Handball – Verbandsliga: Wittingens Coach sieht vor Rückrundenstart bei Rhumetal Parallelen zu Namensvetter Prokop

Gades hebt Welpenschutz auf: „Müssen zünden“

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Nicht nur die Leithammel Torsten Meyer (r.) und Kai Eschert (l.) sollen beim Handball-Verbandsligisten VfL Wittingen zupacken.

ib Wittingen. Die Leiden des jungen Christian P. . . Beziehungsweise Christian G. . . Genau wie sein prominenter Kollege Christian Prokop beim deutschen EM-Aus gegen Spanien hatte auch Christian Gades vier Tage zuvor leidvoll von außen mitansehen müssen, wie sich der VfL Wittingen im Verbandsliga-Gastspiel bei der HSG Nienburg II von Fehlern aus das Bahn werfen ließ und in sein Schicksal (23:31) fügte.

Deshalb hebt er vor dem Rückrunden-Start bei der HSG Rhumetal (Sonntag, 17 Uhr) den Welpenschutz auf.

Drei, vier Häuptlinge, zu wenig Indianer. Es sei schlichtweg zu dünn, „zu ausrechenbar“, wenn lediglich Spieler wie Torsten Meyer, Marten Schultze oder Kai Eschert vorangehen würden. „Wir brauchen auch die Leute, die sich bisher rausgenommen haben, was das Körperliche angeht. Die jungen Leute müssen langsam mal zünden“, verlangt Gades. Die Körpersprache zuletzt in Liebenau hatte ihm überhaupt nicht gepasst – genauso wie der Umgang mit Fehlern. „Die muss ich abhaken und wieder optimistisch an die nächste Situation herangehen.“ Was sicherlich selbst den Besten nicht immer gelingt – siehe die Bad Boys respektive Sad Boys gegen Spanien... Wenn man alles aus sich herausgeholt habe und der Gegner an diesem Tag einfach besser war, sei es problemlos zu akzeptieren, meint Wittingens Übungsleiter. „Aber sich abschlachten zu lassen, ist von außen schwierig zu verkraften.“

Auch ein Appell an den VfL. Wenn verlieren, dann mit Anstand und Würde. Logisch: Am besten soll gegen Rhumetal einer der seltenen Auswärtssiege gelingen. Denn auf den 15 erzielten Punkte aus der ersten Saisonhälfte dürfe sich der Oberliga-Absteiger und momentane Tabellensechste nicht ausruhen, unterstreicht Gades.

Wenn es spielerisch schon nicht funktioniere (was nicht weiter verwunderlich wäre, da das letzte Training im Sechs gegen Sechs von Ende September datiert), dann müsse der VfL andere Tugenden auspacken und in der Abwehr „wie Kletten an den Gegenspielern dran sein“. Rhumetal (9., 10:16-Punkte, Hinspiel 27:18) ist ganz gewiss kein Überteam. Aber ohne 100 Prozent nicht zu bezwingen.

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