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Fußball-Kreisliga A: Die ewigen Rivalen bitten zum Verfolger-Duell

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Von: Ingo Barrenscheen

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Im Hinspiel der Fußball-Kreisliga jubelte der VfL Knesebeck (M. Malte Gercke) sehr zum Groß Oesinger (Tjark Müller) Frust.
Im Hinspiel der Fußball-Kreisliga jubelte der VfL Knesebeck (M. Malte Gercke) sehr zum Groß Oesinger (Tjark Müller) Frust. © Ingo Barrenscheen.

Groß Oesingen – Seit der Saison 2006/2007 spielen der SV Groß Oesingen und der VfL Knesebeck in einer Spielklasse. Insofern steigt am Sonntag (15 Uhr) in Oesingen ein traditionsreichen Duell. Gewissermaßen sind sie fast wie ein altes Ehepaar.

„Es ist eines der ältesten Duelle“, umschrieb SV-Coach Torben König die Brisanz des Aufeinandertreffens. Der Clasico vom Isenhagener Land sozusagen. „Die Teams kennen sich in- und auswendig. Ich denke, das wird ein sehr packendes, spannendes Duell, wie alle Jahre wieder“, orakelt König. Und vielleicht spielt er auch – wissentlich oder nicht – auf die Ergebnisse der Neuzeit an, indem er mahnt: „Knesebeck ist immer gefährlich.“ Denn die vergangenen fünf Begegnungen der alten Weggefährten lesen sich aus SVGO-Sicht wenig verheißungsvoll. Nur einmal sprang ein 0:0 heraus, ansonsten triumphierten stets die Einhörner. Allerdings immer zuhause. Knesebecker Kryptonit also für die Oesinger Supermänner!?

Partie „zum richtigen Zeitpunkt“

„Das hört sich ja schon mal ganz gut an“, schmunzelt VfL-Coach Jan Rinkel beim Blick auf die jüngste Statistik. Er würde mit seiner Riege liebend gerne den 3:2-Hinspielsieg wiederholen (König: „Der Stachel sitzt noch“). Knesebecks Dirigent glaubt auch, dass die Partie „zum richtigen Zeitpunkt kommt“. Teams wie Groß Oesingen, mit einem spielerischen Ansatz, würden den Einhörnern besser liegen zurzeit. Denn so richtig prickelnd waren die beiden Auftritte anno 2022 (1:2 in Wesendorf, 0:0 gegen Westerbeck) noch nicht.

Das gilt im Grunde auch für den Kontrahenten. Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied. „Wir haben noch nicht so berauscht, aber trotzdem die Ergebnisse eingefahren – das ist das Wichtigste“, untermauert König. Der Tabellenzweite aus Groß Oesingen verbreitete bislang wenig Glanz, dafür aber immerhin Gloria. Dieses Mal wünscht sich der Übungsleiter möglichst beides in Kombination. „Ich bin mir sicher, dass wir ein anderes Gesicht zeigen.“

Zumal sich ein nicht so unbedeutendes Comeback beim Rühen-Verfolger abzeichnet. Der zuletzt verletzte Staffel-Toptorjäger Sönke Seidel (elf Treffer) könnte erstmals in der Rückserie wieder mitmischen. König sagt: „Er wird nicht gleich der Heilsbringer sein. Aber er ist ein wichtiger Faktor.“ So wären die beiden aktuell gefährlichsten Knipser (zusammen mit Eduard Litau/7) wieder vereint bei der Wiedervereinigung der ewigen Rivalen.

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