Fußball – Kreisliga: Sieg reicht FCB zum Aufstieg / Ummern lauert / Knesebeck braucht Wunder

Grand Final: FC Brome mit besten Karten

Den Aufstieg weiterhin im Blick: Der FC Brome um Jannik Thielemann steht mit einem Sieg in der Bezirksliga.
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Den Aufstieg weiterhin im Blick: Der FC Brome um Jannik Thielemann steht mit einem Sieg in der Bezirksliga.
  • VonJannis Klimburg
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Wesendorf/Rühen – Aus drei mach eins: Am Sonntag gegen 16. 50 Uhr wird endlich klar sein, welcher Verein in die Fußball-Bezirksliga aufsteigen wird. Drei Vereine sind noch im Rennen.

Die besten Karten hat dabei der FC Brome (53 Punkte, 55:35 Tore), der mit einem Sieg beim Wesendorfer SC Platz eins erklimmen würde.

Dort steht zurzeit der VfL Germania Ummern (55 Punkte, 94:47 Tore), der jedoch am Wochenende zum Zuschauen verdammt ist. Der Primus hat bereits alle Spiele absolviert, legt seine Hoffnungen dabei in den Lokalrivalen Wesendorfer SC.

Der Dritte im Bunde ist der VfL Knesebeck (52 Punkte, 70:27 Tore). Die Einhörner müssen zum einen ihre Partie beim SV BW Rühen mit fünf Toren Unterschied gewinnen und hoffen, dass der FC Brome sein Spiel nicht gewinnt. Ein absolut verrücktes Aufstiegs-Szenario in der Fußball-Kreisliga. Mögen die Spiele beginnen.

FC Brome

Die mit Abstand besten Karten hat weiterhin noch der FC Brome. Auch wenn der erste Matchball vor gut zwei Wochen bei der SV Leiferde mit 1:3 in die Hose ging, haben die Burgherren den Aufstieg beim Saisonfinale noch in der eigenen Hand. Am Sonntag (15 Uhr) folgt der zweite und letzte Matchball beim Wesendorfer SC. Von Anspannung war im Training der Grün-Weißen nur wenig zu sehen, wie Teammanager Hendrik Joswig berichtet.

„Die Spieler haben viel Zuspruch von den Fans erhalten. Hier herrscht eine positive Stimmung, die Pleite gegen Leiferde ist mittlerweile aus den Köpfen.“ Natürlich war die Enttäuschung nach dem 1:3 riesig. Um die Niederlage zu verdrängen, habe vor allem die zweiwöchige Pause geholfen, betont Mark-Oliver Schmidt. „Pfingsten kam für uns zur rechten Zeit. Wir konnten uns neu sammeln“, unterstreicht der Bromer Trainer. Bei der jüngsten Pleite war der FCB im Kopf noch nicht reif genug, das muss sich jetzt beim WSC ändern. „Der Wille ist der Schlüssel zum Erfolg. Anders als gegen Leiferde müssen wir jetzt wieder mutiger agieren“, betont Schmidt, der trotz der prächtigen Ausgangssituation den VfL Germania Ummern leicht im Vorteil sieht.

„Ummern hat die besten Karten, weil sie nur noch zuschauen müssen.“ Die Burgherren dagegen müssen noch ihre Hausaufgaben erledigen – und die fallen relativ deftig aus. Fast wie eine schwer zu lösende Mathematik-Aufgabe. „Wesendorf hat sich in der Rückrunde gefestigt. Sowieso gibt es in der Liga keine einzige Laufkundschaft“, so Schmidt.

VfL Germania Ummern

Natürlich wird sich ein riesengroßer Germania-Tross aufmachen und die sieben Kilometer nach Wesendorf abspulen, wo das große Spektakel steigt. Mit einem Planwagen reist die Mannschaft samt Spielerfrauen zum WSC. Ausgerechnet dorthin zu dem Verein, gegen welchen der Spitzenreiter vor gut einem Monat die letzte Pleite kassierte und das Zünglein an der Waage darstellen könnte. Ausgerechnet zum Lokalrivalen. Aber Ummerns Trainer Jörg Drangmeister macht sich keine Sorgen, dass der WSC das Saisonfinale leichtfertig herschenkt.

„Ich kenne die halbe Mannschaft und habe schon mitbekommen, dass die Jungs heiß sind, eine ordentliche Rückrunde mit einem Sieg zu krönen.“ Zumal der beste Torschütze der Blau-Weißen, Waldemar Bier, auch gebürtig aus Ummern stammt. Und wie soll es auch anders sein, eine kleine Belohnung würde der Wesendorfer SC bei einem Punktgewinn natürlich auch bekommen. „Ein paar Kaltgetränke würden wir mit Sicherheit spendieren“, so Drangmeister mit einem Augenzwinkern.

Der Übungsleiter betonte aber im gleichen Atemzug auch, dass, egal wie die Partie auch ausgehen sollte, eine große Sause ansteht. „Wir werden auf alle Fälle feiern. Entweder den Aufstieg oder sonst eben eine grandiose Saison ohne Happy End“, unterstreicht Drangmeister. Kein Wunder, denn für den VfL Germania Ummern war es mit 55 Punkten die beste Spielzeit der Vereinsgeschichte. Und das kann ihnen – im Gegensatz zu Platz eins – keiner mehr nehmen.

VfL Knesebeck

Nur noch leise Hoffnungen darf sich der VfL Knesebeck machen. Die Einhörner brauchen einen Sieg mit fünf Toren Unterschied und müssen zudem auf einen Patzer des FC Brome hoffen. Zumindest der Trainer glaubt noch an das Wunder. „Es ist eine absolute Herausforderung, aber noch im Bereich des Möglichen“, so Detlef Weber.

„Dass wir am letzten Spieltag noch so eine irre Konstellation haben, hätte ich auch nie gedacht.“ Denn vor einigen Wochen sah der FC Brome noch wie der sichere Aufsteiger aus, doch nun wird es noch einmal spannend. „Ich wollte ihnen eigentlich schon zum Aufstieg gratulieren“, unkt Weber, der seine Jungs gegen den SV BW Rühen natürlich offensiver als sonst aufstellen wird. „Wir werden unsere Taktik anpassen. Zwei schnelle Tore müssen her. Sonst wird es extrem schwer“, betont Weber, der die gesamte Mannschaft zur Verfügung hat.

VON JANNIS KLIMBURG

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