Prestige-Duell unter Flutlicht in der Fußball-Kreisliga

Derby-Charakter Nebensache? Für den FSV ja, für Knesebeck nein!

Da hilft auch kein Lamentieren: Schlussleuchte FSV Vorhop-Schönewörde (Christian Ebel) muss im Lokalderby der Fußball-Kreisliga gegen den VfL Knesebeck unbedingt punkten.
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Da hilft auch kein Lamentieren: Kreisliga-Schlussleuchte FSV Vorhop-Schönewörde (Christian Ebel) muss im Lokalderby gegen Knesebeck unbedingt punkten.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Derby-Charakter? Das interessiert zumindest Arne Hoffart persönlich „so ungefähr gar nicht“. Was nicht zwangsläufig, aber auch mit der aktuell prekären Lage seines FSV Vorhop-Schönewörde in der Fußball-Kreisliga zu tun hat. Vor dem Prestige-Nachholspiel gegen den VfL Knesebeck am Dienstag (19 Uhr, in Vorhop) sind The Bridges im Grunde zum Siegen verdammt. „Wir müssen punkten, das ist das Ziel – alles andere steht hinten an“, verdeutlicht Hoffart.

Rivalität als rudimentärer Randaspekt: In diese Situation hat sich der FSV selbst manövriert. Fünf Spiele, null Punkte. Sechs Zähler Rückstand aufs rettende Ufer. So trostlos gestaltet sich die Ausgangslage vor dem prickelnden Duell mit dem Nachbarn. Wobei die Vorhop-Schönewörder nach den Tiefpunkten im Pokal gegen Groß Oesingen (2:7) und gegen Rühen (0:7) aufsteigende Tendenzen gezeigt hatten. Im Anschluss hätte es spürbar „klick gemacht“, hat Hoffart registriert. „Ich hatte im Training wie auch im Spiel das Gefühl, dass es so war wie früher.“ Mit dem Hinkefuß, dass der FSV dennoch leer ausging in Osloß und Wittingen. „Wir erfüllen gerade das klassische Bild eines Teams, das unten drin steht. Hast du Pech an den Füßen, hast du Pech an den Füßen“, seufzt der Coach und bringt die Diskrepanz auf den Punkt: „Wir sehen, dass die anderen Mannschaften nicht besser sind – nur sieht man es in der Tabelle nicht...“

„Wir erfüllen gerade das klassische Bild eines Teams, das unten drin steht. Hast du Pech an den Füßen, hast du Pech an den Füßen.

Vorhop-Schönewördes Trainer Arne Hoffart über die ausbleibenden Ergebnisse

Derweil kehrt Knesebeck den Lokalkolorit ganz gewiss nicht unter den Teppich, wie VfL-Trainer Jan Rinkel verdeutlicht. „Für uns ist es trotzdem ein Derby, da brauchen wir nicht drüber zu reden.“ In Betriebstemperatur ausgedrückt heißt das: „Wenn meine Spieler so heiß sind wie ich, dann liegen wir auf jeden Fall bei 60 Grad!“ Die zwei sieglosen Auftritte zuletzt würden die Einhörner „zusätzlich motivieren“. Ein heißer Kampf unter Flutlicht steht bevor.

Nach zuletzt zwei sieglosen Partien will der VfL Knesebeck (vorne, Chris Lüning) gegen den FSV Vorhop-Schönewörde wieder häufiger als der Gegner das Tor (und den Ball) treffen.

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