Eishockey – Play-Off-Viertelfinale, 2. Spiel: Shutout für Vogl

Gnadenlos gut – 4:0! EHC hat halbe Miete

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Sebastian Furchner (l.) und Tyler Haskins steuerten jeweils einen Treffer zum gestrigen 4:0-Sieg des EHC Wolfsburg gegen Nürnberg im zweiten Play-Off-Viertelfinale bei.

Wolfsburg. Pavel Gross – personifizierter Sieggarant für Wolfsburg, Schreckgespenst für Nürnberg! Der Coach baute seine sagenhafte Bilanz mit dem EHC gestern Abend aus, feierte durch das 4:0 den 17. Sieg im 21. Duell gegen die Ice Tigers.

Gleichbedeutend mit der psychologisch wertvollen 2:0-Führung im Play-Off-Viertelfinale!

Die halbe Miete ist also im Sack für das Skoda-Team. Kein Grund für verfrühte Euphorie und doch blickte Keeper Sebastian Vogl nach seinem Shut-Out optimistisch nach vorn: „Wenn wir unseren Spielplan so durchziehen wie bisher, können wir ganz weit kommen.“

Das erste Drittel: Wie schon drei Tage zuvor eine Demonstration gnadenloser EHC-Effizienz. Beispiel die Führung: Tyler Haskins halb gestrauchelt, halb berührt. Die zweifelhafte Zeitstrafe wurde begleitet durch eine erste Rauferei. Erst flogen die Fetzen, dann die Flasche von Gästekeeper Andreas Jenike vom Tornetz – Haskins hatte in Überzahl alle Freiheiten und zog die Scheibe in den Winkel (9.). Das rief die Ice Tigers auf den Plan, die nun vermehrt Schüsse vom Stapel ließen. Ohne Fortune. Dann die zweite Überzahl EHC und das zweite Tor, diesmal durch Sebastian Furchner im Nachfassen. Damit nicht genug: Einen Bilderbuch-Spielzug krönte Marco Rosa noch mit dem 3:0 (20.).

Furchner mahnte trotzdem: „Es sind noch 40 Minuten.“ Die nächsten 20 verstrichen weiter nach Plan für die giftigen Grizzlys. Nürnberg mühte sich. Glücklos. Offensiv-Ohnmacht beim besten Hauptrunden-Angriff der DEL gegen die taktiktreuen Hausherren. Nachdem Simon Danner nur den Pfosten getroffen hatte, fiel noch in derselben Minute das 4:0. Ramzi Abid, für den verletzten Brent Aubin in die erste Reihe gerückt, vollendete (29.).

„Wir gewinnen nicht genug Zweikämpfe, müssen das Ding irgendwie reinhacken“, so die Marschroute von Yasin Ehliz fürs Schlussdrittel. Doch der EHC ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, verbuchte durch Patrick Pohl (45., 51.) und Aaron Brocklehurst (59.) noch Topchancen. Der Rest waren ständige Raufereien. Nürnberger Frust-Fouls.

Von Ingo Barrenscheen

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