Eishockey – DEL: Furioser Abend / Nun warten Kölner Haie

„Fix und fertig“: EHC nach 8:3 im Halbfinale

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Der EHC Wolfsburg steht nach einem furiosen 8:3-Erfolg im sechsten Play-Off-Vergleich mit Nürnberg im Halbfinale und trifft dort auf die Kölner Haie.

Wolfsburg. Das Play-Off-Halbfinale steht. Und der EHC Wolfsburg ist dabei!

Durch ein wahnsinniges 8:3-Offensivspektakel machten die Grizzly Adams den Nürnberg Ice Tigers gestern Abend den garaus und zogen als letztes Team – Hamburg hatte wenige Minuten zuvor durch ein 1:0 in Iserlohn ebenfalls den Sack zugemacht – in die Runde der besten Vier ein. Dort trifft das Skoda-Team wie schon in der Vorsaison auf die bärenstarken Kölner Haie.

Über eine Abtastphase sahen die Wolfsburger einfach hinweg. Der Traumstart durch Norm Milleys Tor (3.) streute eine zusätzliche Brise Brisanz in das sechste Play-Off-Duell. Der EHC zunächst in allen Belangen überlegen (13:1-Torschüsse).

Doch wie aus heiterem Himmel wendete Nürnberg kurzerhand das Blatt. Ausgerechnet der bis dato so überragende Keeper Sebastian Vogl hatte erstmals Schwächen offenbart beim 1:2 von Jan Stastny (11.). Das Spiel auf den Kopf gestellt. Doch das irre erste Drittel sollte eine weitere Wende bereithalten. Erst reingewurschtelt von Sebastian Furchner, dann reingefeuert von Simon Danner (17.): In nur 22 Sekunden sorgte der EHC für ein Tollhaus. „Wenn wir so weitermachen, werden wir Probleme kriegen“, orakelte Tigers-Torjäger Patrick Reimer.

Das Wechselbad der Gefühle/Offensivspektakel sollte allerdings weitergehen. Ein Hammer von Fredrik Eriksson nach gewonnenem Bully katapultierte Nürnberg wieder ins Spiel (24.). Zumindest kurzzeitig. Abermals zeigte sich das Skoda-Team völlig unbeeindruckt. Robbie Bina schlenzte den Puck zum 4:3 in die Maschen (30.). Wenig später hieß es dann 5:3. Auf dem Eis und auf der Anzeigetafel: In doppelter Überzahl stieß Marco Rosa das Tor zum Halbfinale ganz weit auf auf für die Grizzlys nach dem zweiten Drittel. Oder?

Im Heimspiel zuvor hatten die Wolfsburger einen Zwei-Tore-Vorsprung noch hergeschenkt. Dieses Mal nicht. Stattdessen spielten die Hausherren sich und die frenetische Halle in einen wahren Rauschzustand. EHC-Keeper Vogl war außer sich vor Freude: „Ich bin fix und fertig und kann es eigentlich gar nicht beschreiben. Ich bin einfach nur glücklich.“ Am Mittwoch beginnt nun die Halbfinal-Serie mit dem ersten Spiel in Köln.

Von Ingo Barrenscheen

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