Volleyball – Bezirksliga Damen: Unerklärliches 0:3 gegen Schlusslicht

„Ganz grausig!“ VG auf Abstiegsplatz

Das ging gründlich daneben: Die Volleyball-Damen der VG Hankensbüttel-Knesebeck (r. Birte Kulinna) kassierten eine Doppelpleite und sind nun Vorletzter.
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Das ging gründlich daneben: Die Volleyball-Damen der VG Hankensbüttel-Knesebeck (r. Birte Kulinna) kassierten eine Doppelpleite und sind nun Vorletzter.

Knesebeck – Franziska Sülz fuhr ein kalter Schauer über dem Rücken. Erst während der Blackout-Begegnung gegen das Schlusslicht TSG Königslutter und dann auch noch einmal danach.

Denn der Blick auf die Tabelle der Volleyball-Bezirksliga der Damen weckte bei der Teamsprecherin der VG Hankensbüttel-Knesebeck – seit diesem Wochenende auf einem direkten Abstiegsplatz! – schaurige Erinnerungen: „Die Bezirksklasse ist echt gruselig. Das hatten wir schon einmal und wäre der Super-Gau.“ Doch durch die teils unerklärliche Doppelpleite zuhause ist dieses Szenario gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

VG Hankensbüttel-Kn. – VSG Aller-Oker 2:3

Seltsamerweise hatte sich Hankensbüttel-Knesebeck im ersten Vergleich mit dem Tabellenzweiten Aller-Oker weitaus besser verkauft, ergatterte immerhin einen Punkt. „Ich hatte gedacht, dass wir richtig einen um die Ohren gehauen kriegen. Aber das Spiel war relativ ausgeglichen. Ich hätte nicht sagen können, dass wir die schlechtere Mannschaft waren.“ Die VGHK glich zweimal einen Satz-Rückstand aus (18:25, 25:14, 23:25, 25:17), profitierte dabei auch von einer schwankenden Leistungskurve des Favoriten. Doch der Zusatz-Zähler war dem Heimteam nicht vergönnt. „Bei vielen ist in diesen Momenten das Nervenkostüm nicht da“, bedauerte Sülz.

VG Hankensbüttel-Kn. – TSG Königslutter 0:3

Was dann aber im Kellerduell gegen Königslutter passierte, raubte der Teamsprecherin fast die Worte. „Ganz grausig“, winkte Sülz völlig desillusioniert nach der unverhofften 0:3-Packung gegen den Tabellenletzten ab. Sie konnte von der Bank aus „nicht hingucken. Gefühlt war das kein Volleyball, was wir gespielt haben.“ Im dritten Satz öffnete sich dennoch die Hintertür zu einem kleinen Happy End, doch nach dem permanenten Vorsprung hätte sich das „Blatt noch gewendet“, seufzte Sülz nach dem entscheidenden 25:27 und wirkte ratlos: „Keine Ahnung, was da passiert ist!?“ Nun sei es das vordringlichste Ziel, zumindest den vorletzten Platz zu verlassen.

.  VG: Burghard, Dammann, Grabengießer, Janke, Kahlstorf, Keller, Kulinna, Löwenberger, Müller, Sülz, Wallmann, Witt, Schmerschneider.

VON INGO BARRENSCHEEN

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