Fußball – Kreisliga: Niko Grühl hat beim WSC viel vor

„Gezeigt, was ich kann“

Gefragter Mann: Trotz seiner erst 19 Jahre ist Niko Grühl (r.) ein wichtiger Faktor in der ersten Herrenmannschaft des WSC.
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Gefragter Mann: Trotz seiner erst 19 Jahre ist Niko Grühl (r.) ein wichtiger Faktor in der ersten Herrenmannschaft des WSC.

Wesendorf – Durch seine Adern fließt blau-weißes Blut. Nein, damit sind nicht der FC Schalke 04 oder Hertha BSC Berlin gemeint! Niko Grühl bekennt sich klar zum Wesendorfer SC und hat nicht vor, den Verein zu verlassen.

Seit der Pampers-Liga spielt der 19-Jährige für den WSC und gehört trotz seines jungen Alters bereits zu den Führungsspielern in der ersten Herrenmannschaft in der Fußball-Kreisliga.

„Ich denke, dass ich in dieser, aber auch schon in der letzten Saison gezeigt habe, was ich kann“, klingt der Youngster durchaus selbstbewusst. Dazu hat der Wesendorfer aber auch allen Grund. Denn es ist nicht alltäglich, dass ein Spieler, der gerade erst aus der A-Jugend aufgerückt ist, zum dritten Kapitän („Ich denke, das zeigt, dass die Jungs mich respektieren“) gewählt wird. „Ich bin jung und habe noch viel vor“, macht Grühl deutlich. Vor allem durch seine Freunde kam der Nordkreisler schon in frühen Jahren zur Volkssportart Nummer eins und hat diesen Schritt nie bereut. Vor allem die erfolgreiche B- und A-Jugend-Zeit wird Grühl wohl nie vergessen. Zweimal hintereinander wurde das Double, bestehend aus Kreismeisterschaft und Pokalsieg, gefeiert.

Nun spielt der 19-Jährige bei den WSC-Herren und hat seinen Platz im Team von Trainer Matthias Hopp auf der Sechs im zentralen defensiven Mittelfeld gefunden. „Es ging alles recht schnell“, schildert Grühl. Er gewöhnte sich rasch an den Männer-Bereich. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass der Youngster bereits als B-Jugendlicher bei den Erwachsenen mittrainierte und sich so schon ein wenig „an die Härte gewöhnte“. In der Kreisliga-Mannschaft fühlt sich Grühl pudelwohl und sieht eine Menge Potenzial: „Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt. Sicherlich hatten wir ein paar Anlaufschwierigkeiten, doch sobald wir eingespielt sind, traue ich uns einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu.“

Dazu beitragen möchte natürlich auch der Ur-Wesendorfer selbst. Er besticht laut eigener Auskunft mit seiner Zweikampfstärke und seiner Ruhe am Ball. Und er liebt es, das „Spiel von hinten aufzuziehen“. Hauptmanko des WSC in der laufenden Spielzeit ist wohl die Chancenverwertung. Diesbezüglich kann womöglich sogar Grühl momentan weiterhelfen, denn er hat in dieser Saison bereits jeweils einmal in der Liga sowie auch im Pokal getroffen. „Es läuft ganz gut“, verrät der 19-Jährige mit einem Schmunzeln. Irgendwann – daraus

macht Niko Grühl keinen Hehl – würde er gern höherklassig spielen. „Das macht einfach Spaß, denn da ist dann auch mehr Tempo drin“, weiß Grühl. An einen Aufstieg denkt man in Wesendorf aktuell (noch) nicht. Der Blick richtet sich erst einmal auf den kommenden Sonntag, wenn Aufsteiger SV Osloß ab 15 Uhr zu Gast ist. „Ich denke, dass der Gegner über den Kampf kommen wird. Wir müssen ihnen unser Spiel aufzwingen und möglichst ein schnelles Tor erzielen“, weiß Niko Grühl. Auch auf ihn wird es beim Unternehmen Heimsieg wieder ankommen.

VON FLORIAN SCHULZ

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