SVGO will oben dranbleiben, Wesendorf Wiedergutmachung

„Es ist das einzige richtige Derby zurzeit“: WSC erwartet Groß Oesingen

Was er wohl dieses Mal von seinem WSC zu sehen bekommt? Wesendorfs Interimscoach Christian Müller (l.) erwartet eine Trotzreaktion nach dem 1:6-Debakel von Westerbeck im Derby der Fußball-Kreisliga gegen den SV Groß Oesingen.
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Was er wohl dieses Mal von seinem WSC zu sehen bekommt? Wesendorfs Interimscoach Christian Müller (l.) erwartet eine Trotzreaktion nach dem 1:6-Debakel von Westerbeck im Derby der Fußball-Kreisliga gegen den SV Groß Oesingen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Es ist zurzeit das einzige richtige Lokalderby für beide Klubs in der Fußball-Kreisliga: Der Wesendorfer SC und SV Groß Oesingen kämpfen gegeneinander um Punkte und Prestige.

Potenziell bis zur nächsten Saison müssen die Kreisligisten Wesendorfer SC und SV Groß Oesingen noch auf ein Mitglied aus dem fußballerischen Prestige-Dreieck verzichten, hat sich der VfL Germania Ummern zwischenzeitlich doch in die Bezirksliga verabschiedet. Insofern haben die direkten Duelle untereinander noch einmal an der ohnehin großen Bedeutung gewonnen. Am Sonntag (15 Uhr) stehen insofern nicht nur drei Punkte auf dem Spiel. Sondern auch regionales Renommee.

„Es ist das einzige richtige Derby, seitdem Ummern aufgestiegen ist“, pointiert Oesingens Coach Torben König. Auch wenn sein Klub von Ursprungs eher die größere Rivalität zu den Germanen hatte, „so will man natürlich auch kein Derby gegen Wesendorf verlieren“. Das sieht sein WSC-Pendant Stefan Müller genauso. „Natürlich hat das ein bisschen Brisanz, gerade weil es derzeit das Einzige ist. Und natürlich sind alle heiß.“

Natürlich sind wir auf dem Blatt Papier Favorit. Aber wir müssen einiges liefern, um die Punkte mitzunehmen.

Groß Oesingens Trainer Torben König vor dem Derby

Wobei die Rollen, rein nach Arithmetik, klar verteilt sind. Der SVGO nennt mehr als doppelt so viele Punkte nach zehn Spieltagen sein Eigen. „Natürlich sind wir auf dem Blatt Papier Favorit. Aber wir müssen einiges liefern, um die Punkte mitzunehmen.“ Auch Müller sagt: „Wir wären mit jedem Punkt zufrieden.“ Wesendorfs Interimscoach will aber vor allem eine vernünftige Einstellung von seinen Mannen sehen. Anders als beim 1:6-Debakel zuletzt in Westerbeck, der den Aufschwung jäh unterbrach. „Ich hoffe, dass das nur ein Spiel war. Es geht darum, am Sonntag eine Reaktion zu zeigen. Alles in die Waagschale zu legen, um den Lapsus wettzumachen.“ Groß Oesingens Übungsleiter geht angesichts dieser Vorgeschichte fest davon aus, dass der Kontrahent schwer zu bespielen sein wird. „Sie sind ein bisschen unter die Räder gekommen, aber so etwas blendet man im Derby schnell wieder aus. Was gibt es Schöneres für sie, als uns zu ärgern.“ Das will der Tabellenzweite zu verhindern wissen, um den Druck auf den punktgleichen Primus Rühen hochzuhalten. König kündigte an: „Wir werden wieder versuchen, unser Spiel durchzudrücken.“

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