Tischtennis – RaZa erlebt Zwergenaufstand / Groß Oesingen mit erfolgreicher Revanche / 5:1-Vorsprung zu wenig für VfL

Gereizt, geärgert, aber nicht gefährdet

Seine zwei Zähler reichten nicht: Christoph Pörschke und der MTV Wittingen ging im Derby beim SV Groß Oesingen deutlich 2:9 unter. Im Hinspiel hatten die Brauereistädter noch knapp gewonnen. Foto: Barrenscheen

Ein Punkt aus drei Spielen. Die Tischtennisspieler des TTC Hankensbüttel kommen im Abstiegskampf nicht vom Fleck, hoffen nun auf die Relegation.

1. Bezirksklasse

TTC SR Gifhorn IV –

SSV RaZa I 2:9

Auf die leichte Schulter genommen!? Mit dem Vorhaben, deutlich zu gewinnen, nahm der unbesiegte Erste RaZa die Herausforderung des Vorletzten aus der Kreisstadt an. Und erlebte erst einmal ein böses Erwachen. Denn die erfahrene TTC-Riege spielte in den Doppeln stark auf, ging 2:1 in Führung. Arne und Christoph Meyer sowie Dirk Jacob/Chris Carminke bezogen klare 0:3-Pleiten. So war das aus Sicht der Gäste nicht gedacht. „Gifhorn hat uns gereizt“, meinte Sprecher Christoph Meyer beinahe entschuldigend. Denn nach dem Rückstand bügelte RaZa mit acht Siegen den Zwergenaufstand ab. „Gifhorn hat uns geärgert. Es fehlten aber die Mittel, um uns zu gefährden“, sagte Christoph Meyer. Jan Lemme und Stefan Selent hielten sich mit insgesamt vier Punkten schadlos.

Punkte: Lemme/Selent, Lemme (2), Selent, A. Meyer (2), C. Meyer, Jacob, Carminke.

SV Groß Oesingen I –

MTV Wittingen I 9:2

Wie du mir, so ich dir! Mit dem 9:2 nahm Groß Oesingen an den Wittinger Gästen erfolgreich Revanche. Im Hinspiel hatte der MTV dem SV beim 9:6 ein Bein gestellt. Danach sah es dieses Mal nicht aus. Die Hausherren setzten gleich zu Beginn ein Zeichen mit zwei Doppelsiegen. Nur Josef Heinrich/Holger Brandmeyer mussten sich Christoph Pörschke/Willi Wichmann nach einem harten Kampf erst im fünften Satz 16:18 geschlagen geben. Die Butter ließ sich Groß Oesingen aber nicht vom Brot nehmen. Sechs Einzelsiege zum 8:1 und der Erfolg war fast eingetütet. „Schade, dass wir das Doppel zu Beginn verloren haben. Sonst wäre es ein lupenreines 9:0 geworden. Aber auch mit dem Ergebnis können wir bestens leben“, lachte Brandmeyer. Lediglich Thorsten Swit gab gegen Wittingens Pörschke noch einen Punkt ab.

Punkte Groß Oesingen: T.Swit/R.Swit, Erm/Tetzlaff, T.Swit, Heinrich (2), Erm, R.Swit, Tetzlaff, Brandmeyer. Punkte Wittingen: Pörschke/Wichmann, Pörschke.

2. Bezirksklasse

VfL Knesebeck I –

TTC Hankensbüttel I 8:8

„Wir waren gewarnt“, meinte VfL-Sprecher Dennis Reichelt nach dem Derby gegen Hankensbüttel. Allein, es half nichts. Denn wie im Hinspiel, das Knesebeck „nur mit Mühe“ 9:7 gewann, erwies sich der TTC wieder als hartnäckiger Gegner. Beide Teams traten nicht in der besten Besetzung an. Bei den Gastgebern wurde die erkrankte Nummer zwei, Rene Schönrock, durch Marian Bartels vertreten. Hankensbüttel musste ohne Heiko Deden auskommen. Dafür spielte Marc Schäfer. Mit den Umstellungen kam Knesebeck anfangs besser zu Recht. „Wir sind schlecht gestartet“, räumte Hankensbüttels Mannschaftsführer Lars Wasserscheidt ein. Der VfL entschied nicht nur zwei Doppel für sich, baute den Vorsprung durch Siege von Tobias Schulze, Andre Kahle (jeweils in fünf Sätzen) und Reichelt auf 5:1 aus. Doch dann erwachte der TTC langsam. „Olaf Müller hat mit seinem Sieg den Umschwung eingeleitet“, lobte Wasserscheidt. Fünf der folgenden sechs Einzel – nur Christian Erdt verlor gegen Bartels – gewann Hankensbüttel. Ausgleich: 6:6. Klaus Fritzsch und Bartels (im Duell der Ersatzleute gegen Schäfer) brachten die Hausherren zweimal in Führung. Doch Erdt und im Doppel Wasserscheidt/Sascha Heinicke glichen aus. „Das Unentschieden ist durchaus gerecht“, meinte Reichelt.

Punkte Knesebeck: Schulze/Bartels, Reichelt/Littau, Schulze, Kahle, Reichelt, Bartels (2), Fritzsch. Punkte Hankensbüttel: Wasserscheidt/Heinicke (2), Wasserscheidt, Heinicke, Müller (2), Erdt, Schäfer.

VfL Knesebeck I –

MTV Vollbüttel II 7:9

Eine 5:1-Führung? Anscheinend nicht der Vorteil mit dem die Knesebecker gut umgehen können. In der Derby-Besetzung trat der VfL gegen den Co-Tabellenführer aus Vollbüttel an und legte wieder los wie die Feuerwehr. Knesebeck war erneut stark in den Doppeln, führte wieder 2:1. Spürbar beflügelt bauten Tobias Schulze, Andre Kahle und Dennis Reichelt den Vorsprung aus. „5:1! Wer hätte das gedacht?“, meinte Reichelt. Wohl nicht einmal er und seine Mitspieler. Denn anschließend kam ein Bruch ins Spiel. Vollbüttel siegte in sieben der folgenden neun Einzel. Lediglich Klaus Fritzsch und Detlef Littau konnten noch mit guter Leistung Punkte ergattern. Beim Stand von 7:8 ging es ins Entscheidungsdoppel. Dort hatten Schulze/Bartels in fünf Sätzen das Nachsehen. „Schweren Herzens haben wir dem Gast die Punkte mitgeben müssen“, meinte Reichelt.

Punkte: Schulze/Bartels, Kahle/Fritzsch, Schulze, Kahle, Reichelt, Littau, Fritzsch.

MTV Isenbüttel –

TTC Hankensbüttel 9:3

Guter Start, zweimal in Führung und doch chancenlos. Beim Tabellenfünften Isenbüttel, der in der Rückrunde noch ungeschlagen ist, hatte Hankensbüttel wenig zu bestellen. Lars Wasserscheidt/Sascha Heinicke und Helmuth Wittnebel/Marc Schäfer sowie Wasserscheidt im Einzel erkämpfte die 3:2-Führung. Zwar hatten Olaf Müller und Heinicke bei knappen Fünfsatz-Niederlage noch Pech. Die Niederlage war für die ersatzgeschwächte Hankensbütteler Mannschaft nicht zu verhindern.

Punkte: Wasserscheidt/Heinicke, Wittnebel/Schäfer, Wasserscheidt.

TSV Meine II –

TTC Hankensbüttel I 9:2

Beim Tabellenführer Meine waren die Gäste chancenlos. Zumal mit Olaf Müller die Nummer drei des TTC nicht zur Verfügung stand. Mehr als die beiden Siege von Lars Wasserscheidt steuerte Hankensbüttel nicht zum Endstand bei. Der TTC hofft nun auf ein echtes Endspiel. Am letzten Spieltag kommt Tabellennachbar TSV Meine III in den Nordkreis. „Mit voller Mannschaft wollen wir noch mal einen Sieg erringen, um noch den Relegationsplatz zu erreichen“, gab Wasserscheidt als Ziel aus.

Punkte: Wasserscheidt (2).

Kreisliga:

SV Groß Oesingen II –

TTC SR Gifhorn V 9:3

Sensations-Sieg! Die abstiegsbedrohte Groß Oesinger Zweitvertretung schickt den Dritten Gifhorn mit einer deutlichen Klatsche auf die Heimreise. Die Trauer über die knappe 7:9-Niederlage gegen den TuS Neudorf–Platendorf war nach dem Spiel verflogen, musste großem Jubel weichen. „Wir hatten uns viel vorgenommen, aber mit diesem Ergebnis konnte nun wirklich keiner rechnen“, freute sich SV-Spieler Dennis Penshorn. Die 2:1-Führung der Kreisstädter nach den Doppeln war ein Weckruf zur richtigen Zeit für die Groß Oesinger. In den Einzelpaarungen zeigte der SV den Gästen, wer der Hausherr ist. Mit sechs Siegen in Serie zum 7:2 wurde Gifhorn von den Tischen gefegt. Ernst-Adolf von der Ohe machte die Überraschung mit seinem 3:0-Sieg perfekt.

Punkte: Penshorn/Czechanatzki, Lindmüller, Penshorn (2), von der Ohe (2), Czechanatzki, Schmidt, König.

5.Kreisklasse:

VfL Ummern II –

SV Groß Oesingen VI 7:0

Gut zugeschaut! Aufstiegsaspirant Ummern zeigte der Groß Oesinger Sechsten ihre Grenzen auf und erteilten eine Lehrstunde in Sachen Tischtennis. Nach 70 Minuten Spielzeit und nur vier gewonnen Sätzen musste sich der SV geschlagenen geben. „Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache“, meinte Sprecher Udo Erm.

Punkte: Müller/Laue, Kahle/Kreßler, Müller (2), Kahle, Kreßler, Laue.

Von Matthias Jansen

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