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Bezirkspokal: Raus mit Applaus - Wahrenholz scheitert an Schöningen

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Von: Ingo Barrenscheen

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Den Favoriten nur fast zu Fall gebracht: Wahrenholz (r. Thomas Bulach) hielt vor großer Kulisse stark dagegen, schied aber aus dem Bezirkspokal gegen den FSV Schöningen aus.
Den Favoriten nur fast zu Fall gebracht: Wahrenholz (r. Thomas Bulach) hielt vor großer Kulisse stark dagegen, schied aber aus dem Bezirkspokal gegen den FSV Schöningen aus. © Ingo Barrenscheen.

Wahrenholz – Sie spekulierten bis zur allerletzten Sekunde auf den Lucky Punch. Doch gefährlich vors Tor kamen sie nicht mehr. Dennoch konnten die Fußballer des VfL Wahrenholz nach dem Himmelfahrts-Höhepunkt „erhobenen Hauptes“ den B-Platz am Taterbusch verlassen, wie auch Co-Trainer Jan Schöbel betonte. Nur haarscharf schrammte der Underdog gegen den designierten Oberligisten FSV Schöningen an einer Sensation vorbei, verlor das Bezirkspokal-Viertelfinale zuhause vor stattlicher Kulisse nur mit 0:1 (0:0).

„Können stolz sein!“

Der knappe Ausgang: Fast noch bitterer, als standesgemäß mit drei oder vier Toren Unterschied gegen den Landesliga-Spitzenreiter zu verlieren. Doch die Männer in Schwarz-Gelb grämten sich keineswegs. Vielmehr brachte Schöbel das Ehrgefühl zum Ausdruck: „Wir haben uns extrem teuer verkauft. Am Ende war der Sieg für Schöningen gerecht, aber wir können wirklich stolz sein, es war eine überragende Leistung.“

Starke Defensivleistung

Speziell kämpferisch. Denn spielerisch, das verwunderte nicht, genossen die Gäste klare Vorteile. Allerdings ließ der VfL in Halbzeit eins gerade einmal „zwei Halbchancen“ zu, so Schöbel. „Wir haben extrem gut verteidigt. Zweimal ergab sich sogar der Ansatz, um selbst in Führung zu gehen – „aber der letzte Pass kommt nicht an.“ Zur Pause puschte er die Mannschaft noch einmal, sich „45 Minuten den A.... aufzureißen und so lange wie möglich dran zu bleiben.“

Genickschlag nach Pause

Ärgerlich, dass unmittelbar nach Wiederbeginn der „Genickschlag“ durch das 0:1 von Dominik Elsner kam. Der Außenseiter wurde vom Favoriten ausgekontert... „Aber wir sind überhaupt nicht eingebrochen, brauchten ja auch nur ein Tor, um ins Elfmeterschießen zu kommen“, pointierte Schöbel. Dieser eine Moment allerdings sollte sich nicht ergeben im Duell zweier Teams, die nicht in Bestbesetzung angetreten waren. „Wir waren nicht zwingend genug.“

Der Wermutstropfen

Wahrenholzer Wermutstropfen: Laurens Klösel, Aushilfe aus der Zweiten, kugelte sich kurz nach seiner Einwechslung die Schulter aus – er musste mit der Trage vom Platz gebracht werden, der Notarzt wurde gerufen. „Für ihn persönlich, aber auch für unsere Zweite sehr schade. Da helfen die Jungs aus und dann so ein Mist“, seufzte Schöbel. Es war der einzige Makel an einem ansonsten würdigen Auftritt.

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