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Das ging fix: Ludwig übernimmt den Fußball-Landesligisten VfL Wahrenholz

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Von: Ingo Barrenscheen

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Schwarz-Gelb hat es schwarz auf weiß: Sebastian Ludwig (r.) wird offiziell ab dem 1. Januar 2023 den Cheftrainer-Posten beim Fußball-Landesligisten VfL Wahrenholz um Spartenleiter Jan Schöbel übernehmen. Aber seine Arbeit fängt jetzt schon an.
Schwarz-Gelb hat es schwarz auf weiß: Sebastian Ludwig (r.) wird offiziell ab dem 1. Januar 2023 den Cheftrainer-Posten beim Fußball-Landesligisten VfL Wahrenholz um Spartenleiter Jan Schöbel übernehmen. Aber seine Arbeit fängt jetzt schon an. © Privat

Die Suche nach einem neuen Cheftrainer beim Fußball-Landesligisten VfL Wahrenholz hat schnell zum Erfolg geführt: Sebastian Ludwig folgt auf Thorsten Thielemann.

Das IK war auf der richtigen Fährte: Der neue Cheftrainer des Fußball-Landesligisten VfL Wahrenholz heißt Sebastian Ludwig! Nachdem sich Spartenleiter Jan Schöbel noch am Sonntag bedeckt gehalten hatte, bestätigte der Verein nunmehr den Namen. Am Montagabend seien letzte Details geklärt und alles „festgezurrt“ worden, erklärte Schöbel. Ludwig wird offiziell zum 1. Januar 2023 seinen Job antreten. Damit hat der Aufsteiger nur knapp zwei Wochen nach der Trennung von Thorsten Thielemann in Windeseile ein Nachfolge-Paket geschnürt.

Es funkt auf Anhieb

Dabei hatte der Fußball-Frontmann nach der Demission des bisherigen Leitwolfs erklärt, es solle keinen Schnellschuss bei der Trainersuche geben. Doch plötzlich ging alles „sehr, sehr schnell“, gesteht auch Schöbel. „Ich bin ganz ehrlich: Das hätte ich auch nicht gedacht vorher.“ Das erste Sondierungs-Gespräch mit dem in Wagenhoff wohnhaften Coach hätte direkt gematcht, wie es neudeutsch so schön heißt. Zudem waren sich die Wahrenholzer des Umstands bewusst, dass auch viele andere Klubs gerade händeringend auf der Pirsch sind. „Aber unabhängig von der Konkurrenz hätten wir uns sowieso für ihn entschieden“, bekräftigte der VfL-Vorreiter. Ludwig sei nicht der einzige kontaktierte Kandidat gewesen, wäre aber durch die auf Anhieb passende Chemie „auf die Nummer 1-Position gerückt“, so Schöbel. „Wir waren uns einig, bei ihm passt das Gesamtpaket, da wollten wir nicht viel Zeit verstreichen lassen.“

„Nicht lange überlegt“

Das beruhte auf Gegenseitigkeit. Aus fünf Tagen Bedenkzeit seien am Ende nur zwei geworden, dann sagte er zu, unterstreicht Ludwig seinerseits. Für ihn kam das Angebot unverhofft, nachdem er kurz zuvor beim Bezirksliga-Absteiger MTV Gamsen gehen musste. „Dass dann ein Landesligist kommt, damit rechnet man nicht. Auch wenn es andere Angebote aus dem Gifhorner Raum gab, überlegst du als junger Trainer nicht lange, wenn du so eine Chance kriegst.“ Zumal er in Wahrenholz eine tolle Perspektive sieht.

Passion trifft Taktik

Aber was hat das Gremium um Schöbel, Torwarttrainer Olaf Pieper und Betreuer Marko Hartmann konkret so begeistert an dem Thielemann-Erben, der zuletzt mit dem MTV Gamsen aus der Bezirksliga abgestiegen war und dann dort im Herbst gehen musste? „Sebastian brennt für Fußball und die Aufgabe bei uns. Das hört man bei jedem Satz raus. Da kommt Feuer für Fußball rüber. Wenn es sich so bestätigt, wird es eine gute Zusammenarbeit.“ Trotz seiner noch relativ jungen 38 Jahre und einer bislang fehlenden Trainer-B-Lizenz (die er nächstes Jahr angehen will) hätte Ludwig bei der Perspektiv-Runde auch mit seinem Fachwissen und der Spielidee überzeugt. „Er hat uns aufgezeigt, was er mit uns vorhat, und zwei, drei favorisierte Spielsysteme – also nicht nur einen Plan A. Es ist auch sehr interessant, was er selbst als Spieler noch taktisch aus der Jugendzeit mitgenommen hat, er hatte dort tolle Trainer.“ Der künftige VfL-Dirigent spielte in den Nachwuchsleistungszentren des VfL Wolfsburg und von Eintracht Braunschweig.

Und auch eine andere Wunsch-Komponente bringt der neue starke Mann an der Seitenlinie mit, der zumindest als Kicker schon in der Landesliga beim SSV Kästorf Erfahrungen sammelte: den Spirit des kleinen Dorfvereins. „Er hat extrem betont, dass er eine Mannschaft sucht, die über Geschlossenheit und Intaktheit kommt. Wo nicht gleich alle nach dem Spiel die Sporttasche packen“, erklärte Schöbel.

Trio entscheidet, Team steht dahinter

Das Votum pro Ludwig hätte im übrigen voll und ganz beim Führungs-Trio gelegen. Wobei der Mannschaftsrat vor der Vollzugs-Meldung aber eingeweiht und ein Meinungs-Bild abgeklopft worden sei, so der Spartenleiter. „Wir haben den Namen anklingen lassen. Lars Koch hat noch zusammen mit ihm in Kästorf gespielt. Die Spieler tragen die Entscheidung vollkommen mit.“

Gleich mit nach Hainberg

Wenngleich der neue Hoffnungsträger erst im neuen Jahr voll einsteigt, so soll es schon alsbald erste Kennenlern-Treffen mit dem Kader geben. Ludwig hätte bereits signalisiert, auch mit zum letzten Spiel 2022 beim SC Hainberg fahren zu wollen. Für den Anfang schon einmal kein schlechtes Identifikations-Indiz mit dem neuen Klub. Ob es zwischen Wahrenholz und Ludwig tatsächlich so richtig matcht, wird sich dann ab der Rückserie herauskristallisieren.

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