Fußball – Bezirksliga: VfL will gegen Isenbüttel Personalproblemen trotzen / Krasniqi vor langer Pause / Spiel schon Sonnabend

Gut genug! Mit mehr Lust zum Lebenszeichen

Bück dich hoch!? Für den Fußball-Bezirksligisten VfL Wittingen/S. (Christoph Meyer) ist es allerhöchste Eisenbahn, sich aufzurappeln und dem drohenden Abstieg die Stirn zu bieten. Am Sonnabend empfängt das Krisenkind den MTV Isenbüttel. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Die Lage ist ernst. Und jetzt noch einmal ein Stück ernster. Leart Krasniqi wird dem VfL Wittingen im Abstiegskampf der Bezirksliga wahrscheinlich nicht mehr helfen können.

Der Verdacht einer Kreuzbandverletzung beim Mittelfeldspieler scheint sich schon vor der MRT-Untersuchung zu erhärten. „Es bleibt einem aber auch nichts erspart. Momentan läuft echt einiges schief“, sagt VfL-Trainer Naim Fetahu vor dem Heimspiel gegen den MTV Isenbüttel am Sonnabend (!) um 16. 30 Uhr.

Gejammert wird aber nicht. Auch wenn die Krasniqi-Verletzung vermeintlicher Höhepunkt der seit Saisonbeginn andauernden Aufstellungssorgen ist. „Die Jungs, die spielen, sind gut genug, um zu gewinnen“, hat Fetahu keinen Zweifel an der weiterhin bestehenden Konkurrenzfähigkeit seiner Mannschaft. Schließlich habe Wittingen auch in der Hinrunde – mit zahlreichen Verletzten – einige Spiele gewinnen können.

Diesen Glauben will Fetahu verstärkt auch wieder bei seiner Mannschaft sehen. „Wir müssen auf dem Platz mehr Lust haben, das Spiel zu gewinnen, als darüber nachzudenken, wie gut der Gegner ist“, sagt der Coach der Brauereistädter.

Über den Kontrahenten aus Isenbüttel müssen sich die Gelb-Blauen nicht den Kopf zerbrechen. Denn der MTV ist derzeit gut in Form. In den zehn Spielen der Rückrunde holte die Mannschaft von Sprakensehls Ex-Trainer Rouven Lütke schon mehr Punkte (20) als in der kompletten ersten Saisonhälfte. „Der MTV kommt mit breiter Brust, sie haben genug Selbstvertrauen“, so Fetahu.

Und selbst wenn Isenbüttel „befreit aufspielen“, könnte. Den Fehler, die abstiegsbedrohten Wittinger zu unterschätzen, werde Isenbüttel – auch wegen Nordkreis-Kenner Lütke – sicher nicht machen. Zumal der MTV sich noch den fünften Platz im Abschluss-Ranking als Ziel gesetzt haben soll. Mit einem Sieg und einem Patzer vom 1. FC Wolfsburg wäre die Lütke-Riege erst einmal am Ziel angelangt.

Ein Dreier würde den Wittingern zum Überleben sicher noch nicht reichen. Aber schon ein „dreckiger 1:0“-Erfolg wäre jetzt so wichtig für den VfL. „Damit die Jungs wieder mehr an sich glauben“, hofft Fetahu auf etwas Zählbares – „das wäre ein Lebenszeichen.“ Und mit einem Erfolgserlebnis ließe es sich für die Wittinger beim sonnabendlichen Teamabend besser feiern. Da soll es dann gar nicht mehr ernst zugehen.

Von Matthias Jansen

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