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Hankensbüttel II: Schulze sagt Tschüß - Karstens übernimmt

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Von: Marvin Scholz

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Den Draht zur Mannschaft hat er definitiv: Jonas Karstens (4.v.l.) wird bis zum Winter 2022 das Trainer-Amt von Bernd Schulze übernehmen.
Den Draht zur Mannschaft hat er definitiv: Jonas Karstens (4.v.l.) wird bis zum Winter 2022 das Trainer-Amt von Bernd Schulze übernehmen. © Marvin Scholz.

Hankensbüttel – Der 2. Fußball-Kreisklassist SV Hankensbüttel II hat sich auf der Position des Übungsleiters umstrukturiert. Nachdem Bernd Schulze schon in den letzten Zügen der vergangenen Spielzeit ankündigte, kürzerzutreten, wurde dies nun auch offiziell umgesetzt. Der 62-Jährige übergibt vorerst an Jonas Karstens, der in der letzten Saison noch aktiver Spieler war und nun also in die neue Rolle schlüpft. Doch in einem halben Jahr muss der Unterbau erneut umdenken.

„Vor einiger Zeit kam Bernd auf mich zu und sagte mir, dass seine Agilität fehlt und fragte mich, ob ich nicht helfen könnte“, rekonstruierte Karstens. Aufgrund seiner guten Vernetzung innerhalb des Vereins sagte der aktuell neue Cheftrainer zu. Übrigens ganz zur Freude vom nun Ex-Coach Schulze: „Er hat die Mannschaft besser erreicht als ich. Zur letzten Saison hat Jonas mir schon als Trainer geholfen. Meine Gelenke sind nicht mehr die Neusten und ich bin nicht mehr der Jüngste“, reihte Ex-Frontmann Schulze die Gründe zum Rücktritt aneinander.

Im Winter abermalige Umstrukturierung

Keinesfalls allerdings wird der 62-Jährige komplett aus dem Rampenlicht zurücktreten. Stattdessen wird er als Betreuer agieren. Karstens wird, wie beschrieben, neuer Cheftrainer. Thomas Knigge wird die Rolle als Co-Trainer ausfüllen und Peter Körner ist ebenfalls als Betreuer eingeplant. Mehrere Schultern, die alle Kompetenzen verknüpfen sollen. So weit so gut. Doch die Fakten werden spätestens zum Winter komplizierter: Beim Neu-Übungsleiter Karstens ruft zum Ende des Jahres wieder die Pflicht. Der 31-Jährige wird beruflich einen Standort-Wechsel vollziehen. Einen Plan B manifestierte der Verein aber bereits: „Wenn ich weg bin, wird Thomas die Zügel übernehmen. Doch dann kommt ein Problem hinzu. Für die nächste Saison ist er auch noch als Torwart eingeplant. Sprich: Wenn ich nicht da bin und Thomas zwischen die Pfosten muss, muss Bernd wieder einspringen“, versucht Karstens die komplexe Zukunfts-Situation möglichst vereinfacht zu erklären. Möglicherweise zahlt sich das breite Trainer-Gespann dann schon Richtung Jahresende aus.

Fördern und fordern

Zunächst soll der Blick auf die sportlich-schwierige Saison gelegt werden. Coach Karstens hat nämlich einiges vor. „Das Saison-Ziel ist der Klassenerhalt. Wir müssen Konstanz in das Team kriegen, weil viele aus der A-Jugend hoch und aus der 1. Mannschaft runterkommen. Zudem wollen wir die 2. Herren attraktiver gestalten – der Fokus liegt nun auf dem Teamgeist und Spaß.“ Karstens will seine Mannen fördern und fordern. Systematisch soll die Herausforderung mit einem 4-4-2, beziehungsweise 4-2-3-1 vollendet werden. Mit einer kompakten Defensive sollen über Umschaltmomente gefährliche Offensiv-Aktionen kreiert werden. „Dazu lege ich Wert auf das Kurzpassspiel, das Befreien auf engem Raum und ein kompaktes Verschieben“, umschreibt der neue Chef an der Seitenlinie. Und wie beschreibt sich der Neu-Trainer selbst: „Ich bin ehrgeizig, aber im fairen Umgang“, womit möglichst viele Punkte eingefahren werden sollen.

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