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Heimpremiere in der Landesliga: Wahrenholz erwartet Big Player

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Von: Ingo Barrenscheen

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Seine Vorgabe dürfte wohl wieder sehr defensiv ausfallen: Der Wahrenholzer Coach Thorsten Thielemann zog positive Rückschlüsse aus dem 5-4-1-System vom Kästorf-Pokalspiel und könnte so auch gegen den SSV Vorsfelde aufstellen.
Seine Vorgabe dürfte wohl wieder sehr defensiv ausfallen: Der Wahrenholzer Coach Thorsten Thielemann zog positive Rückschlüsse aus dem 5-4-1-System vom Kästorf-Pokalspiel und könnte so auch gegen den SSV Vorsfelde aufstellen. © Barrenscheen, Ingo

Der VfL Wahrenholz begrüßt zur Heim-Premiere in der Fußball-Landesliga einen Big Player am Taterbusch.

Wie die Zeiten sich doch ändern... Vor ein paar Jahren wäre der VfL Wahrenholz (oder andere Nordkreis-Teams) schon happy gewesen, wenn der SSV Vorsfelde ihm zu einem Freundschaftsspiel die Ehre erweist. „Jetzt kommen sie zum Punktspiel“, betont Trainer Thorsten Thielemann. Am Sonntag (15 Uhr) wird ein richtiges Großkaliber am Taterbusch vorstellig. Der Landesliga-Emporkömmling will aber nicht in Ehrfurcht erstarren, sondern sucht seine Außenseiter-Chance.

Zweite Kostprobe im neuen Abenteuerland und schon wieder so etwas wie ein Endgegner. Trotz sagenhaften 81 Punkten und 106:21-Toren stieg Vorsfelde am Ende der Vorsaison nicht in die Oberliga auf, weil der FSV Schöningen eben noch einen Tuck besser war. „Das ist schon gehobene Klasse“, verdeutlicht Thielemann. Der Kader seines Trainerkollegen Willi Feer sei durchgehend stark besetzt, daher gäbe es auch nicht die ein oder zwei Schlüsselspieler, die es auszuschalten gilt.

Bei vielen Teams hat sich gegen die oberen Mannschaften gezeigt, dass es nicht so sinnvoll ist, offensiv zu spielen.

VfL-Trainer Thorsten Thieleman zur bevorstehenden Ausrichtung gegen den SSV Vorsfelde

Nichtsdestotrotz haken die Schwarz-Gelben die Mega-Heimpremiere nicht schon von vornherein ab. „Man kann gegen jeden punkten“, meint der VfL-Coach. Dafür sollen, nach zwei Nullrunden in Liga und Pokal gegen Kästorf, auch Tore her. Zudem wollen sich die Wahrenholzer weiter an das gestiegene Niveau herantasten, die Akklimatisierung vorantreiben. Am Mittwochabend hätte seine Riege schon „20 bis 30 Prozent“ mehr abgeliefert als noch fünf Tage zuvor beim Landesliga-Start. Nun soll der Neuling möglichst wieder etwas draufpacken.

Wobei sich das Publikum wohl auf eine taktische Blaupause einstellen kann. Beim Kästorf 2.0-Match hatte Thielemann erstmals bewusst ein 5-4-1-System gewählt. „Wir haben unsere ersten Schlüsse gezogen durch Spielbeobachtungen und die Videos auf fussball.de. Bei vielen Teams hat sich gegen die oberen Mannschaften gezeigt, dass es nicht so sinnvoll ist, offensiv zu spielen. So kann man ihnen mehr wehtun, wenn man kompakt steht“, erläutert Thielemann. Vermutlich auch das Patentrezept gegen Vorsfelde.

Mit Chris Neuschulz, Daniel Müller, Dorian Henneicke, Jannik Vespermann und Jan Reitmeier stehen wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung.

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