Rudern – Weltmeisterschaft: Vierer-Crew um Wittinger Peter Kluge startet am Sonntag im Vorlauf

Aus den Glasgow-Fehlern lernen

+
Der Wittinger Peter Kluge (2.v.r.) will mit seiner Vierer-Crew bei der Weltmeisterschaft nach der Enttäuschung in Glasgow Wiedergutmachung betreiben.

Plovdiv/Bulgarien. Die European Championships waren für die deutsche Vierer-Crew ohne Steuermann ein Schuss vor den Bug.

Das Ruder-Quartett um den Wittinger Peter Kluge verpasste das angestrebte Finale und somit eine Platzierung auf dem Podest – am Ende sprang nur der erste Platz im B-Lauf dabei heraus.

Doch der Warnschuss kam zur rechten Zeit. Denn von heute an bis zum 16. September findet die Weltmeisterschaft in Plovdiv, Bulgarien, statt.

Und um diesmal besser abzuschneiden, haben die Ruderer in den vergangenen Wochen viel Schweiß und Kräfte gelassen. So unter anderem beim Trainingslager in Völkermarkt. Eine Sparring-Einheit mit dem österreichischen Vierer, der in Glasgow als EM-Achter knapp hinter dem deutschen Quartett lag, hat einen ersten Aufschluss gegeben, dass die Crew auf dem richtigen Weg ist. „Das Training hat uns gezeigt, was wir noch verbessern müssen. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind“, betont Kluge. „Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, was die Qualität und Schlaghärte bei den Einheiten angeht.“

Auch auf den letzten Metern der Vorbereitung in Dortmund hat die deutsche Vierer-Crew in den vergangenen anderthalb Wochen mächtig am Feintuning gearbeitet. „Die Jungs haben sich in den hohen Frequenzen sehr gut geschlagen“, erzählt Bundestrainer Tim Schönberg.

Am Sonntag (ab 16.19 Uhr Ortszeit/15.19 Uhr MESZ) beginnt dann das Kapitel WM mit dem Vorlauf für das deutsche Quartett um Kluge, Felix Drahotta, Nico Merget und Felix Brummel. Ab nun gilt es, voll fokussiert zu sein und mit einem soliden Rennen in das Turnier zu starten. Denn insbesondere bei einer Weltmeisterschaft ist die Dichte an qualitativ hochwertigen Nationen sehr groß. „Australien schätze ich als sehr stark ein. Aber dahinter kämpfen wohl acht bis zehn Boote um die Medaillenränge“, befürchtet Kluge.

Trotzdem bleibt der Wittinger nach den Fehlern in Glasgow erst einmal bescheiden: „Wir müssen von Rennen zu Rennen gucken. Aber wenn wir unsere Leistung abrufen können, haben wir realistische Chancen, weit zu kommen. Aber wir denken jetzt noch nicht an das Finale.“

Von Jannis Klimburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare