Handball – Verbandsliga: Primus Wittingen/Stöcken finalisiert Heimspiel-Trilogie mit 30:20-Erfolg

Granit-Abwehr macht Oha mürbe

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Auch im dritten Heimspiel der neuen Verbandsliga-Serie schaffte sich die SG VfL Wittingen/Stöcken (l. Kai Eschert) den Gegner – in diesem Fall die HSG Oha – vom Hals und gewann mit 30:20.

Wittingen. Noch in der Vorwoche hatte Jan-Philipp Goetzie einen halben Zahn eingebüßt und wurde deshalb vorsichtshalber am Samstag geschont. Grundsätzlich aber sind es die Gästeteams, die sich in der Gelben Hölle die Zähne ausbeißen. So auch die HSG Oha.

Der Abwehr-Granit von Handball-Verbandsligist SG VfL Wittingen/Stöcken ließ die Angriffsbemühungen der Ostharzer zusehends bröckeln. Trainer Christian Gades stellte nach dem 30:20-Sieg treffend fest: „Wir haben sie mürbe gemacht mit einer richtig geilen Deckung. “.

Die Bilderbuch-Bilanz nach der saison-initialisierenden Heimspiel-Trilogie: 6:0-Punkte für den neuen Primus Wittingen/Stöcken. In der Tat war der Defensivverbund abermals der Sieggarant, wusste sich gegenüber den Vorgänger-Modellen noch einmal zu steigern. „Wir haben nochmal einen Tick mehr zusammengearbeitet, ich musste von draußen noch weniger sagen“, registrierte Gades zufrieden.

Dabei konnten sich die Gastgeber sogar einen Doppel-Luxus leisten. Zum einen ließ die SG den aus der Vorwoche lädierten Goetzie draußen. „Er hatte das Gefühl, dass es nicht unbedingt sein muss. Das ist seine Entscheidung, da gehe ich mit“, so der VfL-Coach. Zum anderen schlug sich auch die wieder einmal schlechte Chancenverwertung nicht negativ nieder.

Eben weil die Hausherren – von eigenen Fehlern zu Beginn einmal abgesehen – Oha ein Bollwerk vor die Nase setzte, das den Osterodern sichtbar den Nerv raubte. „Sobald wir sie im Positions-Angriff hatten, war das richtig gut“, befand Gades. Vorne hätten seine Schützlinge ihrerseits „die Nahtstellen angegriffen“ und seien durchaus auch mal Risiko gegangen. „Die Risikobereitschaft wurde belohnt.“

In ihrer stärksten Phase zog die SG VfL von 9:7 (21.) auf 17:9 (33.) davon. Thorsten Meyer hatte dabei mit der Pausensirene noch per Distanz-Hammer die Führung ausgebaut. Doch als Wittingen/Stöckens Rückraum-Bulldozer dann kurzgenommen wurde, wurde es zwischenzeitlich hakelig. Was auch dem Umstand geschuldet war, dass viele Spieler in völlig ungewohnte Rollen schlüpfen mussten. Immerhin hatte sich auch Linksaußen Sebastian Schulze krankheitsbedingt abgemeldet, wurde von Grünschnabel Simon Bartel ersetzt. Doch Wittingen/Stöcken rappelte sich nach dem Hänger zum 20:15 (42.) wieder auf und ließ sich auch von den vielen Spielfuss-lähmenden Zeitstrafen auf beiden Seiten nicht mehr ausbremsen.

Von Ingo Barrenscheen

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