Stunde benötigte der Wesendorfer SC, um in das Spiel zu finden. Danach allerdings wurden die Blau-Weißen von Minute zu Minute stärker und belohnten sich mit der Führung. Waldemar Bier war zum 1:0 zur Stelle (31.). „Leider haben es wir versäumt, vor der Halbzeit noch das Zweite nachzulegen“, so WSC-Trainer Matthias Hopp. Das sollte dann aber in Hälfe zwei kommen. Vor allem über die Flügel zeigte sich der Gastgeber sehr spielstark. Erneut war es Bier, der für den WSC traf (77.). Ein kurzes Aufbäumen der Gäste führte dann auch gleich zum Treffer. Einmal wurde Erik Joos bedient, der dann auch direkt vollendete (87.) Doch das Zittern hielt nur drei Minuten an, weil Man of the Match Bier per Foulelfmeter für den 3:1-Endstand sorgte (90.). „Der Sieg war extrem wichtig, wenn man die anderen Resultate betrachtet. Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, so ein zufriedener Übungsleiter.

SV Groß Oesingen – VfR Wilsche-N. 1:4 (0:2)

Ganz klar: Auch über eine Stunde nach Spielende hatte Wilsche die Stätte des endgültigen Erfolgs noch nicht verlassen und feierte ausgelassen den Bezirksliga-Aufstieg. „Bitter, dass das bei uns passiert“, meinte Oesingens Aushilfs-Coach Sören Goltermann. Letztlich hätte sich das Huneke-Team die Meisterschaft redlich verdient. „Sie haben es heute souverän runtergespielt.“ Wilsches Meisterwerk ging in Ordnung, auch wenn „die Höhe nicht hätte sein müssen“, so Goltermann. Nach einem „Kick-and-Rush-Spiel“ in Hälfte eins legte der Primus direkt vor der Pause mit einem Doppelschlag binnen einer Minute den Grundstein. Oesingen hatte sich zweimal einen kapitalen Ballverlust im Spielaufbau geleistet. „Wir kommen dann raus und sind das spielbestimmende Team, machen unsere Chancen aber nicht“, bedauerte Goltermann.

FC Brome – MTV Wasbüttel 5:1 (1:0)

Und plötzlich läuft es wieder wie geschnitten Brot... Brome feierte gegen Abstiegskandidat Wasbüttel den zweiten Kantersieg in Serie und schielt doch noch einmal auf Platz drei im Abschlussklassement. Wobei Teammanager Hendrik Joswig relativierte: „In der ersten Halbzeit lief es noch nicht so.“ Erst ein Kopfballtreffer nach einem Eckball durch Riaan-Philipp Schmidt brachte die Burgherren in Wallung. „In der zweiten Hälfte sind wir dann ins Rollen gekommen“, so Joswig. Der überragende Vierfach-Torschütze Jannik Thielemann erlegte Wasbüttel quasi im Alleingang. „Nach dem 3:1 hat Wasbüttel gedacht, es geht noch etwas. Aber wir haben nichts zugelassen“, war der FCB-Teammanager zufrieden.

VfL Germania Ummern – SV Triangel 4:0 (0:0)

Mit einem Halbzeit-Schützenfest ins Schützenfest: Ummerns Kicker gaben sich selbst die perfekte Steilvorlage fürs gesellige Pfingstwochenende. „Das war ein guter Sommerkick dieses Mal“, meinte VfL-Coach Michael Alms in Anlehnung an den mauen Sommerkick wenige Tage zuvor gegen Groß Oesingen. „Es war gut Bewegung drin.“ Zumindest nach dem Wechsel, denn zuvor hatten sich beide Teams noch vorsichtig beschnuppert. Während Triangels Torjäger Tim Spillecke einige Hochkaräter vergab, trafen die Familienbande Sterz gerecht auf alle Schultern verteilt. Alms gab zu: „Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen. Aber wir haben zweimal hintereinander zu null gespielt und jetzt schon zwei Punkte mehr als letzte Saison.“

VfL Knesebeck – SV Leiferde 3:0 (1:0)

Mürbe gespielt: Mit einer sehr guten Leistung gegen einen guten Gegner aus Leiferde, speziell in der ersten Halbzeit, orientierte sich Knesebeck wieder ins gehobene Mittelmaß. „Die zweite Halbzeit war hervorragend“, strahlte VfL-Coach Detlef Weber. Die SVL sei durchaus „brandgefährlich“ gewesen, doch die Einhörner engten die Halbräume und Flügel gut ein und erhöhten nach der Pause die Schlagzahl. Weber: „Wir haben eine flaue Zeit gehabt. Aber unsere Mannschaft kann in der Kreisliga mit jedem Gegner mithalten bis auf Wilsche.“

Pfingstmontag

SV Leiferde – VfL Wittingen/S. 2:3 (0:1)

Der VfL Wittingen/S. lebt wieder! Eine absolute Rumpftruppe ohne zahlreiche Stammspieler schafften mit einem Sieg in Leiferde das schier Unmögliche. Nach zwei nicht anerkannten Abseitstoren schoss Mario Winkler die Brauereistädter kurz nach der Pause in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Christian Brauner den VfL erneut in Front. Sven Arndt traf neben den Abseitstoren dieses Mal mehrfach nur das Aluminium. Doch seine Mitspieler übernahmen das Toreschießen. Leiferde hatte erneut zum Ausgleich getroffen, als Roni Agirman per Freistoß zum umjubelten 2:3 traf. Noch herrscht also das Prinzip Hoffnung in der Brauereistadt.

FC Brome – SV Meinersen 1:1 (1:1)

Und schon ist die kleine Siegesserie wieder gerissen: Brome (M.) musste sich gegen Meinersen mit einem 1:1 begnügen. 

Vorbei mit der Herrlichkeit! Nach zwei tollen Spielen zuvor und einer starken Anfangsphase samt verdienter Führung verlor Brome die Ordnung im Spiel. Meinersen glich aus und riss danach das Spiel an sich. Brome hatte bis zum Schlusspfiff eine Menge Glück, so dass am Ende immerhin noch ein Punkt heraussprang.

SV Westerbeck – MTV Wasbüttel 2:1 (1:0)

Ohne eine Gala-Vorstellung abzuliefern, siegte der Tabellenzweite Westerbeck sicher mit 2:1 über Abstiegskandidat Wasbüttel. Die Hausherren lagen zwar kurz nach der Halbzeit mit zwei Treffern in Front, ließen vorher aber zu viele Chancen liegen. Wasbüttel hielt 90 Minuten tapfer dagegen, zeigte im Angriff aber zu wenig Durchschlagskraft. So war der Ehrentreffer durch Kevin Brodöhl verdient, aber eben zu wenig.

Wesendorfer SC – VfL Vorhop 3:0 (1:0)

„Wir haben unsere Hausaufgaben erfüllt“, war WSC-Coach Matthias Hopp nach dem zweiten Sieg über Pfingsten hochzufrieden. Sein Team, nun mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze, dominierte nach kurzem Geplänkel zu Beginn die Partie und spielte die Treffer durch Stefan Will (2) und Waldemar Bier überlegen heraus. Für Vorhop hingegen verpuffte der Sieg gegen Wittingen damit wieder etwas. Es bleibt eng im Keller.

TSV Rothemühle – SV Triangel 2:3 (1:2)

Rothemühle verpasste es, die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt zu zerstreuen. Triangel hingegen darf sich berechtigte Hoffnungen auf den dritten Platz machen.

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