Fußball – Bezirksliga: Doppelpacker Meyer schießt VfL zum fünften Sieg in Serie

Frühlingsgefühle in Wahrenholz

Das M für Marcell Meyer: Der Wahrenholzer Doppel-Torschütze bejubelt auf ausgefallene Art seinen 1:0-Führungstreffer mit den Teamkollegen Daniel Schmidt (l.) und Jan Schöbel gegen Adenbüttel Rethen.
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Das M für Marcell Meyer: Der Wahrenholzer Doppel-Torschütze bejubelt auf ausgefallene Art seinen 1:0-Führungstreffer mit den Teamkollegen Daniel Schmidt (l.) und Jan Schöbel gegen Adenbüttel Rethen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wahrenholz – Im Sportlertreff am Taterbusch steppte gestern Abend der Bär. Und mittendrin genoss die Mannschaft des VfL Wahrenholz die Huldigungen der in Scharen geströmten Fans. Es hat sich rumgesprochen: Schwarz-Gelb ist wieder im Kommen.

Das untermauerte der 3:2-Erfolg über den FSV Adenbüttel Rethen. Der dritte Heimsieg und insgesamt der fünfte Dreier in Serie für den hiesigen Fußball-Bezirksligisten! Frühlingsgefühle, die Wahrenholz in dieser Ausprägung schon eine ganze Weile nicht mehr verspürt hat.

Dazu noch die „schönen Ergebnisse“ der Konkurrenz: Na klar strahlte Trainer Thorsten Thielemann. Sein VfL setzt sich mit Siebenmeilenstiefeln ins gesicherte Mittelfeld ab und feierte in seinen Augen „einen Sieg der Moral“. Denn die Wahrenholzer steckten nicht nur den 1:1-Ausgleich aus heiterem Himmel durch eine direkt verwandelte Ecke von Marlon Schade (18.) weg, sondern auch dessen Blitz-Anschlusstreffer der Gäste per Strafstoß direkt nach dem vermeintlich komfortablen 3:1 durch Jan-Patrick Schön.

Die zittrige Schlussphase hätten sich die Platzherren eigentlich ersparen können. Denn das Taterbusch-Team legte eine bärenstarke erste Halbzeit hin und zog zweimal durch Marcell Meyer in Front. Einmal per Kopfball nach Schön-Freistoß, einmal per 20 Meter-Freistoßhammer. „Marcell hat eine Wumme: Wenn er schießt, möchte ich nicht im Tor stehen“, unkte Thielemann. Zuvor und auch im Anschluss ließ der VfL allerdings richtig gute Chancen aus. Meyer etwa wurde ein Elfmeter verweigert und ein weiterer Treffer aberkannt. Für seinen Coach beides Fehlentscheidungen. „Marcell hätte zum tragischen Helden werden können.“

Denn so wurde es stattdessen knifflig nach dem 3:2. Womöglich hätte seine Riege in Hälfte eins auch „ein bisschen überpaced“, mutmaßte Thielemann. Hinzu kam die Adenbütteler Alles-oder-nichts-Umstellung auf ein 3-5-2. „Da hatten wir dann doch Probleme.“ Doch mehr als optische Dominanz sprang für die FSV schlussendlich nicht heraus.

Und so durfte Wahrenholz die Ovationen des Anhangs genießen. „Genau da wollen wir hin: Die Zuschauer mitnehmen. Schon im Spiel herrschte Riesenstimmung“, frohlockte Thielemann.

VON INGO BARRENSCHEEN

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