Fußball - Kreisliga: Dritte schwere Verletzung

Vorhop-Schönewördes Nicolas Müller stellt sogar Karriereende in den Raum

Nicolas Müller im Zweikampf
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Aus und vorbei!? Bereits zum dritten Mal hat sich FSV-Stürmer Nicolas Müller (l.) schwer am Meniskus verletzt. Ein Karriereende schließt er nicht mehr aus.
  • VonAron Sonderkamp
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Drei Meniskus-Risse musste Nicolas Müller vom FSV Vorhop-Schönewörde bereits über sich ergehen lassen. Nach der neusten Operation stellt das Sturmjuwel des Fußball-Kreisligisten sogar sein Karriereende in den Raum.

Vorhop – Nicolas Müller scheint wahrlich vom Pech verfolgt zu sein – zumindest in Hinsicht auf Verletzungen. Bereits am ersten Spieltag der Fußball-Kreisliga Staffel A riss sich der Torgarant des FSV Vorhop-Schönewörde einen Teil seines Meniskus’ im linken Knie. Für Müller bereits die dritte Verletzung dieser Art. Deswegen steht sogar ein mögliches Karriereende erstmals im Raum!

An die entscheidende Szene aus dem ersten Saisonspiel gegen den SV Westerbeck am Sonntag, 12. September, kann sich Nicolas Müller gar nicht so recht erinnern. „Ich kann es gar nicht so genau sagen. Ich glaube, ich habe mich im Laufen vertreten. Irgendwann kam dann dieses beklemmende Gefühl im Knie. Ich konnte es nicht richtig strecken und anwinkeln. Das kannte ich leider schon“, seufzt das Sturm-Ass rückblickend.

Es ist nämlich nicht seine erste schlimme Verletzung. Sowohl der Meniskus im rechten als auch der jetzt erneut lädierte Meniskus im linken Knie wurden bereits in der Vergangenheit in Mitleidenschaft gezogen. „Vor gut zehn Jahren habe ich mir im linken Knie einen Teil vom Meniskus gerissen. Da wurde dann ein Teil rausgenommen und und ein anderer Teil wieder angenäht.“

Operation unumgänglich

Nach der Diagnose am vergangenen Montag war klar: Der angenähte Teil und noch ein bisschen mehr von dem Gelenkknorpel sind erneut gerissen. Die OP war bereits am vergangenen Donnerstag.

Eine Hiobsbotschaft, auch für den FSV-Trainer Arne Hoffart: „Das ist natürlich eine Katastrophe. Aber da müssen wir jetzt mit umgehen. Es ist schlimm, nicht nur, weil da jemand fehlt, der die Tore gemacht hat, sondern er war einfach auch eine Persönlichkeit auf dem Platz.“

Müller gibt von der Seitenlinie Tipps

Für Müller steht ein Karriereende jetzt nicht mehr außer Frage. „Ich hab damals gesagt, wenn nochmal was im Knie ist, höre ich auf meinen Körper.“ Sollte der Meniskus komplett entfernt werden, geht Müller „das Risiko nicht mehr ein. Ich bin ja auch keine 24 mehr. Es würde mir natürlich das Herz brechen, aber ich muss auch an das Leben nach dem Fußball denken“, betont der 31-Jährige.

Bereits am Montag beginnt sein Physio-Programm. Schon vier Tage nach der OP wird die Belastung auf 25 Prozent hochgefahren. Dann will Müller auch sofort wieder bei seiner Mannschaft am Platz sein. „Wenn es möglich ist, will ich zu jedem Training und jedem Spiel, damit ich den Draht nicht verliere.“ Außerdem könnte er seinen (teils noch sehr jungen) Sturm-Kollegen so auch den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben. Vielleicht kommt der FSV ja so aus der, wie Müller sie nennt, „verhexten“ Situation (drei Spiele, null Punkte) wieder heraus.

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