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Fußball-Kreisliga: Wittingen nach 0:5 „am Boden“

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Von: Aron Sonderkamp

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Dritte herbe Klatsche in Folge: Der VfL (unten Frederick Heinrichs) verlor in der Fußball-Kreisliga mit 0:5 gegen Hillerse II, obwohl die Mannschaft von Trainer Peter Grünheid sich nicht aufgab.
Dritte herbe Klatsche in Folge: Der VfL (unten Frederick Heinrichs) verlor in der Fußball-Kreisliga mit 0:5 gegen Hillerse II, obwohl die Mannschaft von Trainer Peter Grünheid sich nicht aufgab. © Manfred Gades

senhagener Land – Mit 0:5 kommt der VfL Wittingen/Suderwittingen am dritten Spieltag der Fußball-Kreisliga gegen den TSV Hillerse II zum dritten Mal unter die Räder. Der SV BW Rühen erlebt ein kleines Déjà-Vu zur Partie unter der Woche – mit besserem Ausgang. Der VfL Knesebeck knüpft dem FC Schwülper einen Zähler ab, während der TSV Brechtorf und Wesendorfer SC beide jeweils mit 1:4 verlieren.

TSV Vordorf - Wesendorfer SC 4:1 (2:1)

Eigentlich fing die Partie gut an. Der WSC ging bereits nach sieben Minuten durch Noah Ehmke mit 1:0 in Führung. „Danach haben wir eine gute Chance auf das 2:0. Aber Ole Staschik hat den Ball aus rund fünf Metern leider nicht getroffen“, trauerte WSC-Coach Christian Müller der verloren gegangenen Chance ein wenig hinterher. Dann wurde es bitter für die Gäste. Innerhalb von fünf Minuten drehte der TSV die Partie – beide Male nach gleichem Muster. Wesendorf verlor den Ball nach eigenen Standards, beide Male rutschte Pechvogel Jonathan Ehmke aus und beide Male klingelte es im Kasten.

„Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel verloren“, war sich Müller sicher. „Wir hatten uns nach dem Seitenwechsel ein bisschen was vorgenommen. Das haben wir aber nicht auf den Platz gebracht. Wir hatten, glaube ich, nicht eine Chance. So ist das Ergebnis auch in der Höhe schon verdient“, resümierte Müller, nachdem sich der WSC noch zwei weitere Tore fing.

Darüber hinaus trat die Müller-Elf mit Hannes Kasten, Alexander Batt und Julian Hoppe mit drei Akteuren aus der zweiten Mannschaft an. „Wenn dir acht bis zehn Spieler fehlen, ist das hart. Und es wird nächste Woche nur noch schlimmer, weil noch mehr Leute fehlen“, blickt Müller düster auf das kommende Wochenende.

SV BW Rühen - SV Leiferde 4:1 (3:0)

Déjà-Vu-Erlebnis bei den Blau-Weißen. Nach dem furiosen Start und blitzschneller 3:0-Führung unter der Woche gegen Meinersen (das IK berichtete) ging Rühen gegen den SVL am gestrigen Sonntag ähnlich schnell mit 3:0 in Front. „Beim ersten Tor haben wir auf die Uhr geschaut. Das hat ein paar Minuten länger gedauert als gegen Meinersen“, musste auch Co-Trainer Rene Boße schmunzeln, wohlwissend, dass seine Mannschaft am vergangenen Mittwoch eine 3:0-Führung zu einem 3:4 aus der Hand gegeben hatte. Gegen Leiferde sollte es anders laufen. „Wir haben es richtig gut gemacht in der ersten Halbzeit. Leiferde hat keine Chance zustande gebracht. Wir standen richtig konsequent hinten. Außerdem sind wir ruhig geblieben.“ So ging Rühen nach Toren von Conner Drechsler, Maximilian Knorr und Darius Delau mit 3:0 in die Pause.

„Da haben schon die Ersten gesagt: Das hatten wir doch Mittwoch schon. Ich hab dann aber gesagt: Heute ist ein anderer Tag.“ Auch wenn der SV BW nach dem Seitenwechsel etwas schwamm. „Wir haben ein bisschen was zugelassen, dann haben wir auch das Gegentor bekommen. Aber das haben wir gut wieder hinbekommen, sind ruhig geblieben und haben dann auch nix mehr anbrennen lassen.“ Tino Kupka machte mit seinem 4:1 dann den Deckel drauf.

VfL Wittingen/S. - TSV Hillerse II 0:5 (0:1)

Dritte Jagdreise in Folge. Nach dem 0:5 gegen den TSV steht der VfL mit null Punkten und 3:18 Toren am Tabellenende. „Natürlich sind wir jetzt am Boden. Das war nochmal ein Tiefschlag. Da fehlen mir auch ein bisschen die Worte“, war Trainer Peter Grünheid merklich betroffen. Nach nur 13 Minuten gerieten die Brauereistädter in Rückstand. „Da haben wir selber die Möglichkeit, gefährlich zu flanken und rennen dann in einen Konter“, fasste Grünheid zusammen.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann etwas kurios. „Es kam zu einem Zweikampf in unserem Strafraum. Der Schiedsrichter pfeift, wir hören auf zu spielen und der Ball kullert ins Tor. Und es hat gezählt, obwohl das Spiel meiner Meinung nach unterbrochen war“, war auch der VfL-Coach ratlos. Der Schiedsrichter wollte wohl Elfmeter geben, wie Grünheid anmerkte, entschied sich aber wohl doch dagegen. „Das hat uns dann natürlich runtergezogen.“

„Wir haben dann versucht, uns zu wehren. Es hat sich keiner aufgegeben. Aber nach dem dritten Tor ging dann nichts mehr“, schloss Grünheid ernüchtert.

VfL Knesebeck - FC Schwülper 2:2 (2:0)

Das sah lange nach einer Überraschung aus. Der VfL ging in der ersten Halbzeit gegen den bis dato verlustpunktfreien FCS bereits nach sechs Minuten nach einem Standard in Führung. Nach rund 20 Minuten legten die Einhörner per Konter nach. „Wir hatten dann noch einige Konter. Wenn wir die sauberer fahren, steht es vielleicht 3:0. Dann ist das Spiel zwar immer noch nicht durch, aber es sieht schonmal besser aus“, haderte VfL-Coach Jan Rinkel etwas mit der Chancenverwertung. So kam, was der Trainer bereits befürchtet hatte.

„Zur Halbzeit haben sie noch Lauritz Macht eingewechselt. Du kannst dann die Schwülper-Offensive nicht 90 Minuten kaltstellen.“ Die Gäste schossen den Anschluss und glichen schließlich auch noch aus.

„Das Ergebnis schmeckt schon, aber es ist ein hin und her, weil wir eben 2:0 geführt haben.“ Rinkel weiter: „Ich bin aber stolz auf die Jungs. Es ist ein bisschen schade, dass wir noch ohne Sieg dastehen. Aber wir sind seit dem Aus im Pokalhalbfinale gegen Rühen im letzten Jahr nach meiner Rechnung mit Pflicht- und Testspielen seit 17 Spielen ungeschlagen. Das ist eher meine Rechnung als die drei Punkte.“

TSV Brechtorf - SV Triangel 1:4 (1:2)

„Die ersten 15 Minuten waren wir gar nicht dran. Wir hatten Fehlpässe und haben kein gutes Spiel gemacht“, ärgerte sich TSV-Coach Andre Bischoff. So lagen die Grün-Weißen schon nach fünf Minuten mit 0:1 hinten. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Kapitän Miguel Sartori und musste ausgewechselt werden, ehe die Gäste auf 2:0 davonzogen. „Dann kommen wir mit dem 1:2 durch Hendrik Lange wieder ran, haben nach der Pause direkt drei gute Chancen durch Nico-Pascal Dembowski, Lennard-Marten Fricke und Alexander Littau“, rekapitulierte Bischoff. Keine fand ihren Weg ins Tor, so ging der TSV mehr Risiko und fing sich noch zwei Tore.

„Wir haben im Moment echt personelle Probleme. Es sind sehr viele Angeschlagene dabei. Es haben auch drei von der Zweiten ausgeholfen. Das ist natürlich was anderes, wenn du nach einer Trainingswoche mit vollem Kader ins Wochenende gehst“, kam für Bischoff erschwerend hinzu.

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