Handball – Verbandsliga Herren: MTV Embsen ist plötzlich wieder mitten drin / Wittingen will topmotivierten Gegner stoppen

Gefährlicher Abstiegskandidat

Nach zwei Heimniederlagen zuletzt wollen Jan-Philipp Goetzie (Mitte) und der VfL Wittingen die „Gelbe Hölle“ endlich wieder zur Festung machen.
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Nach zwei Heimniederlagen zuletzt wollen Jan-Philipp Goetzie (Mitte) und der VfL Wittingen die „Gelbe Hölle“ endlich wieder zur Festung machen.
  • VonChristian Thiemann
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ct Wittingen. Nicht mehr chancenlos und deshalb brandgefährlich. Der VfL Wittingen trifft heute Abend (19. 15 Uhr) auf den eigentlich schon sicher abgestiegenen MTV Embsen.

Vor einer Woche war die Lage für den MTV in der Handball-Verbandsliga jedenfalls aussichtslos. Nur sechs Punkte auf der Habenseite bedeuteten den letzten Platz, der Abstieg in die Landesliga war nur noch Formsache. Dann aber überraschte Embsen gegen das Spitzenteam aus Nienburg und drehte einen Zehn-Tore-Rückstand (!) in einen Sieg um. Zudem bekam der MTV am grünen Tisch zwei Punkte zugesprochen. Altencelle hat in der Rückserie einen Spieler eingesetzt, der in der Hinrunde bei einem anderen Verein bereits in der A- und B-Jugend aktiv war. Da Juniorenspieler nur in zwei Mannschaften pro Saison spielen dürfen, wurde Altencelles Sieg gegen Embsen kurzerhand in einen Gewinn für den Gegner umgewertet.

Der MTV schöpft gerade also wieder neue Hoffnung und wird deshalb topmotiviert in der „Gelben Hölle“ aufkreuzen. Auch durch die Hinspiel-Niederlage in Embsen ist der VfL gewarnt. „Auf dem Papier sind wir vielleicht Favorit, aber die plötzliche Chance auf den Klassenerhalt wird sie beflügeln“, ist sich VfL-Trainer Christian Gades sicher.

Auch seine Mannschaft profitierte von Altencelles Fehler, bekam einen Punkt dazu und ist deshalb jetzt Fünfter. Gades erwartet trotzdem eine ähnliche Einstellung wie im Spiel gegen den Spitzenreiter Vinnhorst: „Wenn wir diese überragende Leistung aufgreifen können, werden wir sie schlagen.“

Dass der Kopf der Spieler dabei eine große Rolle spielt, weiß Wittingens Coach: „Wir dürfen es nicht zu locker angehen und haben nach dem Hinspiel noch eine Rechnung mit ihnen offen.“ Nach zwei Heimniederlagen gegen Vinnhorst und Barsinghausen wird es zudem Zeit für den nächsten Sieg in eigener Halle. Eine kompromisslose Abwehr und schnelle Tore sollen der Schlüssel zum Erfolg sein. „Es wird einfach Zeit, dass wir uns für die letzten guten Auftritte wieder belohnen“, meint Gades, der auf die Unterstützung der Fans setzt.

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