Hoffart-Team sendet Lebenszeichen, Wesendorf hadert

Big Points im Kellerduell gegen WSC: FSV Vorhop-Schönewörde darf wieder hoffen

Der FSV Vorhop-Schönewörde (M. Sumud Mohammed) sendete in der Fußball-Kreisliga A Gifhorn ein Lebenszeichen und gewann das Kellerduell beim Wesendorfer SC (Jonathan Ehmke) mit 2:1.
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Ein intensives Spiel gewannen am Ende die Roten: Mohammed Sumud (M.) und der FSV Vorhop-Schönewörde bezwangen den Wesendorfer SC um Jonathan Ehmke (r.) mit 2:1 und dürfen wieder hoffen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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„Heute ging es um so viel, dass beide Mannschaften extrem viele Fehler gemacht haben.“ Thorsten Hahn, Trainer des Wesendorfer SC, wirkte nach der 1:2-Pleite in der Fußball-Kreisliga gegen den FSV Vorhop-Schönewörde fast schon ratlos. „Das war heute kein Fußball, sondern Not gegen Elend.“

Das WSC-Credo in Halbzeit eins lautete: Durch die Mitte Fußball spielen und sich nach vorne kombinieren. Dies hätte aus Hahns Sicht überhaupt nicht funktioniert. „Im zweiten Durchgang wollten wir dann über die Außen kommen. Auch das hat nicht geklappt“, resümierte der WSC-Coach ernüchtert. Die Partie entwickelte sich als sehr intensiv und zweikampfbetont. „Wir haben zwei Mal aufs Tor geschossen. Vorhop hat aber auch nicht öfter abgefackelt.“ Wesendorf wollte im Grundsatz hoch attackieren, aber auch das setzte das Hahn-Team nicht konsequent um. Überdies kritisierte der Übungsleiter auch die mangelnde Passqualität: „Wir haben so viele Fehlpässe gespielt wie in der ganzen Saison zusammen.“ Der Anschlusstreffer zum 1:2 (90.) bescherte dem WSC auch kein glückliches Ende mehr.

„Da müssen wir uns schon entschuldigen. Einige haben ja auch dafür Geld bezahlt, dieses Spiel zu sehen...

Trotz des ungemein wichtigen Sieges wollte Vorhop-Schönewördes Coach Arne Hoffart das maue Niveau des Kellerduells nicht verhehlen

Für Vorhop-Schönewörde hingegen ergab sich ein immerns wichtiger Erfolg. „Wir haben ein Lebenszeichen gesetzt“, meinte Coach Arne Hoffart. Ein Lebenszeichen, um das er gerne „den Mantel des Schweigens“ gelegt hätte. „Da müssen wir uns schon entschuldigen. Einige haben ja auch dafür Geld bezahlt, dieses Spiel zu sehen.“ Die ersten 45 Minuten betitelte Hoffart als „gruselig. Ein Außenstehender konnten nicht erkennen, um welche Sportart es geht“, bilanzierte der Fußballlehrer vielsagend. Der zweite Durchgang verlief ähnlich wie Nummer eins, „nur dass wir die Tore gemacht haben“.

Innerhalb von acht Minuten setzte der FSV die Route Richtung Sieg. „Ich habe dann in der Halbzeitansprache an die Ehre und Moral appelliert“, verriet der FSV-Übungsleiter. Eine passende Predigt, wie sich herausstellte. Aus Sicht von Vorhop war es ein verdienter Sieg, „weil wir dann doch die bessere Mannschaft waren“.

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