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Fußball: Brome verliert Natale und Thielemann

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Von: Ingo Barrenscheen

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Er zündet künftig den Turbo für den SV BW Rühen: Jannik Thielemann (l.) verlässt den FC Brome nach nur einer Saison schon wieder.
Er zündet künftig den Turbo für den SV BW Rühen: Jannik Thielemann (l.) verlässt den FC Brome nach nur einer Saison schon wieder. © Aron Sonderkamp.

Brome – Ahmed Chaabans Wechsel zum Landesligisten SSV Kästorf war nur der Anfang. Der FC Brome verzeichnet kurz vor dem Ende des Transferfensters Ende Juni weitere Abgänge. Denn auch die Offensivkräfte Francesco Natale (FC Vatan Spor Königslutter) und Jannik Thielemann (SV BW Rühen) suchen eine neue Herausforderung.

Abwehrspieler Brian Schulze (fiel zuletzt lange Zeit aus) hingegen will erst einmal kürzertreten, nimmt seinen Pass aber mit zum Heimatklub TSV Fortuna Bergfeld. Und: Auch Joshua Patta, gerade erst im April vom aufgelösten TuS Ehra-Lessien an die Steimker Straße gestoßen, packt schon wieder seine Siebensachen, sucht einen anderen Verein. „Er hatte sich mehr Spielzeit erhofft“, erklärte FC-Spartenleiter Rene Wedekind.

Qualitäts-Verlust

Zusammen mit Domenik Traue (Altherren) sind das in Summe also sechs Abgänge bei den Burgherren! „Das ist schon Qualität, die wir verlieren“, bestätigt Wedekind. Der kurzfristige Wechselwunsch von Thielemann zum klassentieferen Samtgemeinde-Rivalen Rühen wurmte die Bromer Verantwortlichen dann schon. „Aber wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen. Rühen hat ja Yannick Mühe damals auch zu uns ziehen lassen, da wollen wir jetzt auch kein Heck-Meck machen“, meinte der Fußball-Chef. Nachdem der FCB in den Vorjahren stets gut aufgerüstet hätte, hätte der Klub „jetzt eben mal mehr Fluktuation. Aber das werden wir auffangen. Das Grundgerüst des Kaders steht ja.“ Mit Bilal Shami und Christoph von Petzinger stoßen zwei Eigengewächse aus der A-Jugend des SSV Vorsfelde zurück zu ihrem Heimatklub. Zwei weitere Verstärkungen aus Sachsen-Anhalt seien noch im Gespräch.

Indes freut sich Rühen über den Transfer-Coup mit Thielemann. Der Außenbahner hätte nach den ersten Gesprächen „nicht groß überzeugt“ werden müssen, erklärte SV-Coach Jörg Jennerich. „Über Janniks Qualitäten brauchen wir nicht zu reden.“ Neun Tore in zehn Spielen in der Meisterrunde würden für sich sprechen. Jennerich frohlockt: „Wenn bei uns alle wieder fit werden, dann haben wir künftig Speed und eine gute Mischung im Team.“

„Für viele unverständlich“

Derweil liegen dem überraschend daherkommenden Standort-Wechsel von Natale nach Königslutter berufliche Aspekte zugrunde. Zum 1. August macht sich der Versicherungsmakler selbstständig, kam über die Arbeit mit dem Vorstand von Vatan Spor in Kontakt. „Für viele ist das unverständlich, es liegt ja nicht um die Ecke. Aber der Verein hat viel vor. Sie haben eine Vision, und das hat mich beeindruckt. Ich brauche einen Kreis um mich, wo ich das Gefühl habe, ich werde gebraucht.“ Das vermittelte sein neues Umfeld dem offensiven Mittelfeldspieler. Auch sein alter Verein VfL Knesebeck hatte sich um den 30-Jährigen bemüht, doch er will sich nun auf das Abenteuer in Königslutter einlassen. Wobei ihm der Schlussstrich in Brome alles andere als leicht gefallen ist: „Für mich waren es zwei intensive Jahre, das hat mir im Herzen wehgetan. Auch meine Familie hat sich dort wohlgefühlt.“

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