Hallenfußball – Großer Germanen-Cup des FC Parsau: Vorsfelde vereitelt Hattrick

Gastgeber ärgern die Großen

Daneben! Der VfL Wittingen/S. (M. Marcel Liedtke) verfehlte gestern in Rühen das Viertelfinale recht deutlich. Fotos: Barrenscheen

Rühen. Alle Acht-ung! Jahr für Jahr war der FC Parsau als Karpfen in den Hechtteich bei seinem Germanen-Cup gesprungen – und war zuletzt stets gefressen worden.

Gestern aber bei der mittlerweile achten Auflagen des etablierten Hallenfußball-Spektakels in Rühen machten die Gastgeber ihren Freischwimmer: Einzug ins Viertelfinale!.

Ein Underdog muckt auf. Parsau blieb in der namhaft besetzten Gruppe B ungeschlagen. „Damit haben wir nicht gerechnet. Zumal wir schon vor dem letzten Spiel sicher weiter waren“, staunte Spartenleiter Paris Valais über seine verzückenden Vereinskollegen. Im Viertelfinale mussten sich die Germanen dann allerdings dem VfR Eintracht Nord Wolfsburg 3:5 geschlagen geben. „Unglücklich“, befand Valais. „Wir haben ein wenig zu überhastet agiert.“

Keine Schande, immerhin erreichte die Eintracht – die mit Ahmet Ammari auch den besten Spieler und Torschützenkönig stellte – das Endspiel. Dort verhinderte der SSV Vorsfelde durch den 3:1-Sieg den Cup-Hattrick des Titelverteidigers. „Darüber sind wir ganz froh“, grinste Valais. So muss keine neue Trophäe her. Vorsfelde hätte in den entscheidenden Momenten das Glück auf seiner Seite gehabt. Der Finalerfolg war dann verdient. Platz drei ging an den VfB Fallersleben mit dem besten Keeper Marcel Wiswedel.

Summa summarum sei der zweitägige Budenzauber „sehr rund und sehr fair“ verlaufen, freute sich der Veranstalter. „Die Zuschauerresonanz war sehr respektabel“, meinte Ingo Müller aus dem FC-Vorstand.

Ein anderes blau-gelbes Team ließ sich derweil nicht zu Höchstleistungen anspornen: Der VfL Wittingen/S. schied in der Vorrunden-Gruppe C relativ sang- und klanglos aus. Wobei die Brauereistädter mit einem Sieg im letzten Spiel gegen den TSV Hehlingen sogar noch das Viertelfinale als einer von zwei besten Gruppendritten hätten buchen können. Pustekuchen! Der doch eher lustlos wirkende VfL ging 0:4 unter. „Die Luft war raus. Vier Hallenturniere sind einfach zu viel“, befand Wittingens Coach Naim Fetahu.

Eingeleitet worden war der zweite Tag durch den Mini-Germanen-Cup. Die F-Junioren der JSG Bergfeld/Parsau/Tülau gewannen alle vier Spiele bei 28:4-Toren – Heimvorteil genutzt.

Von Ingo Barrenscheen

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