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Glückliche Fußball-Ehe: König verlängert in Oesingen

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Von: Ingo Barrenscheen

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Einer der wichtigsten Personalien: Nach dem siegreichen Aufstiegsspiel zur Bezirksliga war Torben König (M.) der gefeierte Mann beim SV Groß Oesingen. Der Neuling hat sich auf Anhieb gut entwickelt. Da verwundert es nicht, dass der Trainer auch in der kommenden Saison weiter an Bord bleibt.
Einer der wichtigsten Personalien: Nach dem siegreichen Aufstiegsspiel zur Bezirksliga war Torben König (M.) der gefeierte Mann beim SV Groß Oesingen. Der Neuling hat sich auf Anhieb gut entwickelt. Da verwundert es nicht, dass der Trainer auch in der kommenden Saison weiter an Bord bleibt. © Aron Sonderkamp.

Groß Oesingen – Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Aber von wegen! Auch nach sieben Jahren brennt der Cheftrainer des SV Groß Oesingen noch für seine Aufgabe. Kein Wunder also, dass er nun – im Paket mit Reserve-Coach Micha Degenhardt – auch für die kommende Saison beim Fußball-Bezirksligisten zugesagt hat.

Ja, ich will! Es ist zweifelsohne eine glückliche Ehe, die der SVGO und König eingegangen sind. Amtsmüdigkeit oder Abnutzungserscheinungen nimmt der Aufstiegsmacher jedenfalls nicht wahr. „Dazu macht es einfach zu viel Bock. Und es verändert sich ja auch ständig etwas. Da ist Leben drin, es wird nie eintönig, sondern bleibt spannend. Jetzt ist eine neue Liga dazugekommen“, bekräftigt der Dirigent. Seine Truppe hätte innerhalb der vergangenen zwölf Monate „noch einmal draufgelegt“, sich „nochmal weiterentwickelt. Es geht immer voran, es herrscht kein Stillstand. Für einen Trainer ist das doch das A und O. Ich brenne noch für jeden Sonntag“, versichert König.

Christian Streich des Nordkreises?

Gut möglich also, dass der 39-Jährige irgendwann zum Christian Streich des Nordkreises wird. Er gehöre schon zum Grundinventar, hätte Spartenleiter Daniel Evers bei seiner Vertragsverlängerung schmunzelnd angemerkt. In der Tat sind die Verantwortlichen sehr glücklich mit der jetzigen Konstellation. Der Mann mit dem Markenzeichen Cappy macht den SVGO happy. „Man könnte schon fast von einem Vertrag auf Lebenszeit sprechen“, bestätigt Evers. Klassisch hätte er vorab den Mannschaftsrat ins Boot geholt, dieser nickte wie immer wohlwollend. Im Grunde reine Formsache also. Dass die erste Herren mittlerweile „da steht, wo sie sind, ist auch Torbens Verdienst“, betont Evers. Da hätte die weitere Zusammenarbeit „auf der Hand gelegen“.

Auch mit Unterbau-Übungsleiter Degenhardt ist der SVGO happy. Nach dem Abstieg belegt die Reserve verlustpunktfrei Platz eins in der 3. Kreisklasse 1 – was keine Selbstverständlichkeit gewesen sei, so Evers. „Man darf da Michas Arbeit bei der Zweiten nicht unterschätzen. Er hat die Mannschaft wieder geformt, motiviert die Leute.“

Trainer mit Kader „hochzufrieden“

Läuft also in Groß Oesingen. König geht davon aus, dass sein Kader in der jetzigen Form zusammenbleiben wird. Der sonst eher passive SVGO will aber auch die ein oder andere Ergänzung nicht ausschließen. Der Verein hätte sich „ins Schaufenster gespielt“, sagt Evers. Es bestehe zwar kein Handlungsbedarf, aber Anfragen gegenüber sei der Bezirksliga-Neuling stets offen. Der Trainer ist mit seinem Aufgebot „hochzufrieden“, erklärt aber auch mit Blick über den Tellerrand: „Wenn wir das Niveau längerfristig halten wollen, müssen wir uns auch aufmachen für Veränderungen. Aber zuerst sind wir sehr darauf bedacht, die Oesinger zusammenzuhalten.“

Immerhin soll der erreichte sportliche Level nicht von kurzer Dauer sein. Es sei nicht sein Bestreben, nur mal ein oder zwei Jahre in der Bezirksliga mitzumischen, unterstreicht König. „Sondern den Klub längerfristig im Bezirk zu etablieren.“ So wie ein Christian Streich den SC Freiburg in der Bundesliga sukzessive vorangebracht hat.

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