Spontane Idee für das Fußball-Wochenende

Flutkatastrophe: SV Steinhorst sammelt Spenden statt Eintrittsgelder bei seinem Sportfest

Fußball für einen guten Zweck: Der SV Steinhorst um den Vorsitzenden Michael Hahn (l.) und Frank Kalinowski stellt das Sportfest in den Dienst der guten Sache. Statt Eintrittsgeldern sollen Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe gesammelt werden.
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Das DSF-Doppelpass-Phrasenschwein wartet auf ordentlich Futter! Der Vorsitzende Michael Hahn (l.) und Ideengeber Frank Kalinowski vom SV Steinhorst hoffen, dass möglichst viele Besucher die Spendenkasse beim Sportfest klingeln lassen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Spontane Ideen sind oft die besten. Genau wie in diesem Fall. Im Hause Kalinowski keimte am Donnerstag der Gedanke auf, das Sportfest beim SV Steinhorst an diesem Wochenende kurzerhand zur Benefiz-Veranstaltung für die Betroffenen der Flutkatastrophe umzumodeln. Gedacht, getan: Der Verein wird am heutigen Sonnabend und morgigen Sonntag (jeweils ab 14 Uhr) auf dem Sportplatz am Lüscher Weg keinen Eintritt von den Zuschauern nehmen, sondern eine Spendenbox aufstellen! Kicken und fachsimpeln für den guten Zweck.

„Wir können und dürfen Fußball spielen oder auch nur zugucken. Wir können und dürfen uns dabei gesellig treffen und Spaß haben, getreu unserem Vereinsmotto ‘Gemeinsam aktiv sein, gemeinsam Spaß haben’. Aber zig tausende Menschen stehen teilweise vor dem Nichts oder haben ein Großteil von ihrem Hab und Gut durch die schreckliche Flutkatastrophe verloren“, unterstreicht Initiator Frank Kalinowski. In den betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen herrsche Leid und Elend ohne Ende. „Wir in unserer Region haben Glück.“ Dementsprechend zeigt sich der SVS solidarisch mit den Flutopfern und verzichtet an den zwei Tagen auf die Eintrittsgelder. Der Obulus werde woanders viel dringender benötigt. „Wir wollen helfen, für die Betroffenen Geld sammeln und versuchen, damit ein bisschen beim Aufräumen und Wiederaufbau zu helfen“, erklärt Kalinowski.

Wir können und dürfen Fußball spielen oder auch nur zugucken. Wir können und dürfen uns dabei gesellig treffen und Spaß haben. Aber zig tausende Menschen stehen teilweise vor dem Nichts.

Ideengeber Frank Kalinowski vom SV Steinhorst

Als Kalinowski mit diesem Ansinnen am Donnerstag auf seine Steinhorster Vorstands-Kollegen zusteuerte, gingen sofort alle Daumen nach oben. „Alle empfinden es als super Idee. Unser Vorsitzender Michael Hahn hat sogar ein Doppelpass-Schwein, das werden wir dann hinstellen“, so Kalinowski. „Wir würden uns freuen, wenn alle Besucher und Spieler/-innen dafür spenden. Jeder Cent zählt und hilft den vielen Menschen in den betroffenen Regionen.“ Wer mit Fußball nicht so viel anfangen kann, aber die Initiative trotzdem unterstützen möchte, ist auf dem Steinhorster Sportplatz selbstverständlich auch gern gesehen. Kalinowski: „Vielleicht kommt auch der ein oder andere vorbei, nur um seine Spende abzugeben.“

Für Fragen steht der Ideengeber unter Tel.: (0160) 8382310 gern zur Verfügung. „Wir sagen schon einmal allen Spendern im Voraus ein herzliches Dankeschön.“

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