Fußball: Groß Oesingerin fasst beim VfL Wolfsburg Fuß

Lenja Mia Kastner will beim VfL Wolfsburg den nächsten Schritt machen

Lenja Mia Kastner im Spiel für den VfL Wolfsburg
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Lenja Mia Kastner hat sich in der U17 des VfL Wolfsburg gut eingefunden. Jetzt will sie sich individuell weiterentwickeln.
  • VonAron Sonderkamp
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Die Groß Oesingerin Lenja Mia Kastner fasst bei den U17-Juniorinnen des VfL Wolfsburg Fuß. In der kommenden Fußballsaison will sie sich persönlich weiterentwickeln.

Groß Oesingen/Wolfsburg – Eine Wölfin aus Groß Oesingen. Lenja Mia Kastner spielt seit der Saison 2020/21 bei den U17-Juniorinnen des VfL Wolfsburg Fußball. Jetzt geht die 15-Jährige in ihre erste (vollständige) Saison mit den B-Juniorinnen. Nachdem sie sich eingelebt hat, möchte sie jetzt hoch hinaus.

Eine coronabedingt zerstückelte Spielzeit liegt hinter Lenja Mia Kastner, seit sie den Sprung aus der U15 in die U17-Mannschaft der Wölfinnen geschafft hat. Einfach war der Umstieg keineswegs. Während die Groß Oesingerin in der Saison 2019/20 noch in der C-Jugend-Kreisliga Wolfsburg-Helmstedt gegen Jungen spielte, warten mittlerweile Junioren-Bundesligistinnen.

„Man denkt vielleicht, jetzt wo man nur gegen Mädchen spielt, wird es einfacher.“ Weit gefehlt, wie Kastner erzählt. „Es wird körperbetonter und es wird viel mehr gelaufen. Auch das Niveau ist echt hoch.“ Vor allem das der gestandenen Spielerinnen. An dieses musste Kastner erst einmal herankommen. Eine große Hilfe war dabei ihr Trainer Michael Schulz. „Wie Micha uns trainiert, kommt man schon schnell auf die Ebene der Anderen.“

Ich will mich weiterentwickeln und noch selbstbewusster auf dem Platz werden. Man will nach ganz oben kommen. Aber der nächste Schritt ist erstmal die U20.

Lenja Mia Kastner, Spielerin der VfL Wolfsburg U17

In die Phase des Aufschwungs grätschte allerdings unvermittelt die Corona-Pandemie und stellte nochmal alles auf den Kopf. „Das war definitiv was Anderes. Wir hatten ja erstmal Trainingspläne für zu Hause und konnten nicht als Mannschaft trainieren. Als wir dann das erste Mal auf dem Platz standen, war es definitiv schwer.“ Anschließend seien die Fußballerinnen allerdings relativ schnell reingekommen. Die Verbundenheit zu ihren Teamkameradinnen machte Kastner ihre Eingewöhnungszeit auch deutlich einfacher. „Dadurch, dass schon die Mehrzahl der Spielerinnen bei uns geblieben ist, war es einfach. Und dadurch, dass wir die U15-Spielerinnen noch dazubekommen haben, sind wir recht schnell alle zusammengewachsen und haben eine kleine Familie aufgebaut, wie in der letzten Saison.“

Eine ihrer engsten Vertrauten ist dabei Jule Demlang, die aus dem Nachbarkreis Uelzen in die Autostadt wechselte. Bereits in der Saison 19/20 lernten die beiden sich in der U15 des VfL kennen. Nachdem Kastner ein Jahr vor Demlang in die U17 hochgezogen wurde, sind die beiden zur neuen Saison wieder vereint. Und mittlerweile sind die Beiden „nicht mehr auseinanderzubringen“, wie die Groß Oesingerin verriet.

Wenn VfL Coach Michael Schulz Anweisungen gibt, sind Jule Demlang (links) und Lenja Mia Kastner ganz Ohr.

Nachdem sich die Innenverteidigerin jetzt beim Team aus der Autostadt eingelebt hat, möchte sie individuell Fortschritte machen. „Ich will mich weiterentwickeln und noch selbstbewusster auf dem Platz werden.“ Für den Anfang denkt sie erstmal von „Saison zu Saison und von Spiel zu Spiel“. Das heißt nicht, dass der Gedanke vom Profitum nicht schon mal aufgekommen wäre. Die Ambitionen von Lenja Mia Kastner sind groß: „Man will nach ganz oben kommen. Aber der nächste Schritt ist erstmal die U20.“

Beim ersten Spieltag der B-Juniorinnen Bundesliga Nord/Nordost geht es für den VfL am Samstag, 14. August, gegen Hannover 96 (14 Uhr).

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