Judo – Deutsche Meisterschaft: Lessienerin gewinnt das Finale in nur 85 Sekunden

Gold-Jubel bei Scoccimarro!

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Nach Bronze im Vorjahr erkämpfte sich Giovanna Scoccimarro (rechts, hier beim Grand Prix in Düsseldorf) bei den deutschen Meisterschaften in Stuttgart nun den ersten Platz.

Lessien/Stuttgart. Konkurrenzlos in Stuttgart! Giovanna Scoccimarro hat sich nach Bronze im Vorjahr und WM-Gold bei den Juniorinnen nun auch bei den deutschen Meisterschaften im Judo den ersten Platz erkämpft.

In der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm musste die Lessienerin, die für den MTV Vorsfelde aktiv ist, nie über die volle Zeit gehen, beendete jeden Kampf vorzeitig. Den Auftakt, der Scoccimarro erfahrungsgemäß am meisten Sorgen bereitet, wollte die Judoka anscheinend schnell hinter sich bringen. In nur 19 Sekunden besiegte die Lessienerin ihre Kontrahentin.

Anschließend wurde es schon schwieriger für Scoccimarro, zu gewinnen. Gegen Sophie Brendicke (JC Großbeeren/Brandenburg) benötigte die 20-Jährige fast zwei Minuten, setzte sich dann aber doch souverän durch.

Der dritte Kampf dauerte dann nur noch 70 Sekunden und Scoccimarro beendete ihn gegen Greta Bolte (JC Osnabrück) mit einem gekonnten Hüftwurf mit anschließendem Haltegriff. Das Halbfinale beendete sie mit der gleichen Kombination gegen Alina Fiedler aus Bottrop in eineinhalb Minuten, ehe sie sich im Finale gegen Sarah Mäkelburg aus Annen in nur 85 Sekunden durchsetzte. Scoccimarro kam beim Turnier auch zugute, dass einige ihrer ärgsten Konkurrentinnen verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnten. So lief es nahezu perfekt für die Lessienerin, die im Finale zunächst eine Bestrafung für einen Griff ans Bein ihrer Gegnerin erhielt. Anschließend dominierte erstmal auch Mäkelburg, wie Scoccimarro zugab. Dann aber packte sie zu und warf Mäkelburg zum Sieg. „So ein Ergebnis freut einen natürlich schon. Es war durchaus anspruchsvoll, aber ich habe die perfekten Momente abgepasst“, meinte die Kämpferin nach dem Gold-Triumph.

Im Februar steht für Scoccimarro bereits der nächste Wettkampf an. In Paris kämpft sie beim Grand Slam mit und bekommt es mit ganz anderen Kalibern zu tun. Fernziel bleibt Olympia in Tokio 2020.

Breitbarth holt Bronze

André Breitbarth

Der Judoka André Breitbarth vom SFV Europa Braunschweig sicherte sich in sechs spannenden Kämpfen in Stuttgart die Bronzemedaille. Gegen Johannes Frey war im Halbfinale Schluss für den ehemaligen Kämpfer von der SV Leiferde, der im Kampf um Platz drei gegen Martin Garic (JC Bielefeld) nach nur 28 Sekunden mit einem Fußfeger brillierte und so Bronze erhielt.

Von Christian Thiemann

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