Fußball-Kreisligist FSV Vorhop-Schönewörde präsentiert neuen Coach

Kreisligist FSV Vorhop-Sch. holt Trainer Peter Dierks!

Der neue Fußballlehrer: Peter Dierks soll den Fußball-Kreisligisten FSV Vorhop-Schönewörde in die Erfolgsspur bringen.
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Eine Herzensangelegenheit: Peter Dierks springt beim FSV Vorhop-Schönewörde als Interims-Coach ein.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Vorhop - Das neue Jahr 2022 beginnt schonmal vielversprechend! Der Fußball-Kreisligist FSV Vorhop-Schönwörde verpflichtet jüngst den Interims-Coach Peter Dierks. Dieser soll das Keller-Kind zurück in die Erfolgsspur bringen.

Wozu alte Seilschaften doch gut sein können... Wie jedes Jahr rief Stefan Müller Ende letzten Jahres seinen einstigen Mentor Peter Dierks zum Geburtstag an. Aus Glückwünschen hat sich potenziell ein Glücksfall für den FSV Vorhop-Schönewörde entwickelt: Denn das Telefonat hat dem abstiegsbedrohten Fußball-Kreisligisten, zumindest vorübergehend, die gewünschte Lösung auf dem verwaisten Trainerposten beschert. Dierks führt, nach der Trennung von Arne Hoffart, in der Rückserie die Rettungs-Mission bei den Kanal-Kickern an!

Durchaus eine überraschende Variante. Das bestätigt der FSV-Vorsitzende Nicky Urbanitsch, der den Deal mit seinem Mitstreiter Müller einfädelte. „In Vorhop hat damit keiner gerechnet.“ Und doch macht sie, historisch betrachtet, Sinn. Für den Trainer-Fuchs heißt dieser unverhoffte Wiedereinstieg im Grunde: zurück zu den Wurzeln. Im doppelten Sinne. Dierks prägte einst zunächst die goldenen Jahre Ende der 80er/Anfang der 90er beim TSV Schönewörde mit dem Sprung in die Bezirksklasse – und schaffte im Anschluss auch mit dem VfL Vorhop den Aufstieg in die Kreisliga.

Nun, gut drei Jahrzehnte später, soll er diese Klassen-Zugehörigkeit für die mittlerweile fusionierten Fußball-Dörfer bewahren. „Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen“, bekräftigt Urbanitsch. Schon als der VfL vor Jahren einen Feuerwehrmann nach der Demission von Thorsten Thielemann suchte, hatte der Vorsitzende ihn kontaktiert. Damals noch ohne Erfolg. Nicht so anno 2022.

Engagement „aus alter Verbundenheit“

Die FSV-Führung ist happy über diesen Freundschaftsdienst „aus alter Verbundenheit“, so Urbanitsch. „Ich traue Peter das zu.“ Wenngleich eine ähnliche Aushilfe von Dierks 2018 beim VfL Wittingen/S. mit dem Abstieg endete. Doch die Gespräche über seine Herangehensweise kamen beim Team bestens an. „Es gab die Rückmeldung: Das ist genau das, was wir jetzt machen müssen“, bekräftigt der Vereinschef. Auch FSV-Spieler Sandro Kaprolat, den Dierks schon in der Jugend coachte, schwärmte in höchsten Tönen von seinem Ex-Übungsleiter. „Damit waren meine Bedenken, dass ein Trainer alter Schule nicht fruchten könnte, ad acta gelegt“, so Urbanitsch.

Als Co-Trainer wird Jan Henneicke dem 67-Jährigen zur Seite stehen. Logisch: Zwischenzeitlich hätte es auch Überlegungen zu einer internen Lösung im Raum gestanden, verriet Urbanitsch. Doch von solchen Konstrukten sei er „kein Freund. Mein Bauchgefühl hat gesagt: Wir brauchen einen Trainer von außerhalb. Und nicht den Kumpel von den Spielern.“ Es gehe zuvorderst darum, dass das Team dieses Mal – anders als vor dem Saisonstart – „aus der Pause rauskommt. Da muss ein Trainer stehen, der die Jungs richtig anpackt.“

Dierks will Vorhop-Schönewörde ab dem 13. Februar – dann beginnt die Vorbereitung – für die sieben Endspiele Beine machen. Und dem künftigen, langfristigen FSV-Dirigenten (siehe Info-Kasten) die Kreisliga als Erbe überlassen.

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