Fußball - Bezirksliga Staffel B

1:6 in Brome: Ende macht Ummern-Coach Müller ratlos

Jannik Wilkens klärt den Ball vor Riaan-Philipp Schmidt.
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Ummerns Jannik Wilkens mag in dieser Szene die Nase vorn haben. Am Ende aber stand ein 1:6 beim Tabellenführer FC Brome (Riaan-Philipp Schmidt) zubuche.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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70 Minuten lang verkaufte sich der Fußball-Bezirksligist VfL Germania Ummern ordentlich gegen den Spitzenreiter FC Brome. Doch dann brach der VfL ein. Am Ende steht ein 6:1-Erfolg für den FC.

Brome – Am Ende brachen wieder alle Dämme beim VfL Germania Ummern. Das Schlusslicht der Fußball-Bezirksliga B steuerte gut 70 Minuten lang trotz Schmalspur-Kaders im Auswärtsspiel beim Primus FC Brome auf ein achtbares Resultat hinaus, doch dann hagelte es doch noch vier Gegentore binnen zwölf Minuten. „Hammerhart“, seufzte Germanen-General Hartmut Müller nach der 1:6-Abfuhr. Staffelübergreifend bleibt das Team damit, man muss es so nüchtern konstatieren, die Schießbude der Liga.

Dabei hatten die Bromer ihrerseits nicht einmal Bäume ausgerissen, relativierte Teammanager Hendrik Joswig. „Das war eine Durchschnitts-Leistung von uns. Aber klar: Mit sechs Toren kann man schon zufrieden sein. Wir haben schon gutes Pressing gespielt.“

Parallele zur Vorwoche: Wie schon in Wahrenholz gelang dem Außenseiter aus Ummern eine Blitz-Führung: Andrej Sterz stieg nach einer Ecke hoch. Dumm nur aus Sicht der Gäste, dass sich der Torschütze auch auf der anderen Seite äußerst treffsicher erwies... Eine Flanke haute Sterz unglücklich in die Maschen. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen... „Er trifft ihn so, dass er ihn genau unter die Latte knallt. Als Stürmer hätte man gesagt: Perfekt gemacht“, merkte Joswig an. Genauso perfekt gestaltete sich dann auch Bromes Führungstreffer: Francesco Natale zirkelte einen Freistoß praktisch mit dem Pausenpfiff in den Knick.

Es dauerte dann aber eben bis zur 72. Minute, ehe ein „Billard-Tor“ (Müller) den VfL endgültig brach. Was dann nach hinten heraus passierte, machte Ummerns Übungsleiter einmal mehr fassungslos in dieser bislang vermaledeiten Saison. „So langsam gehen mir die Argumente aus. Ich weiß nicht, wie ich es angehen soll“, wirkte Müller etwas ratlos im ersten Augenblick nach dem Schlusspfiff. Es seien direkt wieder die Köpfe runtergegangen. „Und wir lassen uns abschießen“, haderte er. Die schlimme Schlussphase müsse er bis zur Mittwochs-Einheit erst einmal sacken lassen. Müller moniert: „Na klar ist Brome das gefestigtere Team, das ist nicht das Thema. Das Thema ist, dass wir an uns glauben müssen.“ Aber er will weiter mit dem VfL daran arbeiten.

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