Ein Weihnachtsgeschenk für die Tochter diente als Fingerzeig

Vertrag verlängert: Trainer Thorsten Thielemann fühlt sich beim VfL Wahrenholz pudelwohl

Die gute Laune bei Thorsten Thielemann (l.) und Co. kommt nicht von ungefähr: Der bis 2023 verbleibende Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wahrenholz und sein harmonierender Stab wollen das starke Fundament in Zukunft weiter ausbauen.
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Die gute Laune bei Thorsten Thielemann (l.) und Co. kommt nicht von ungefähr: Der bis 2023 verbleibende Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wahrenholz und sein harmonierender Stab wollen das starke Fundament in Zukunft weiter ausbauen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wenn es überhaupt noch eines Liebesbeweises zum VfL Wahrenholz bedurfte, dann lag es im Hause Thielemann unter dem Tannenbaum. Ein Trikot mit der Nr. 1 und dem Schriftzug „Trainer-Tochter“: Mit diesem Präsent traf Thorsten Thielemann bei seiner treuen familiären Followerin voll ins Schwarz(gelb)e! Gewissermaßen stellte der Dress auch ein Versprechen in die Zukunft dar: Der Cheftrainer hat, samt des perfekt harmonierenden Stabs, den Vertrag für eine weitere Saison bis zum Sommer 2023 beim Fußball-Bezirksligisten verlängert.

„Da kann man mal sehen, wie wohl ich mich in Wahrenholz fühle“, lacht Thielemann mit Blick auf das Highlight am Gabentisch. Wohlfühlen: ein gutes Stichwort. Für den Coach das A und O bei der schönsten Nebensache der Welt. Die Fahrt von seinem Heimatort Brome zum Taterbusch muss mit Freude verbunden sein. „Sobald ich ins Auto steige und sage, ich habe keinen Bock, dann höre ich sofort auf“, untermauert Thielemann.

Die starke Fünfer-Kette

Doch das kommt in Wahrenholz seit seinem Einstieg im Sommer 2018 bis jetzt an keinem einzigen Tag vor. Am liebsten hätte der Bessermacher, wie ihn das IK bereits vor einem Jahr titulierte, schon gestern trainieren lassen. Ein wenig Geduld ist diesbezüglich (siehe Info-Kasten) noch gefragt. „Im Moment passt einfach alles“, bekräftigt Thielemann. Mannschaft, Umfeld, Verein, Zuschauer und zuvorderst sein Trainerteam. Eine Fünfer-Kette wie aus dem Bilderbuch. Bei der Arbeit mit Jan Schöbel (Co-Trainer), Olaf Pieper (Torwart-Trainer), Marko Hartmann (Betreuer) und Christian Serovy (Physiotherapeut) greift ein Rädchen ins andere. „Besonders zu loben ist die positive Art aller drei Letztgenannten, die jederzeit ein offenes Ohr für jeden Spieler haben und in ihrer Rolle genauso für die Sache brennen wie auch Thorsten und ich“, betont Schöbel, gleichzeitig auch Fußball-Spartenleiter. Fünf Freunde – so wie in der berühmten Kinderbuchreihe einst von Enid Blyton. Wobei Thielemann schmunzelnd einwirft: „Ich bin eher TKKG...“

Die Kurve zeigt nur nach oben

Der Familien-Rat musste also nur Sekundenbruchteile tagen, um die Offerte des Vereins für die dann schon fünfte Saison beim VfL anzunehmen. Zwei andere Angebote schlug Thielemann aus, verrät der Wahrenholzer Übungsleiter. Immerhin zeigt auch die sportliche Kurve seit seinem Einstieg nur in eine Richtung: nach oben. „In der Zeit ist es gelungen, uns in der Spitze der Bezirksliga zu etablieren“, sagt Schöbel.

Sowohl in der Play-off- wie auch in der Meisterrunde stand und steht das Taterbusch-Team auf Platz eins, überwintert zudem im Bezirkspokal. Mit 2,23 Punkten im Schnitt bis dato weist Thielemann die beste Quote seit Amtsübernahme vor. Und: So lange wie nun in Wahrenholz war er zuvor weder in Brome noch in Vorhop am Ruder. Doch das ließe sich „durch Corona nicht vergleichen. Dadurch ist doch einiges weggefallen“, relativiert er.

Jugend forsch(t)

Nichtsdestotrotz ist eine klare Entwicklung in die positive Richtung zu erkennen. Lässt sich das überhaupt noch steigern? Thielemann nickt eifrig: „Wir haben ein gutes Fundament gelegt, sind aber noch lange nicht am Ende. Es gibt immer Defizite.“ Der (erfahrene) Kern der Mannschaft spielt seit Jahren zusammen, durch gezielte Verstärkungen wurden Qualität und Quantität des Kaders weiter angehoben. Trainingsbeteiligung wie Konkurrenzkampf – und damit Niveau und Ehrgeiz – hätten ein noch nie dagewesenes Level erreicht, lobt Schöbel. Als viele Routiniers in der Hinrunde ausfielen, sprangen die Nachwuchskräfte in die Bresche. Mehr als nur Lückenbüßer. „Die jungen Leute haben eingeschlagen und uns unheimlich weitergebracht. Das gilt es weiter zu entwickeln“, sprüht Thielemann ungebrochen vor Tatendrang.

Im Moment passt einfach alles. Wir haben ein gutes Fundament gelegt, sind aber noch lange nicht am Ende.

Wahrenholz-Trainer Thorsten Thielemann nach seiner Vertrags-Verlängerung bis 2023

Mit dem Team sei auch er selbst in der Chefrolle immer weiter gewachsen. „Man kann als Trainer immer dazulernen.“ Zum vollendeten Glück fehlt ja jetzt im Grunde nur noch ein Titel mit Wahrenholz. Doch das ist weder für den Klub noch für Thielemann primäres Ziel. „Na klar zählen Ergebnisse. Aber wir wollen sehen, dass Mannschaft und einzelne Spieler sich entwickeln.“ Der Erfolg wird sich, das hat der bisherige Werdegang gezeigt, dann unweigerlich einstellen.

Trainingsstart Ende Januar, zwei Tests stehen

Cheftrainer Thorsten Thielemann scharrt bereits mit den Hufen: Am 30. Januar 2022 will der Fußball-Bezirksligist VfL Wahrenholz in die Vorbereitung auf die Rückrunde starten – insofern es die Corona-Lage zulässt. Neben Trainingseinheiten auf dem eigenen Platz sind bereits Spinning-Kurse im LaVital sowie weitere Elemente auf Kunstrasen beim VfR Eintracht Nord Wolfsburg geplant. Angesetzt sind außerdem bereits folgende Testspiele: 20. Februar bei Lupo Martini Wolfsburg II, 27. Februar beim Lehndorfer TSV.

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