Handball – Oberliga Herren: VfL von anderen abhängig

Gerettet oder nicht!? Die zwei Fragezeichen

In der Schwebe: Duderstadts Zukunft ist ungewiss.

ib Wittingen. Nichts ist schlimmer als die Ungewissheit – und diese spielt auf der Saison-Zielgeraden bei Handball-Oberligist VfL Wittingen gezwungenermaßen mit. Der Aufsteiger wäre eigentlich zwei Spieltage vor Saisonende bereits gerettet und muss doch zittern.

Weil das Schicksal zweier anderer Clubs in der Schwebe ist, könnte es auch den Drittletzten treffen.

Unter der Woche erkundigte sich VfL-Handball-Boss Kai Schüttenberg noch einmal bei Staffelleiter Manfred Herzog über den Status Quo. Der sieht wie folgt aus: Meister HSG Nienburg verzichtet auf den Aufstieg, hat ebenso wenig wie die HG Rosdorf-Grone (3.) und der MTV Großenheidorn (4.) für die 3. Liga gemeldet. Der aktuelle Tabellenzweite MTV Vorsfelde indes schon. Allerdings sind sich die Eberstädter noch unschlüssig, ob sie nach dem missglückten Abenteuer in der Vorsaison noch einmal den Sprung wagen sollen. Derzeit kläre die Rechtsabteilung des HVN, ob es überhaupt zulässig ist, dass sich Vorsfelde dieses Hintertürchen überhaupt offen halten kann und nicht sogar aufsteigen MUSS, erklärte Herzog. Geht der MTV hoch, ist der VfL durch!

Der andere Wackelkandidat, an dessen Rockzipfel Wittingen unfreiwillig hängt, ist der TV Jahn Duderstadt. Dieser wird sich wohl durch einen enormen personellen Aderlass aus der Oberliga zurückziehen. Die große Frage lautet nur: wann!? „Duderstadt will sich vor dem letzten Spieltag erklären“, hat Schüttenberg von Herzog erfahren. Die Optionen: Duderstadt meldet sofort ab und ist erster Absteiger. Auch dann bleiben die Brauereistädter Viertligist. Der TV Jahn könnte aber zunächst auch für die Oberliga melden und dann kurz vorm Start der neuen Saison zurückziehen. Das würde eine Strafe nach sich ziehen, Duderstadt würde ein Sabbat-Jahr einlegen und könnte ab der Serie 2016/17 in der Verbandsliga einen Neuanfang machen. Kein sportlich fairer Weg, aber durchaus legitim.

Dem Wohl und Wehe der unentschlossenen Vereine ausgeliefert zu sein, empfindet Schüttenberg als „ein bisschen unglücklich“. Es könne passieren, dass die Wittinger nach dem Saison-Finale gegen die HSG Schaumburg Nord in der Halle stehen „und mit den Schultern zucken – was ist denn jetzt!?“ So weit wolle es der VfL aber erst gar nicht kommen lassen, unterstrich der Handball-Boss. Der Neuling will und muss den gerade errungenen viertletzten Platz verteidigen. Dann hat sich auch die Abhängigkeit erledigt.

Von Ingo Barrenscheen

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