Fußball – Bezirksliga Meisterrunde: Mörse verhilft Wahrenholz zur Kehrtwende

Sinnfreier Tritt hilft VfL Wahrenholz auf die Sprünge

Wahrenholz Niklas Germer im Luftduell mit einem Mörser-Spieler
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Augen zu und durch... Der personell geschwächte VfL Wahrenholz (l. Niklas Germer) vergab in Hälfte eins gleich vier Hochkaräter. Nach Wiederbeginn half erst ein sinnfreier Mörser Platzverweis den Schwarz-Gelben auf die Sprünge und sie gewannen noch mit 3:1.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wahrenholz – Jede (schwarze) Serie endet einmal. So auch die Durststrecke des VfL Wahrenholz: Nach neun Jahren gewann das Taterbusch-Team erstmals wieder ein Heimspiel gegen die TSG Mörse. 3:1 (0:0) hieß es in der Meisterrunde der Fußball-Bezirksliga. Allerdings bedurfte es dafür einer Starthilfe des Gegners in Form eines absolut überflüssigen Platzverweises.


Thorsten Thielemann gab zu: „Wenn das nicht passiert wäre, ob wir dann noch einmal zurückgekommen wären, da bin ich mir nicht sicher.“ Eine Anspielung auf den Game Changer (auf gut deutsch den Wendepunkt) in der zweiten Halbzeit. Wahrenholz hatte nach Wiederbeginn überhaupt nicht in die Partie gefunden, fing sich verdientermaßen das 0:1 (53.). Doch dann ließ sich ein Mörser im Strafraum gegen Norman Balke zu einem üblen Nachtreten hinreißen. „Total dumm und unnötig. Der Ball war schon lange weg“, urteilte Thielemann. Die Doppel-Bestrafung – neben der Roten Karte verwandelte Jan-Patrick Schön den fälligen Elfmeter zum Ausgleich – hauchte dem VfL neues Leben ein. Joker Tim Pieper sorgte kurz darauf mit einem „Traumtor“ (Thielemann) aus über 25 Metern genau in den Knick für das 2:1, ehe Lars Koch den Deckel draufmachte (83.).

Trotz des zweiten Sieges im zweiten Spiel: Die schwache Phase nach der Pause ärgerte Thielemann. „Ich weiß selbst nicht warum.“ Immerhin war seine Riege vor dem Wechsel drauf und dran gewesen, in Führung zu gehen. Offensiv-Szenen hatten sich hüben wie drüben beim offenen Schlagabtausch entwickelt. Mit dem feinen Unterschied, dass die Hochkaräter ausnahmslos auf das Wahrenholzer Konto wanderten. Doch gleich viermal war kollektives Haareraufen in Schwarz-Gelb angesagt. Marlon Hanse brachte das Kunststück fertig, die Kugel am zweiten Pfosten neben das leere Tor zu schieben. Niklas Germer haderte gleich zweimal: Einmal hatte er bereits den Keeper umkurvt, sein Schuss wurde aber auf der Linie noch geklärt. Kurz darauf setzte er frei durch einen Schuss neben den Kasten. Zudem wurde ein Kopfball von Balke gerade noch so über die Latte gelenkt.

Letztlich rächte sich das nicht. Nun ist Thielemann froh über zwei Wochen Spielpause. Immerhin ging Schwarz-Gelb gestern „ein wenig am Stock. Das kommt zur rechten Zeit.“

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