Handball – Landesliga Damen: Wittingen empfängt Fast-Aufsteiger Göttingen / „Wollen Maximale herausholen“

Gades muss wohl nicht, will noch nicht gratulieren

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Auf Svenja Eschert (M.) muss VfL-Trainer Christian Gades gegen Göttingen verzichten. Die Rückraummitte wird somit zur Problemzone bei den Brauereistädterinnen.

mj Wittingen. Restzweifel? Bei Christian Gades gibt es sie nicht. Mit der Frauenmannschaft der HSG Göttingen stellt sich wahrscheinlich ein künftiger Oberligist bei Handball-Landesligist VfL Wittingen (Sonnabend, 19. 15 Uhr) vor. „Göttingen ist die beste Mannschaft der Liga.

Sie hätten es verdient aufzusteigen“, sagt der VfL-Coach.

Vor allem die Offensive des Ersten beeindruckt. 559 Treffer – 31 Tore im Schnitt – sind der absolute Bestwert in der Liga. Zum guten Tempospiel käme noch die „brutale Dynamik“ in 1:1-Duellen, die die HSG nur schwer ausrechenbar macht. Neben einem guten Umkehrspiel, um Tempogegenstöße zu vermeiden, hofft Gades auf eine konzentrierte Leistung in der Abwehr.

„Wenn wir glauben, den Göttinger Positionsangriff passiv regeln zu können und nur bei sechs Metern kleben, dann werden wir gnadenlos ausgetanzt“, fordert Gades seine Mannschaft zu einer engagierten Leistung auf: „Zweikämpfe annehmen und gewinnen.“

Als chancenlos sieht Gades seine Truppe aber nicht. „Die Abwehr ist sicher nicht das Göttinger Prunkstück“, hat Wittingens Coach die Defensive als HSG-Schwachstelle ausgemacht. „Wir müssen konzentriert rangehen. Die Angriffe lange ausspielen und die Lücken nutzen“, so Gades. Einfache Fehler würden sicher gnadenlos bestraft. „Dann kann es schnell passieren, dass man hoch verliert.“

Und mit Unstimmigkeiten muss Wittingen fast schon rechnen. Mit Nathalie Glamann und Svenja Eschert fallen die beiden zentralen Rückraumspielerinnen aus. Zudem ist Leonie Kochale nicht da, Anna Sauer fraglich. „Die Lage ist nicht berauschend. Aber nun dürfen sich andere beweisen“, sagt der VfL-Coach.

Ein Vorteil hat die jetzige Ansetzung. Gades muss den Göttingerinnen wohl nicht zum Aufstieg gratulieren. Nur bei einem HSG-Sieg in Wittingen und einer Vorsfelder Pleite gegen den Letzten Liebenburg-Salzgitter wäre Göttingen bereits durch. „Es ist nicht so schön, einer jubelnden Mannschaft beim Feiern zuzugucken“, sagt Gades, der die Entscheidung herauszögern und noch nicht gratulieren möchte. „Es wird verdammt schwer. Aber wir wollen das Maximale herausholen und die letzten Spiele erfolgreich bestreiten.“

Von Matthias Jansen

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