Fußball – 1. Kreisklasse 1: HSV wahrt Titelchance durch Last Minute-Tor in Tülau / Big Points für Wahrenholz und Schönewörde

Golombeck spitzt den Aufstiegskampf zu

Gerade noch so die Kurve gekriegt: Der SV Hankensbüttel (l. Marvin Meyer) setzte sich im Spitzenspiel beim SV Tülau-Voitze (Lukas Vodde) dank eines Last Minute-Tores mit 1:0 durch und verkürzte den Abstand auf den Tabellenführer auf fünf Punkte.
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Gerade noch so die Kurve gekriegt: Der SV Hankensbüttel (l. Marvin Meyer) setzte sich im Spitzenspiel beim SV Tülau-Voitze (Lukas Vodde) dank eines Last Minute-Tores mit 1:0 durch und verkürzte den Abstand auf den Tabellenführer auf fünf Punkte.

Besser spät als nie! Durch den Last Minute-Sieg beim Noch-Primus SV Tülau-Voitze hat der SV Hankensbüttel seine eigenen Titelchancen gewahrt und lässt die Tabellenspitze noch enger zusammenrücken.

Nutznießer war zudem der VfL Wittingen/S., der sich gegen Jembke klar mit 5:1 durchsetzte. Am Tabellenende holte sich der VfL Wahrenholz II wertvolle Zähler.

VfL Wahrenholz II – FC Ohretal 4:2 (0:1)

Big Points für Neuling Wahrenholz II! „In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Vorteile und hätten in Führung gehen können“, meinte VfL-Trainer Ralph Meyer. Doch stattdessen fiel kurz vor der Pause die Führung für Ohretal – allerdings war es nach Meinung von Meyer eine recht harte Elfmeterentscheidung, die Edmund Laeseke nutzte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte der FCO die Entscheidung, aber Wahrenholz überstand die Druckphase. Danach übernahm der VfL das Kommando und glich nach einer Stunde zum 1:1 durch Jan Sölter aus. „Nun lief es bei uns rund und wir haben uns eine klare Führung erspielt“, so Meyer. Ein Freistoß von Sascha Shukow von der Strafraumgrenze brachte das 2:1 und Andreas Borchert sorgte kurze Zeit später für das 3:1. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Shukow gefoult: Waldemar Fink verwandelte den Strafstoß zum 4:1. Doch Ohretal kam noch einmal zurück. „In der Schlussphase hatten wir Glück, dass ein Treffer der Gäste nicht anerkannt wurde“, gab Meyer zu.

TSV Brechtorf – FC Germ. Parsau 0:4 (0:0)

Der zweite 4:0-Auswärtssieg in Folge für den aufstrebenden FC Parsau. Beide Teams boten eine kämpferisch starke Leistung und hatten in der ersten Halbzeit einige gute Einschussmöglichkeiten. Dabei musste die Begegnung knapp eine halbe Stunde unterbrochen werden, denn Parsaus Robin Kluger verdrehte sich nach einem Pressschlag die Kniescheibe und musste ins Krankenhaus gebracht werden. „In der ersten Halbzeit verlief die Begegnung ausgeglichen, erst nach dem 0:1-Rückstand sind wir aus dem Rhythmus gekommen“, so TSV-Trainer Andre Bischoff. Mitte der ersten Halbzeit hatte Brechtorf nach einer Ecke eine klare Gelegenheit verzeichnet, doch der Ball ging vorbei. Auch gut angelegte Konter der Germanen brachten nichts ein. Doch nach Wiederbeginn drehten die Gäste mächtig auf. Nach dem 0:1 waren die Germanen nicht zu halten und schraubten den Vorsprung noch auf 0:4. „Der Sieg war verdient, fiel aber etwas zu hoch aus“, meinte Germanen-Trainer Sören Henke.

TuS Ehra-Lessien – TSV Schönewörde 1:2 (0:1)

Ein wichtiger, wenn auch leicht glücklicher Sieg für Schönewörde in Ehra. Die Gastgeber waren feldüberlegen und hätten durchaus in Führung gehen können. „Wenn man unten steht, fehlt das Glück, dass ein Ball den Weg ins Tor findet“, seufzte TuS-Trainer Jürgen Schenk. Mehr Glück hatten der TSV, der in der 42. Minute in Führung ging, als sich die Flanke von Thomas Bulach ins Tor senkte. Nach Wiederbeginn machte Ehra weiter Druck und schaffte in der 66. Minute den hochverdienten Ausgleich, als Torben Sattler nach einer Ecke erfolgreich war. Doch Nicolas Müller antwortete zum 1:2. „Wir hatten in der letzten Viertelstunde noch Chancen zum Ausgleich, aber es war immer wieder ein Bein des Gegners dazwischen“, haderte Schenk.

SV Tappenbeck – TSV Grußendorf 6:0 (4:0)

Der neue Tabellenvorletzte Grußendorf hatte in Tappenbeck wenig zu bestellen. Von Beginn an bestimmten die Gastgeber das Geschehen und gingen bereits nach sieben Minuten durch den stark aufspielenden Henrik Berlinecke in Führung. Kurze Zeit später traf Malte Sgorsaly zum 2:0. In der 21. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul an Nick Kömmling auf den Elfmeterpunkt. Berlinecke ließ sich die Chance nicht nehmen und stellte letztlich auch den Pausenstand her. „Wir haben einige weitere Chancen fahrlässig ausgelassen“, bemängelte SV-Trainer Christian Grunwald. Auch im zweiten Durchgang zeigte sich Tappenbeck klar überlegen, verpasste aber mehr als die sechs Treffer.

SV Barwedel – TSV Fort. Bergfeld 1:1 (1:1)

Achtungserfolg für die Bergfelder, die früh durch einen verwandelten Strafstoß von Brian Schulze nach Foul an Yannik Skusa in Front gezogen waren. Mit zunehmender Spieldauer kam Barwedel immer besser ins Spiel und hatte gute Ausgleichschancen. Es dauerte jedoch bis zur 41. Minute, bevor das verdiente 1:1 fiel. Andre Brömel schloss einen guten Spielzug erfolgreich ab. In der zweiten Halbzeit verlief die Begegnung weiter ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Barwedel. Die Chance zum Sieg vergaben die Gastgeber in der 78. Minute, als Brömel mit einem Strafstoß am Bergfelder Torhüter Raphael Erfurt scheiterte. „Mit der Punkteteilung müssen wir zufrieden sein, denn wir haben 40 Minuten in Unterzahl gespielt“, meinte SV-Co-Trainer Michael Goldbeck.

SV Tülau-Voitze – SV Hankensbüttel 0:1 (0:0)

Im Neudeutsch würde es heißen: Hankensbüttel ist back in game... Der Tabellendritte darf sich weiter Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Die Zuschauer hatten eine Partie mit vielen Torraum-Szenen gesehen. „Es war ein Spitzenspiel auf hohem Niveau mit starken Leistungen der beiden Torhüter“, bilanzierte Der überragende Tülauer Schlussmann Nils Loeper war bei einer Ecke und einem Freistoß auf dem Posten. Aber auch Grün-Weiß hatte mehrfach die Chance zur Führung. Mitte der ersten Halbzeit strich ein Kopfball von Steffen Vodde nur knapp am HSV-Kasten vorbei. Nach einer halben Stunde lief Diakite frei auf Loeper zu, doch dieser blieb Sieger. Zehn Minuten vor der Pause zwang Hannes Kroll den SV-Keeper zu einer weiteren Glanzparade. Auch ein Schuss von Marvin Meyer kurz vor dem Wechsel brachte nichts ein. Auch im zweiten Durchgang standen die Torhüter im Mittelpunkt. Andre Schmidt und Steffen Vodde prüften zunächst den HSV-Schlussmann Timo Dittrich. Nach einer Stunde gab es einen Freistoß für die Gäste und der Nachschuss wurde von Loeper pariert. Außerdem verfehlte ein Freistoß von Ali Jfeily das Ziel. Eine Viertelstunde vor Schluss boten sich Toni Engelhardt und Vodde Chancen, aber Dittrich klärte. In den letzten Minuten wurde die Flutlichtanlage eingeschaltet, denn es wurde zu dunkel. Drei Minuten vor Schluss dann doch noch die Entscheidung, als Tobias Golombeck für den HSV zum 0:1 erfolgreich war. Vodde: „Der späte Siegtreffer war unglücklich, aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

VfL Wittingen/S. – SV Jembke 5:1 (3:0)

Durch diesen Erfolg ist Wittingen nach Punkten mit Tülau-Voitze gleichgezogen. Der VfL erwischte einen Top-Start und ging nach acht Minuten durch Marcel Liedtke in Führung. Bevor die Gäste ins Spiel fanden, stand es bereits 2:0 durch Leotrim Kastrati. Nach gut einer Stunde meldete sich Torjäger Sven Arndt zu Wort – 3:0-. „Wir waren klar überlegen und hätten eine höhere Führung erzielen können“, so VfL-Trainer Naim Fetahu. Nach Wiederbeginn hatte Jembke eine gute Phase und verkürzte. Aber die Brauereistädter ließen nicht mehr zu. In der 68. Minute stellte Liedtke den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt setzte Arndt. Fetahu: „Wir standen hinten gut, aber in der Offensive können wir uns noch verbessern.“

Von Manfred Hallmann

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