Fußball – Bezirksliga/1. Kreisklasse: Wahrenholzer Zugang steigert Ohretals Nöte

Fricke folgt Schöbel zum VfL

+
Von Ohretal nach Wahrenholz: Jan Schöbel (l.) und Simon Fricke wagen den Sprung in die Bezirksliga.

Wahrenholz/Radenbeck. Blutauffrischung auf der einen, Aderlass auf der anderen Seite: Simon Fricke folgt den Fußspuren seines Teamkollegen Jan Schöbel und wechselt ebenfalls vom FC Ohretal zum VfL Wahrenholz.

Während der Fußball-Bezirksligist damit seinen Kader in der Breite festigt, muss der abgebende Club aus der 1. Kreisklasse mittlerweile doch arg knapsen mit Blick auf die neue Saison.

Wohl gemerkt: Fricke folgt aber nicht zwangsläufig den Brotkrumen von Schöbel an den Taterbusch – vielmehr kam der Draht über den Wahrenholzer Mittelfeld-Motor Marcell Meyer zustande. Beide studieren gemeinsam in Magdeburg. Der 24-Jährige will sich höherklassig probieren. VfL-Coach Torben Gryglewski räumt ihm die Chance ein: „Ich bin der Meinung, Simon hat die Qualität. Vor allem hat er aber eines: absoluten Bock, sich zu verbessern.“ Fricke soll in Wahrenholz zum Außenverteidiger umgeschult werden: Dort herrscht Bedarf.

Und es gibt noch eine positive Nachricht vom Taterbusch: Lars Koch hatte mit dem Landesligisten MTV Gifhorn kokettiert, hat nun aber fest für die kommende Spielzeit in Wahrenholz zugesagt. Gryglewski glaubt angesichts des drohenden Mega-Konkurrenzkampfes beim Kreisstadt-Club: „Lars ist gut damit beraten, bei uns zu bleiben.“ Derweil hat Marcel Kröger, der seinen Abschied ja bereits verkündet hatte, nun auch seinen neuen Club benannt: Der Mittelfeldspieler kehrt zum Staffelrivalen SSV Kästorf zurück.

Rätselraten herrscht derweil beim FC Ohretal. Auf dem Papier haben die Rot-Weißen im aktuellen Kader 23 Spieler stehen. Bedingt durch Abgänge, Karriereenden und studienbedingte Karteileichen kommt der künftige Chefcoach Maik Nicoll ab Sommer aber nur noch auf zwölf, 13 Mann... „Damit braucht man nicht in die Saison zu gehen. Es sieht schlecht aus momentan“, zuckt er mit den Schultern. Im Winter hatte er noch unter anderen Vorzeichen das Ziel ausgegeben, oben anzugreifen. „Das können wir jetzt schnell abhaken.“ Die To Do-Liste sieht nun erst einmal den Aufbau einer konkurrenzfähigen Mannschaft vor...

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare