Fußball – Rückblick 1. Kreisklasse 1: Spannender Aufstiegs-Dreikampf / Knesebeck „gut im Schnitt“ / Parsau rätselt

Groß Oesingen: Spitze auch in punkto Unterhaltung

Fast gleichauf: Der SV Groß Oesingen (l.) und VfL Knesebeck führen die Winter-Tabelle in der 1. Kreisklasse 1 an. Foto: Barrenscheen

mj/ib. Auf der Sonnenseite des Fußballer-Lebens: Die Spieler des SV Groß Oesingen, VfL Knesebeck und FC Parsau dürften in der Winterpause trotz kalter Temperaturen nicht frösteln. Schließlich wird dem Spitzentrio der 1.

Kreisklasse 1 mit Blick auf die Tabelle schnell warm ums Herzen. Teil eins des Rückblicks widmet sich dem Aufstiegs-Dreikampf.

SV Groß Oesingen

(1. Platz, 54:24-Tore, 34 Punkte)

Nein, Geschenke hat Armen Armen an seine Spieler zu Weihnachten nicht verteilt. „Wenn wir aufsteigen, dann wird’s was geben“, verspricht Groß Oesingens Coach. Selbstverständlich ist Armen mit der Halbzeit-Bilanz mehr als zufrieden. „Wenn man Tabellenführer ist, kann man nicht meckern.“ Zumal der Winter-Titel ihn selbst überraschte. „Wir sind anfangs nicht so in Gang gekommen.“ Ausgerechnet die 2:7-Abreibung gegen Verfolger Knesebeck erwies sich als Initialzündung. „Das war ein Weckruf. Danach haben sich alle zusammengerissen und wir haben eine tolle Serie hingelegt“, so der Primus-Coach. Weil der SV etwas reifer geworden sei und im Gegensatz zur Vergangenheit mal alle Spieler an Bord hatte. Toi, toi, toi, schlägt Armen vor dem Jahreswechsel dreimal auf Holz. „Wenn alle fit bleiben, dann bleiben wir auch bis zum Ende oben dran.“ Übrigens ist Groß Oesingen auch Spitzenreiter in Sachen Unterhaltung: Bei keinem Team fielen mehr Tore. Ganz nach dem Gusto von Armen. „Mir ist ein 6:4 lieber als ein 0:0.“

VfL Knesebeck

(2. Platz, 57:9-Tore, 33 Punkte)

Die Rechnung ist simpel. Dem SV Jembke genügten in der Vorsaison aus 28 Spielen 66 Punkte, um in die Kreisliga aufzusteigen. Somit ist der VfL Knesebeck mit 33 Punkten aus 13 Spielen „gut im Schnitt“ und Trainer Marco Lenz mehr als zufrieden. Zumal sein Team vom Druck der Unbesiegbarkeit befreit wurde. Gleich zum Auftakt erwischte es die Lenz-Riege nach 17 Spielen ohne Niederlage in Tappenbeck (1:2). „Das erste Spiel scheint uns nicht zu liegen“, flachste Lenz, dessen Team überheblich agiert habe und auf dem Boden zurückgeholt wurde. Weil auch der Hit gegen Parsau (1:2) verloren ging, sei allen klar, dass der Aufstieg kein Selbstläufer werde. „Ich erwarte einen Dreikampf mit Groß Oesingen und Parsau“, so Lenz, der einen großen Nachteil wittert. Die Kontrahenten könnten – weil ihre Zweite in der 1. Kreisklasse 2 unterwegs ist – Ausfälle besser verkraften. Da kommt es Lenz gerade Recht, dass sich Nico Fabisch, Sascha Bromann und Baris Oskay wieder zurückmelden. „Die Lage wird entspannter“, lächelt Lenz, der zudem einige A-Junioren an den Herrenbereich heranführen will.

Germania Parsau

(3. Platz, 36:10 Tore, 32 Punkte)

Es ist ein Kreuz mit dem Rätsel. Eigentlich sollte man meinen, aller guten Dinge wären Platz drei beim FC Parsau. Hatte der neue Coach Andreas Triller nach dem Verlust einiger Leistungsträger und Verletzten doch mit einem schwierigeren Einstand und „insgesamt auch mehr Gegenwehr“ in der Liga gerechnet. Dass sein Team trotzdem häufig in Verlegenheit geriet (1:1 gegen Hoitlingen, 5:4 gegen Wahrenholz II), trübt daher auch etwas das Halbzeit-Fazit. „Wir haben immer wieder, gerade gegen vermeintlich schwächere Teams, den Schlendrian drin. Da bin ich in meinem halben Jahr noch nicht hintergekommen“, fragt sich Triller achzelzuckend, wo der penetrante Bruder Leichtfuß herrührt. Wenn die Germanen diesen verbannen würden, „dann hätten wir schon gewonnen“, lacht Triller. Parsaus Dirigent muss notgedrungen Sepp Herbergers berühmten Spruch zitieren: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Nur wenn sein Team dies verinnerliche, verbleibe es auch bis zum Schluss in der Dreier-Lotterie an der Spitze. Immerhin scheint der FCP den ersehnten Goalgetter wiederentdeckt zu haben: Kevin Schulz feierte am achten Spieltag sein Comeback in der Ersten und erzielte bis zur Winterpause zehn Tore. Triller: „Er macht seine Sache sehr gut.“

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