Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz hat Respekt vor Wundertüte Lauingen/Bornum

„Gefährlich, gefährlich, gefährlich“

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Alles reinhauen: Julian Koch (M.) und der VfL Wahrenholz müssen auch gegen den SV Lauingen/Bornum am Sonntag wieder 100 Prozent in die Waagschale werfen, um den neunten Saisonsieg einzutüten. 

Wahrenholz – Womöglich hat sich Thorsten Thielemann den einen oder anderen Anhaltspunkt über die große Unbekannte schon am Mittwochabend bei der 100-Jahr-Feier seines Heimatclubs FC Brome geholt.

Um sich aber selbst ein Bild vom kommenden Gegner SV Lauingen/Bornum (gewann zuletzt 3:1 gegen den FCB) zu machen, nutzte er die Gunst der Stunde am gestrigen Feiertag und nahm den Aufsteiger aus dem äußersten Zipfel Helmstedts im Nachholspiel in Calberlah unter die Lupe. Trotz der dortigen 0:4-Pleite erwartet der Coach des hiesigen Fußball-Bezirksligisten am Sonntag (14 Uhr, Taterbusch) „eine schwere Kiste“.

Denn unabhängig vom gestrigen Match befand sich die „Wundertüte“ Lauingen/Bornum in den Vorwochen „auf dem aufsteigenden Ast“, ist auch Thielemann nicht verborgen geblieben. Seine Einschätzung daher: „Gefährlich, gefährlich, gefährlich!“ Unterstützt wird diese These durch den Fakt, dass der SVLB mit Frontmann Bernd Mittendorf (acht Saisontreffer) mit Ausnahme der Spiele bei der SV Gifhorn und in Calberlah immer getroffen hat.

Dennoch: Die weitaus erstaunlicheren wie erfreulicheren Zahlen kann selbstredend Wahrenholz vorzeigen. Am Sonntag könnten die Schwarz-Gelben nach 13 Partien auf 28 Punkte kommen mit einem Sieg – damit wäre das Top-Ergebnis der abgelaufenen Halbserie egalisiert, mit dem der VfL zum besten Rückrunden-Team avancierte. Für Thielemann wäre das angesichts der permanenten Personalrochaden und -probleme „der Wahnsinn“. Doch das Taterbusch-Team hat angesichts von nur drei Zählern Rückstand auf die Spitze Blut geleckt. „Ziel ist es, bis zum Winter oben dran zu bleiben“, verrät der Trainer. Um einen Ansporn für 2020 zu haben.

Allerdings wird der Tabellenvierte auch dieses Mal wieder basteln müssen. Abwehrchef Christopher Hartmann fällt mit einer Oberschenkel-Zerrung aus. Thielemann: „Ich habe mit unserem Physiotherapeuten gesprochen, er hat davon abgeraten, ihn einzusetzen. Damit bin ich auch immer gut gefahren, es so zu handhaben. Ich gebe den Jungs alle Zeit der Welt.“ Hinter Jan Reitmeier steht arbeitsbedingt noch ein Fragezeichen, womöglich kehrt Jonas Tetzlaff nach wochenlanger Verletzungspause in den Kader zurück.

VON INGO BARRENSCHEEN

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