Handball – Landesliga LG Herren: SG VfL mit 31:31 in Lüchow

Gades: „Punkt hart erkämpft“

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Noch einen Punkt in Lüchow gerettet: Lars Erxleben (l.) und die SG VfL-Herren spielten 31:31.

Lüchow – Die Siegesserie der Handball-Männer der SG VfL Wittingen/Stöcken ist gerissen! Man könnte behaupten, es sei ein Rückschlag im Titelkampf der Landesliga Lüneburg.

„Überhaupt nicht“, entgegnete Wittingen/Stöckens Trainer Christian Gades nach dem 31:31 (15:20) gestern Abend in Lüchow gegen die aktuell dort heimische SG Südkreis Clenze. Nach klarem Rückstand – teilweise sogar sechs Toren – kämpfte sich die SG VfL zurück.

Viermal hatten sie zuletzt gewonnen, sich damit wieder ganz oben festgesetzt. Gestern sollte es für die Brauereistädter nicht zum Sieg reichen. Für Gades aber kein Grund zur Ärgernis: „Die Jungs haben es am Ende noch gut gemacht und sich diesen Punkt hart erkämpft.“ Dazu weiß Wittingen/Stöckens Coach natürlich auch um die Heimstärke der SG Südkreis, die im Tableau weiterhin nur zwei Pluszähler hinter seiner Riege liegt.

Womöglich gab es den einen oder anderen Zuschauer, der in der 29. Minute keinen Pfifferling mehr auf die Nordkreisler gesetzt hätte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 19:13 zugunsten der Clenzer. „Wir hatten in der Abwehr lange keinen Zugriff, haben zudem im Angriff viele klare Chancen liegen gelassen“, verdeutlichte Gades. Da brachte der ordentliche Start mit einer 3:1-Führung nach drei Minuten auch nichts mehr. Mit einem 15:20-Rückstand ging es für die SG VfL in die Pause.

Gades überdachte in selbiger seine Taktik, ließ nun mit einer 5:1-Deckung agieren und Jannes Ahrens in Manndeckung nehmen. Mit Erfolg! Die Wittingen/Stöckener kämpften sich Tor um Tor heran. „Zudem haben wir auch unsere Chancen besser genutzt“, sprach der SG VfL-Dirigent speziell dem kaltschnäuzigen Kreisläufer Niklas Heinecke, immerhin fünffacher Torschütze, ein großes Kompliment aus.

Tatsächlich wendeten die Brauereistädter kurzzeitig den Spieß, als Janosch Kochale und der Ex-Clenzer Mick Hentschke (insgesamt elf Tore) zum 26:25 (44.) einwarfen. Großen Anteil daran hatte mit seinen Paraden aber auch der junge Torhüter Simon Kamke. Vier Minuten vor Ultimo glich Kochale noch einmal zum 31:31 aus. Danach passierte nichts mehr. „Vielleicht haben uns im Rückraum einfach die Alternativen gefehlt, doch auch den Punkt nehmen wir gern mit“, sieht Gades im Titelkampf nach wie vor gute Chancen.

VON FLORIAN SCHULZ

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