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Nächstes Big Point-Heimspiel für Landesligisten VfL Wahrenholz

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Von: Ingo Barrenscheen

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Sie wollen im Heimspiel wieder die (Luft-)Hoheit gewinnen: Die Wahrenholzer Kicker (r. Niklas Germer) streben drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt an.
Sie wollen im Heimspiel wieder die (Luft-)Hoheit gewinnen: Die Wahrenholzer Kicker (r. Niklas Germer) streben drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt an. © Barrenscheen, Ingo

Nach dem jüngsten Erfolg über Lehndorf will der Fußball-Landesligist VfL Wahrenholz das nächste Sechs-Punkte-Spiel am Taterbusch für sich entscheiden.

Blinder Aktionismus darf es nicht werden. Aber zumindest wird der VfL Wahrenholz ein Stück weit von seiner oft abwartenden Herangehensweise im neuen Betätigungsfeld Fußball-Landesliga abweichen müssen, um am Sonntag (15 Uhr) im nächsten Big Points-Heimspiel gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen den zweiten Saisonsieg einzustreichen.

Denn auf der anderen Seite wird, da ist sich Trainer Thorsten Thielemann nach seiner Spionage-Tour sicher, ein Wahrenholzer Double stehen. Kompakt defensiv sortiert, lauernd auf Konter. Diese Blaupause des eigenen Auswärts-Habitus gilt es zu matchen. Mit einer „kontrollierten Offensive“, umreißt der VfL-Leitwolf die angedachte Ausrichtung gegen den unmittelbaren Tabellen-Konkurrenten. Thielemann betont: „Wir müssen auch etwas anbieten. Es kommen Mannschaften, da kannst du dich nicht nur hinten reinstellen.“

Wir müssen auch etwas anbieten. Es kommen Mannschaften, da kannst du dich nicht nur hinten reinstellen.

Der Wahrenholzer Trainer Thorsten Thielemann

Prinzipiell immer gültig ist die Herangehensweise, „alles reinzuschmeißen und 120 Prozent zu geben“. Nur so kann der krasse Außenseiter im Abenteuerland Landesliga auf Dauer bestehen. „Bisher haben wir uns super verkauft“, geht Thielemanns Daumen bei der Bestandsaufnahme nach sieben Spieltagen kerzengerade nach oben. Ein Sieg wie im vergangenen Heimspiel gegen Lehndorf (1:0) wäre „ein Traum“. Damit könnte Schwarz-Gelb die Abstiegszone vielleicht ein klein wenig distanzieren.

Dennoch ein schwieriges Unterfangen gegen den Tabellen-15., der seine beiden Saisonerfolge in der Fremde feierte und über gute Einzelspieler verfüge, „die ein Spiel allein entscheiden können“. Kapitän Kevin Becker, Ladushan Ravindran und Stürmer Jannik Meck bilden die Achse beim TSV. Hinten drin stehen zwei klassische 1,90 Meter-Löken in der Innenverteidigung. „Hilfreich wäre, wenn wir früh in Führung gehen könnten.“

Beim Blick auf das eigene Personal würden sich die Reihen „langsam lichten“, sagt Thielemann. Ob die wieder eingestiegenen Julian Koch und Marten Richter mitwirken können, wird sich zeigen.

Der Gegner TSV La/Seu: Ein Dorfverein mit Vorbild-Funktion

In gewisser Hinsicht hat der TSV Landolfshausen/Seulingen Vorbild-Funktion für den VfL Wahrenholz. Denn der 2018 gegründete Fusions-Klub ist ein Parade-Beispiel dafür, dass auch auf dem Dorf langfristig Landesliga gespielt werden kann. Seit dem Aufstieg 2014 (damals noch als eigenständiger TSV Landolfshausen) hält sich der Göttinger Vertreter beharrlich in der 6. Liga Deutschlands – mal im gesicherten Mittelfeld, mal haarscharf über der Abstiegszone. 2007 hatte das Vorgänger-Modell schon einmal als Bezirksliga-Meister angeklopft – übrigens mit dem heutigen Trainer Florian Jünemann als Spieler. In den vergangenen drei Spielen haben die Blau-Rot-Weißen um Kapitän Kevin Becker (über 50 Oberliga-Einsätze) immer mindestens zweifach getroffen. Vor dieser Spielzeit kamen sieben Neuzugänge, die bislang auch viel Einsatzzeit erhielten. Darunter Student Maximilian Purschke (vorher MTV Isenbüttel), Hendrik Ziegner (Oberliga-erfahren mit SVG Göttingen) und Torwart Aleksandar Stankovic (vorher SC Hainberg).

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