Fußball – Bezirksliga: Mit Vladimir Dinedic kommt eine verheißungsvolle Verstärkung

Früher RB Salzburg, jetzt FC Brome!

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Frischer Schwung an der Steimker Straße: Nach Tim Bendig (M.) verstärkt auch der gebürtige Bosnier Vladimir Dinedic (r.), in der Jugend bei RB Salzburg ausgebildet, den FC Brome. Sehr zur Freude von Trainer Mark-Oliver Schmidt, der seinen Vertrag – unabhängig ob Bezirks- oder Kreisliga – verlängert hat.

Brome – Aus welchem Holz er geschnitzt ist, muss sich noch zeigen. Fakt ist aber: Der Bezirksligist FC Brome könnte einen dicken Fisch an Land gezogen haben. Sein Name: Vladimir Dinedic. 24 Jahre alt.

Ein Innenverteidiger mit Profifußball-Background in Österreich! Den verheißungsvollen Neuzugang hat es beruflich zum Nettgauer Holzwerkstoff-Hersteller Glunz AG gezogen – dort warf sein (Team-)Kollege Marten Böse die Angel aus. Mit Erfolg.

Denn der Köder wurde direkt geschluckt. Seit gut anderthalb Wochen ist der Neuzugang mit der Nationalität Bosnien-Herzegowina nun an der Steimker Straße im Trainingsbetrieb, gab direkt nach der ersten – für ihn schlauchenden – Einheit grünes Licht, um die Pass-Modalitäten einzuleiten. Wohl gemerkt: Dinedic (oder kurz Nedic, so wird er im Internet geführt) kommt aus einer bemerkenswerten Fußball-Abstinenz. Sein letztes offizielles Spiel bestritt er am 10. Juni 2017 für den österreichischen Fünftligisten SV Straßwalchen. Seither Funkstille mit dem runden Leder. „Er hat nicht mal mehr ein Fußballspiel angeschaut, hat er uns erzählt“, pointiert FCB-Coach Mark-Oliver Schmidt. Doch offenbar haben die Grün-Weißen bei ihrer zweiten Winter-Verstärkung nach Tim Bendig die Lust am Kicken wieder geweckt.

Trotz der langen Pause sei bei den ersten Fußabdrücken Dinedics in Brome direkt das Können aufgeblitzt, unterstreicht Schmidt. Kein Wunder, durchlief er doch im Nachbarland bis zur U15 einige Jugendmannschaften beim Vorzeige-Club FC Red Bull Salzburg, kennt daher auch heutige Bundesliga-Spieler wie Xaver Schlager (VfL Wolfsburg) oder Stefan Lainer (RB Leipzig) aus früheren Jahren. Im Anschluss hat Dinedic mit dem SV Austria Salzburg und SV Grödig noch weitere interessante Vereine in seiner Vita stehen. Ehe er dem Traum vom Profi endgültig begrub und sich seinem Studium widmete. „Er braucht natürlich noch den Rhythmus und die Kondition. Aber beim Warm-Up habe ich direkt gedacht: Was läuft der Junge auf 100 Meter!? Und bei seiner Passschärfe hat einigen Spielern von uns der Fuß gewackelt... Als Innenverteidiger hat er auch eine gute Technik“, nennt Schmidt die Vorzüge des Abwehrrecken. Dieser hätte zwar nach eigenem Bekunden noch 15 Kilogramm zu viel auf den Rippen, sei für die Bezirksliga aber eigentlich genau richtig konditioniert, meint wiederum Bromes Übungsleiter. Mit seinem Sohn Riaan-Philipp Schmidt könnten künftig „zwei Kanten“ den Defensiv-Innenblock bilden. „Genau das, was wir brauchen“, frohlockt Schmidt. Auch als Typ würde er hervorragend ins Teamgefüge passen.

VON INGO BARRENSCHEEN

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