Handball – Verbandsliga: Zweiter Auswärts-Kantersieg in Folge / 38:28 beim MTV Groß Lafferde

SG VfL findet Lust am Reisen

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Die SG VfL Wittingen/Stöcken bleibt oben dran in der Tabelle: Lars Erxleben (am Ball) und Co. verbuchten beim MTV Groß Lafferde den zweiten Auswärtssieg in Folge. Und das erneut mit 38 eigenen Treffern.

Groß Lafferde. Allmählich wird es unheimlich. Dass die SG VfL Wittingen/Stöcken in der heimischen Halle eine Bank ist, war schon länger bekannt. Aber nun entwickeln sich die Brauereistädter in der Handball-Verbandsliga langsam aber sicher auch zur Auswärtsmacht.

Die Konkurrenz sollte sich nach dem zweiten Kantersieg in Folge warm anziehen – passend zu den kalt werdenden Temperaturen. Ganz und gar nicht kühl war der Mannschaft von Trainer Christian Gades beim MTV Groß Lafferde. Denn die SG VfL kam sofort auf Betriebstemperatur, fegte den Konkurrenten mit 38:28 (20:12) aus der eigenen Halle.

„Die beiden jüngsten Auftritte machen Lust auf mehr“, so Gades. „Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause.“ Und das können die Wittinger mit Recht. Denn von Minute eins an war in der Halle spürbar, wer denn Sieg mehr wollte. Die Gäste. Denn diese erwischten einen Kickstart, lagen nach sieben Minuten bereits mit 6:1 vorn. „Wir haben Nägel mit Köpfen gemacht“, beschreibt der Übungsleiter die Anfangsphase. Und von dieser klaren Führung hat die SG VfL dann im weiteren Spielverlauf profitiert. Die Mannschaft setzte die Anweisungen ihres Trainers zu 100 Prozent um. Im Detail: Die Abwehr des MTV wurde nahezu schwindelig gespielt, sodass sich immer wieder Eins-gegen-Eins-Situation auftaten. Zudem machte die Verteidigung der Gäste einen stabilen Eindruck. Und wenn denn mal ein Wurf durchkam, war Bastian Albrot zu Stelle – 20:12 nach 30 Minuten. „Es war sogar vielleicht die beste erste Hälfte in der Saison“, staunte Gades nicht schlecht.

Und der Trainer kam aus dem Staunen auch nicht mehr heraus. Wer jetzt gedacht hätte, dass die Brauereistädter nach dem Pausentee nur noch halbherzig zu Werke gehen würden, der täuschte sich. Angriff um Angriff spielte die SG VfL souverän runter, suchte immer wieder nach der sich ergebenden Lücke. Die Unsicherheiten im Abwehrverbund der Gastgeber wurden eiskalt ausgenutzt. „Oftmals standen die Gegner in der Defensive alleine. Das war dann der Schlüssel zum Erfolg“, analysierte Gades den deutlichen 38:28-Erfolg.

Mit der Hinrunde sei er mehr als zufrieden. Dennoch: „Ich denke, dass wir ein paar Punkte hätten mehr haben können.“ Wenn die SG VfL die Auswärtsstärke beibehält, werden es in der Rückrunde auf alle Fälle mehr Zähler.

Von Jannis Klimburg

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