Fußball – 1. Kreisklasse 1: Rühen-Westerbeck steht auf Kippe

Geht Gipfeltreffen den Bach runter?

Auf der Kippe: Ob das Spitzenspiel zwischen dem SV Blau-Weiß Rühen (links Conner Drechsler) und dem SV Westerbeck angepfiffen wird, steht noch in den Sternen. Foto: Theuerkauf
+
Auf der Kippe: Ob das Spitzenspiel zwischen dem SV Blau-Weiß Rühen (links Conner Drechsler) und dem SV Westerbeck angepfiffen wird, steht noch in den Sternen. 

Rühen. Der Regen: Für das gefühlte Endspiel kein Segen. Bleibt der Kreis Gifhorn weiterhin ein flächendeckendes Feuchtgebiet, dann dürfte der Kracher-Auftakt in der 1.

Fußball-Kreisklasse 1 zwischen dem Spitzenreiter SV BW Rühen und Titelrivale SV Westerbeck am kommenden Sonntag (15 Uhr) buchstäblich den Bach runtergehen.

Das jedenfalls ließ Rühens Coach Sören Henke mit Blick auf die Bedingungen schon einmal durchblicken. „Wenn es durchregnet bis Sonnabend, wird die Partie nicht stattfinden können.“ Immerhin haben die Blau-Weißen nur ihr eines Geläuf – und das wäre beim Kick auf Biegen und Brechen auf Wochen hin ramponiert.

Die Chancen stehen also nicht sonderlich gut, dass das neue Fußball-Jahr in Rühen beginnt, wie das alte geendet hat: mit einem Heimspiel gegen den ärgsten Widersacher Westerbeck. Am 4. Dezember prallten die beiden Klassen-Giganten schon im Pokal aufeinander, die Gastgeber unterlagen 2:3 (nach 0:3-Rückstand). „Im Pokal durften sie gerne gewinnen, aber das Liga-Spiel ist unseres“, setzt Henke klare Prioritäten.

Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu wissen: Wenn der Erste auf den Zweiten trifft, ist es „zu jedem Zeitpunkt ein Sechs-Punkte-Spiel“, betont Rühens Coach. Aber ist der frühe Zeitpunkt für diesen Wegweiser denn überhaupt genehm? „Schwer zu sagen“, sinniert Henke. „Grundsätzlich wünscht man sich einen positiven Lauf vorweg, aber das geht dem Gegner genauso.“ Mit Gipfeltreffen zum Wiedereinstieg hat sein Team allerdings keine gute Erfahrungen gemacht: Vor zwei Jahren musste Rühen, damals wie heute ungeschlagener Primus, nach der Winterpause auch gleich gegen die Konkurrenten Grußendorf und Tappenbeck ran – und vergeigte es. „Wir haben immer den Rückrunden-Auftakt verpennt, das wollen wir dieses Mal anders gestalten“, meint der Herr der Blau-Weißen.

Diese bestritten am Sonntag und Montag noch zwei Testspiele gegen den MTV Hattorf (1:6) und die Landesliga-A-Jugend des SV Reislingen-Neuhaus (4:5), um wieder das Gefühl für Elf gegen Elf zu entwickeln. Auch Westerbeck würde keinen Kaltstart hinlegen, durfte sich schon im Pokal gegen Wittingen (3:5) beweisen.

SVW-Trainer Hartmut Müller kann auch gegen Rühen wieder auf die beste Offensive der Liga setzen. 66 Treffer in 14 Spielen bedeuten einen Schnitt von fast fünf Toren pro Partie. 45 davon gehen allein auf das Konto des Trios Florian Gahrmann, Lukas Sauer und Moritz Rattunde.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare