Judo – European Cup: Lessienerin gewinnt mit drei Siegen

Gold! Scoccimarro ist zurück

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Endlich wieder obenauf: Giovanna Scoccimarro (r.) scheint ihr kleines Formtief überwunden zu haben und holte Gold.

Saarbrücken/Lessien. Dänemark, Deutschland, Kanada. Die Herkunftsländer von Giovanna Scoccimarros Kontrahentinnen auf dem Weg zu Gold gehen bei der Lessienerin runter wie Öl. Die Judoka vom MTV Vorsfelde hat in Saarbrücken beim European-Cup richtig abgeräumt.

Nach zuletzt schwächelnden Leistungen (das IK berichtete) meldete sich die Bundesliga-Kämpferin erfolgreich zurück.

Nach einem Freilos in der ersten Runde war es vor allem die Wahl der richtigen Taktik, die Scoccimarro den Sieg im Golden Score gegen die Dänin Emilie Sook bescherte. Nach kurzer Zeit hatte die Skandinavierin schon zwei Bestrafungen, sodass Scoccimarro auf das Aus per dritter Strafe pochte und den Kampf geduldig zu Ende brachte.

Den zweiten Kampf beendete sie dagegen mit einer lockeren Führung dank einer erfolgreichen Innensichel in der Schlussminute gegen Marlene Galandi. Zuvor hatte Galandi gut die rechte Hand der Lessienerin gebunden, doch Scoccimarro kämpfte sich raus: „Das Freikämpfen habe ich besonders trainiert. Schön, dass das geklappt hat.“

Im Finale wartete letztlich die Kanadierin Alix Renaud-Roy. Scoccimarro war nun richtig drin im Geschehen und beendete den Kampf vorzeitig. Erst schaffte sie ein Waza-ari (zwei von drei Voraussetzungen eines Ippon wurden erfüllt), dann hatte sie Renaud-Roy fest im Haltegriff am Boden, sodass der Sieg an die MTV-Kämpferin ging. „Man hat gemerkt, dass es klappt, was man sich vorgenommen hat. Die Aufregung konnte ich diesmal viel besser in den Hintergrund stellen“, zeigte sich die 20-jährige Judoka überglücklich.

Von Christian Thiemann

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