Fußball – Kreisliga: Hankensbüttel gegen Osloß unter Druck / Sprakensehl will sich oben festbeißen, Vorhop und Brome oben dran bleiben

Fischt sich HSV gegen Fischer und Co. ersehnten Sieg?

Der SV Hankensbüttel (r.) ist momentan noch aus dem Tritt, der SV Sprakensehl dagegen weiter obenauf. Foto: Marud

Es ist ungewöhnlich und doch nicht wirklich überraschend: Nach vier Spieltagen führen die starken Aufsteiger Wasbüttel und Sprakensehl die Tabelle in der Fußball-Kreisliga an. Dicht dahinter Brome und Vorhop, die nur allzu gern im Verfolgerfeld verharren würden.

Hankensbüttel und Wittingen indes wollen in ihren Heimspielen am Sonntag (15 Uhr) die sportliche Misere bekämpfen.

FC Brome –

TSV Grußendorf

Auch wenn es nur gegen den punktlosen Tabellenletzten geht, möchte Bromes Trainer Thorsten Thielemann nichts von einem Spaziergang wissen. „Man muss vorsichtig sein. Die Kreisliga ist ziemlich ausgeglichen.“ Grußendorf läuft aber schon nach vier Spieltagen der Musik hinterher. Ganz anders die Bromer – mit neun Zählern auf Rang drei. Thielemann ist mit der Zwischenbilanz zufrieden. „Toi, toi, toi. Es läuft bisher ganz gut.“ Vor allem bei Angreifer Pierre Wodarsch, der sieben Tore in den vergangenen zwei Spielen erzielt hat.

MTV Wasbüttel –

TSV Meine

Der goldene Herbst steht erst noch vor der Tür, beim MTV Wasbüttel hat er aber schon Einzug gehalten. Vier Spiele, zwölf Punkte: Mit glänzender Bilanz betritt der Neuling auch im Heimspiel gegen Meine (11.) als klarer Favorit den Rasen. Mit Beteiligung der Gäste sind bisher in den Spielen – nebst Osloß – die meisten Tore gefallen. Spricht für einen hohen Unterhaltungswert beim Auftritt des Spitzenreiters.

SV Leiferde –

SV Sprakensehl

Auch wenn sich Sprakensehl beim 2:2 gegen Rothemühle spät die ersten Verlustpunkte einhandelte, so ist auch der zweite Neuling prima durchgestartet. Coach Rouven Lütke hat Lust auf mehr. „Diesen Schwung sollten wir mitnehmen. Wir wollen uns schon oben festbeißen.“ Allerdings wartet mit dem Gastspiel bei Vizemeister Leiferde kein Sonntagsspaziergang. Auch wenn die SVL (9.) eher mau losgelegt hat, warnt Lütke. „Wir haben gegen starke Rothemühler eine unserer besten Leistungen seit längerer Zeit gebracht. Und Leiferde hat Rothemühle mit 2:1 geschlagen – Fußball ist keine Mathematik, aber wir wissen, was auf uns zukommt.“ Positives gibt’s von der Personalfront: Zwar fehlt Konstantin Prilop, doch Ole Hildebrandt und Andrej Sterz sind wieder da.

TSV Rothemühle –

VfL Vorhop

„Von mir aus könnte die Saison tabellarisch gesehen zu Ende sein...“ Stefan Zimolong schaut derzeit mit Genuss aufs Klassement. Kein Wunder, ist Vorhop nach je zwei Siegen und Remis Fünfter und eines von nur drei ungeschlagenen Teams. Damit hätte der Trainer vor Saisonstart beim Blick auf den Spielplan nicht gerechnet. „Aber gehofft“, ergänzt Zimolong. Das Hochgefühl könne auch gerne in Rothemühle anhalten, meint der VfL-Coach. Nach aktuellen Gesichtspunkten ein Verfolgerduell. Wobei Zimolong weiterhin eher nach unten als nach oben schielt. Triangel (3:3 nach 3:1) hatte Vorhop bereits am Rande einer Niederlage. Der TSV ist kein kleineres Kaliber. Zimolong: „Ein schwerer Brocken. Das wird kein Zuckerschlecken.“

SV Triangel –

Wesendorfer SC

Wenn WSC-Trainer Jürgen Fromhage an den nächsten Gegner denkt, wird ihm ein wenig mulmig. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit Triangel, beide Spiele in der Vorsaison verloren.“ Das widerfuhr Wesendorf gegen kein anderes Team! Es geht also zum Angstgegner. Und obwohl der SVT mit Alexander Gutknecht seinen Torjäger verloren hat, sei die „Qualität nach vorne immer noch da“, meint Fromhage. Elf Triangeler Tore unterstreichen das. Da wird der WSC-Frontmann fast neidisch. „Drei Gegentore sind ja in Ordnung. Aber was davor steht (fünf Treffer in vier Spielen, Anm. der Redaktion), könnte ruhig nach oben gehen.“ Dann geht es auch mit Wesendorf weiter nach oben nach dem 3:0 gegen Rühen.

SV BW Rühen –

SV Meinersen

Das Konto ist blank. Rumoren ist aus Rühen aber nicht zu vernehmen. „Noch ist alles ruhig“, bekräftigt Trainer Sören Henke. Der Klub hatte die magere Start-Ausbeute angesichts des „Riesen-Umbruchs“ vor der Saison durchaus eingeplant. „Wir brauchen Zeit, um uns an das Tempo zu gewöhnen. Die Zeit gibt der Verein mir und der Mannschaft.“ Wobei in den ersten zwei Spielen durchaus Zählbares drin war. Im Anschluss fehlten Leistungsträger, das fiel sofort ins Gewicht. „Wir sind auf einzelne Spieler noch stark angewiesen“, erklärt Henke. Er hofft, dass diese bis Sonntag zurückkommen. Dann sei auch gegen das Topteam aus Meinersen (4.). etwas drin.

SV Hankensbüttel –

SV Osloß

Mit diesem Sorgenkind hätten die wenigsten vor dem ersten Spieltag gerechnet. Der HSV hat nach vier Spieltagen nur drei Zähler auf dem Konto, wollte aber eigentlich weiter zum Kreis der Spitzenmannschaften dazu gehören. Dem steht allerdings momentan in erster Linie die Torflaute im Weg. Nur fünf Buden nach vier Spielen – Liga-Negativrekord. Bei Osloß hat ein einziger Spieler fast doppelt so oft getroffen wie die gesamte Hankensbütteler Mannschaft. Mario Fischer führt die Torjägerliste mit elf Treffern an, traf zuletzt viermal beim 4:2 gegen Wittingen. Der HSV ist gewarnt und gefragt zugleich und will endlich durchstarten.

Von Ingo Barrenscheen und Arek Marud

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