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Unerwartet deutliches 5:1 - Knesebeck seziert Brechtorf

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Von: Ingo Barrenscheen, Marvin Scholz

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Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Einhörnern: Der VfL Knesebeck (4. v. r. Eröffnungs-Torschütze Andre Haven) fertigte den TSV Brechtorf (hinten Martin Ulbrich) klar mit 5:1 ab und überholte den Aufsteiger im Klassement.
Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Einhörnern: Der VfL Knesebeck (4. v. r. Eröffnungs-Torschütze Andre Haven) fertigte den TSV Brechtorf (hinten Martin Ulbrich) in der Fußball-Kreisliga klar mit 5:1 ab und überholte den Aufsteiger im Klassement. © Ingo Barrenscheen.

Isenhagener Land – Langsam, aber sicher fristen der Wesendorfer SC und VfL Wittingen/S. nach ihren neuerlichen Niederlagen in der Fußball-Kreisliga am gestrigen Sonntag ein einsames Dasein am Tabellenende. Hingegen setzte der VfL Knesebeck zum Überholmanöver an.

Wesendorfer SC – TSV Hillerse II 0:4 (0:2)

Au weia... das war ein Satz mit x. Schon vor dem Spiel musste Wesendorf-Coach Christian Müller krankheitsbedingt auf einen seiner Spieler verzichten. Und auch in der Partie selbst gab es nichts Positives zu berichten: „Wir haben über die gesamten 90 Minuten nicht einen Schuss aufs Tor gebracht. Es hat überhaupt nichts geklappt und wir waren überhaupt nicht auf dem Feld“, schnaufte der Übungsleiter mächtig durch. In Halbzeit zwei dasselbe Bild: nichts wollte funktionieren. Und als ob der Sonntag nicht schon gebraucht genug gewesen wäre, kam noch ein Schreck-Moment hinzu: „Mein Spieler hat sich im Pressschlag gegen einen Hillerse-Spieler verletzt. Der Krankenwagen musste kommen – jetzt besteht der Verdacht auf einen Mittelfußbruch...“ Es war also nicht nur sportlich ein grausamer Tag für den WSC.

SV BW Rühen – TSV Vordorf 4:1 (1:0)

Viel besser hätte der Nachmittag gar nicht laufen können. „Die Art und Weise hat mir gefallen und es war eine gute Reaktion“, bekräftigte Rühens Übungsleiter Jörg Jennerich. Schon zur Halbzeit lag die Heim-Riege verdient mit 1:0 in Front. „Dazu haben wir zwei Riesen-Dinger ausgelassen“, skizzierte der Frontmann die Dominanz. Nach der Pause musste das Team aber einen unglücklichen Gegentreffer hinnehmen. „Zu dem Zeitpunkt waren wir einmal unaufmerksam“, beklagte Jennerich. Fortan mussten sich die Blau-Weißen beim Keeper Florian Harries bedanken, der seine Mannschaft in der Partie hielt. Rühen zeigte aber im weiteren Verlaufe absolute Charakterstärke und stellte auf 2:1. Jannik Thielemann war es dann, der den Deckel draufsetzte und seinen Doppelpack schnürte. „Mir haben die ganze Moral und Einstellung super gepasst. Das war richtig mega“, grinste Coach Jennerich über das ganze Gesicht.

VfL Knesebeck – TSV Brechtorf 5:1 (3:1)

„Dieses Ergebnis habe ich selbst nicht erwartet. Aber bei uns ist der Knoten geplatzt“, fasste Knesebeck-Trainer Jan Rinkel zusammen. Mit einer spielerischen Dominanz traten die Einhörner auf. „Wir sind gut aufgetreten und gingen verdient mit 2:0 in Front.“ Auch nach dem Pausentee war die Heim-Mannschaft bestimmend. „Doch Brechtorf hat alles probiert, sie sind mit drei bis vier Männern vorne angelaufen, aber die Drang-Phase haben wir überstanden“, freute sich Rinkel. Brechtorf bot aus Rinkels Sicht nichts Einfallsreiches. Angesichts dessen fiel das Fazit des Knesebecker Übungsleiters recht positiv aus: „Mir hat die Einstellung super gefallen. Wir waren von der ersten Sekunde an auf dem Platz. Außerdem waren wir sehr effizient.“

Ähnlich rekapitulierte es auch TSV-Trainer Andre Bischoff: „Knesebeck war besser, sie haben die Situationen besser gelöst und der Sieg geht völlig in Ordnung.“ Grundsätzlich habe die Auswärts-Riege Probleme mit dem Rasen gehabt: „Wir wollten es immer hinten rausspielen, das war aber auf dem Untergrund schwer. Knesebeck hat es schnell nach vorne gespielt.“ Und wählte somit die erfolgreichere Option. Der frühe Rückstand hat Bischoff letztendlich aus dem Konzept gebracht. „Dazu kam, dass wir in Halbzeit zwei einen Elfmeter verschossen haben.“ Brechtorf verpasste somit das 3:2. Und damit eine mutmaßliche Aufholjagd. Schlussendlich setzte Knesebeck den Deckel drauf und überwand den Brechtorfer Keeper noch zweimal. „Trotzdem war es eine mentale Steigerung von uns – unser Vornehmen haben wir aber nicht umgesetzt.“

VfL Wittingen/Suderw. – MTV Gamsen 0:2 (0:0)

Trotz der zehnten Niederlage im zehnten Saisonspiel war Trainer Peter Grünheid nach eigenem Bekunden ziemlich stolz auf seine Wittinger Mannschaft. Denn diese musste letztlich durch die On Top-Streichkandidaten Rene Schnöckel und Marven Stegmann über zehn Ausfälle gegen den Topfavoriten aus Gamsen kompensieren und hielt 69 Minuten lang dennoch die Null. Grünheid: „Wir hatten wirklich das aller-allerletzte Aufgebot. Die haben sich an uns die Zähne ausgebissen. Daher können wir ihnen nicht böse sein, sondern eher stolz, wie sie Paroli geboten haben.“

Gamsen hatte in einer ersten Hälfte eine tausendprozentige Kopfballchance verpasst, aber auch Moritz Thiele wurde bei einem der wenigen Nadelstich-Konter gerade noch so ausgebremst. Dann passten die Brauereistädter einmal auf der Außenposition nicht auf, die Flanke rutschte zu Kamil Pawlak durch, der zum 0:1 traf. Das Notaufgebot, später mit drei Einwechselspielern aus der Zweiten, warf alles nach vorne und kam durch einen Freistoß von Marcel Kersten und einen zu drucklosen Kopfball von Leotrim Kastrati auch zu Ausgleichschancen. Doch letztlich machte Lennard Emmermann den Sack zu. Das pikanterweise die beiden Ex-Wittinger die Tore für den MTV erzielten, war Grünheid „persönlich völlig wurscht. Das sehe ich leidenschaftslos.“

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