Wesendorfer SC will Hinrunden-Defizite beseitigen

Fußball – IK-Team-Check Kreisliga A: „Gab noch nie Probleme bei der Stimmung“

Trotz Rang sechs hat sich das Stimmungs-Bild beim verjüngten Wesendorfer SC nicht verschlechtert. Das Team steht weiterhin zusammen. Foto: barrenscheen
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Trotz Rang sechs hat sich das Stimmungs-Bild beim verjüngten Wesendorfer SC nicht verschlechtert. Das Team steht weiterhin zusammen.
  • VonMarvin Scholz
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Wesendorf – „Wir haben schon gesehen, dass die Jungs gut Fußball spielen können. “ Hier und da ließ der Fußball-Kreisligist Wesendorfer SC um Co-Trainer Christian Müller sein Können aufblitzen. Doch nach der Hinrunde steht lediglich Platz sechs auf der Habenseite.

Sieben Spiele, sechs Punkte, nur ein Sieg. Besser als die Nullrunde bis zum Winter in der Vorsaison, aber in Schulnoten eben nur eine 4. Der direkte Abstiegsplatz ist nur zwei Zähler entfernt – das gesicherte Mittelfeld aber ebenfalls nur drei Punkte. Müller erklärt im IK-Team-Check, wie der Sprung in ruhige Gewässer klappen soll.

Entwicklung

„Es gab noch nie Probleme bei der Stimmung“, meint der Assistent von Thorsten Hahn hinsichtlich der mannschaftsinternen Entwicklung. Aber auch in diesem Zusammenhang hätten die WSC-Kicker Fortschritte gemacht. „Die Stimmung ist vor, nach und während des Spiels gut.“ Wenn es die Situation zulässt, gibt es Darts- oder andere Spielabende. Hinzu kommt das gute Verhältnis zur Reserve. Müller: „Wir sind auch schon zusammen wandern gegangen.“ Eine positive Entwicklung sieht der Assistent auch in taktischer Hinsicht. „Vor nicht allzu langer Zeit haben wir etwas defensiver mit einem 3-5-2-System agiert, wo sich immer wieder eine Fünferkette anbahnte. Dadurch, dass wir aber zu dieser Saison viele A-Jugend-Spieler hinzubekommen haben, haben wir das ganze System etwas geändert. Wir wollen einen Tick offensiver spielen und mehr Ballkontrolle haben.“ Stets variabel, gestaltet sich dies häufiger mit einer 4-2-3-1-Formation, die sich laut Müller situativ auch zu einem 4-1-4-1 oder 4-3-3 entwickeln kann. Aus einem defensiven Fünfersystem wurde also eine offensivere Viererkette.

Stärken

Der bereits angesprochene mannschaftliche Zusammenhalt definiert Müller gleichzeitig auch als große Stärke der Truppe. Überdies führte der WSC-Co-Trainer auch noch die gute Abwehrarbeit an. „Durch viele Verletzte innerhalb der Hinserie ist aber die ein oder andere Stammkraft weggefallen. Das war nicht einfach zu kompensieren“, seufzte der Coach.

Defizite

In Anbetracht der lediglich acht erzielten Saisontore, liegen die Verbesserungspotenziale für Müller auf der Hand: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. Dazu auch noch die vermehrten individuellen Fehler abstellen.“ Ende Februar 2022 will der aktuelle Tabellensechste dann wieder die Übungseinheiten aufnehmen – dann sollen auch die Defizite aufgearbeitet werden: „Es geht nur über Training, Training, Training. Wir haben uns auch schon ein wenig Gedanken über die Methoden gemacht, aber wir lassen die Jungs damit noch in Ruhe“, erklärte Müller.

Schönster Moment

Die freudigste Situation beschrieb Wesendorfs Übungsleiter im Wettbewerb, der seine eigene Gesetze schreibt: „Im Wittinger Kreispokal. Das 4:0 gegen Rötgesbüttel war schon speziell. Nach anderthalb Jahren (auch coronabedingt, Anm. d. Redaktion) haben wir mal wieder ein Spiel gewonnen. Da habe ich abermals gemerkt: Die Jungs können Fußball spielen. Das war für uns ein geiles Ding, weil wir es so nicht mehr kannten.“

Bitterster Moment

Müller fielen diesbezüglich sofort zwei Momente ein: „Gegen Westerbeck haben wir einen Last-Minute-Ausgleich kassiert und gegen Vorhop-Schönewörde musste wir erst 0:2 zurückliegen, damit wir mehrere Chancen kreieren konnten. Das 1:2 kam zu spät und in der letzten Minute klärt ein Vorhop-Spieler auf der Linie. Da habe ich gedacht: Das gibts doch nicht.“

Gewinner der Hinrunde

Schlussmann Jesse Rocksen verdient sich, angesichts seiner starken Leistungen im Tor, diese Auszeichnung. „Wir hatten ein Torwart-Problem. Zwar hat Jesse in der Jugend als Torhüter gespielt, war aber eigentlich Feldspieler. Ich habe dann mit ihm trainiert. Er war in der Hinrunde immer sehr zuverlässig und souverän. Darüber hinaus ist er auch für die Jungs ein Vorbild. Seine Stärken liegen sowohl im 1:1 als auch auf der Linie. Und weil er ja auch im Feld gespielt hat, verfügt er über ein gewisses Grundverständnis. Nun ist er Stamm-Torwart“, lobt Müller den starken Notnagel.

Es ist zweifelsohne von großer Bedeutung, dass Rocksen auch in der Rückrunde (diese soll am 24. April 2022 gegen den VfL Knesebeck starten) wieder brilliert, um den Wesendorfer Jungs wie erhofft einen Platz im Mittelfeld zu sichern.

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